Bundesmodellvorhaben "Unternehmen Revier"

Förderprogramm für das Rheinische Revier

Das Modellvorhaben "Unternehmen Revier" gestaltet seit 2017 aktiv den Strukturwandel in der Braunkohleregion Rheinisches Revier. Als inzwischen etabliertes Förderprogramm des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt es mit zwei Millionen Euro pro Jahr zukunftsweisende Projekteideen, die auch eine über die Region hinausragende Strahlkraft haben.

Das Förderprogramm des BMWi möchte die Menschen vor Ort und ihre Ideen unmittelbar mit einbeziehen, um gemeinsam den Strukturwandel im Rheinischen Revier zu gestalten. Hierzu ruft die Zukunftsagentur jährlich einen Förderaufruf aus, der sich vor allem an mittlere, kleine und kleinste Unternehmen sowie Initiativen aus der Region richtet. Die Bandbreite einer möglichen Förderung ist groß und wird für jeden Aufruf neu festgelegt: Sie reicht von der Qualifizierung von Fachkräften und Fachkräftesicherung bis hin zur Anwendung neuer Technologien. Die überzeugendsten Ideen erhalten die Chance auf eine Förderung von bis zu 200.000 Euro, Kooperationsprojekte können mit bis zu 800.000 Euro gefördert werden.

Insgesamt stellt der Bund im Rahmen des Förderprogramms jährlich acht Millionen Euro zur Verfügung, um den Strukturwandel in den vier deutschen Braunkohlerevieren Helmstedter Revier, Lausitzer Revier, dem Mitteldeutschen Revier und dem Rheinischen Revier voranzutreiben. 25 Prozent davon, also zwei Millionen Euro pro Jahr, fließen in die hiesige Region.

Das maßgeschneiderte Förderprogramm für smarte und innovative Projekte mittlerer, kleiner und kleinster Unternehmen zum Strukturwandel im Rheinischen Revier.

Interessieren Sie sich für die Projekte, die über „Unternehmen Revier“ gefördert werden? Hier finden Sie eine Übersicht

Sofern Sie überlegen, sich mit Ihrer eigenen Projektidee bei diesem Förderprogramm zu bewerben, finden Sie nachfolgend alle Informationen zum Bewerbungsverfahren.  

Rahmenbedingungen

Das Bundesmodellvorhaben „Unternehmen Revier“ ermutigt Interessierte dazu, durch innovative und modellhafte Ideen den Strukturwandel im Rheinischen Revier zu gestalten. Mit diesem Förderprogramm möchte der Bund das Innovationspotenzial in der Region heben. Dabei legen wir im Rheinischen Revier den Schwerpunkt auf mittlere, kleine und kleinste Unternehmen. Nachfolgend finden Sie alle relevanten Informationen auf einen Blick.  

Rechtliche Grundlage der Förderung

Den Rahmen für die Förderung bildet die Förderrichtlinie "Unternehmen Revier" des Bundes vom 1. November 2017 in der Fassung vom 15. November 2019. Als Voraussetzung und Grundlage der Förderung wurde darüber hinaus gemeinsam mit regionalen Schlüsselakteuren und in enger Abstimmung mit dem BMWi im Jahr 2017 ein sogenanntes „Regionales Investitionskonzept“ (RIK) für das Rheinische Revier erstellt. Das RIK dient als Basis für die einzelnen Ziele und Zukunftsfelder, die für jeden Aufruf genauer definiert werden.

Allgemeine Anforderungen an die Projekte

Eine Förderung durch das Bundesmodellvorhaben "Unternehmen Revier" erfolgt auf der Grundlage festgelegter Kriterien. Diese sind durch die Förderrichtlinie und das „Regionale Investitionskonzept“ vorgegeben. Projekte, die über das Förderprogramm "Unternehmen Revier" gefördert werden, müssen daher bestimmte Anforderungen erfüllen. Sie …

  • sind Einzel- oder Verbundprojekte.
  • beziehen sich auf den Raum des Rheinischen Reviers.
  • befassen sich mit Ideen für den Strukturwandel und deren Umsetzung.
  • tragen zur Sicherung und dem Ausbau der industriellen Kerne im Revier bei.
  • tragen zur Fachkräfteentwicklung bei.
  • nutzen Zukunftschancen, etwa im Bereich Industrie und Handel 4.0, bei der Digitalisierung oder der Bioökonomie.
  • setzen Impulse für eine Modernisierung des Reviers.
  • sind nachhaltig und stoßen Entwicklungen an, die auch über den Förderzeitraum von maximal vier Jahren hinaus Bestand haben.
  • vernetzen die Strukturen im Revier.
  • haben Modellcharakter und sind auf die anderen drei Reviere in Deutschland übertragbar.
  • können ihre Ziele in Zahlen bemessen (z.B. Anzahl der weitergebildeten Fachkräfte).
  • sind keine Machbarkeitsstudien, Konzepterstellungen oder Anschubfinanzierungen. Diese sind per se nicht förderfähig.

Unterstützt werden vorrangig Kooperationsprojekte mit Beteiligten aus verschiedenen Branchen, öffentlichen und gesellschaftlichen Institutionen sowie überbetriebliche Projekte aus den Feldern:

  • Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und des Wirtschaftsstandortes
  • Qualifizierung und Fachkräftesicherung
  • Cluster- und Innovationsmanagement
  • Kompetenz- und Kapazitätsaufbau

Ein förderfähiges Projekt stellt grundsätzlich einen Bezug zu mindestens einem dieser vier Bundesziele des Förderprogramms her. Ebenso muss es mindestens eines der elf regionalen Ziele und mindestens eines der vier regionalen Themenfelder berücksichtigen. Diese werden für den jeweiligen Aufruf stets neu angepasst und in den Aufrufunterlagen entsprechend ausgewiesen.

Räumlicher und zeitlicher Rahmen

Die Antragssteller haben ihren Sitz im Rheinischen Revier und ihre Projekte wirken im Raum des Rheinischen Reviers. Die Laufzeit eines geförderten Projektes darf maximal vier Jahre betragen. Diesen zeitlichen Rahmen gilt es einzuhalten.

Art, Umfang und Höhe der Förderung

Ein Einzelprojekt kann mit bis zu 200.000 Euro bezuschusst werden, ein Verbundprojekt mit bis zu 800.000 Euro. Wobei bei Letztgenanntem pro Verbundpartner bis zu 200.000 Euro Fördermittel möglich sind.

Projekte werden stets anteilig finanziert. Die Eigenbeteiligung beträgt mindestens 10 Prozent, bei Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mindestens 40 Prozent. Diese Unternehmen können bei überbetrieblichen Projekten einen Förderbonus von 10 Prozent erhalten, durch den sich ihr Eigenanteil auf 30 Prozent verringert.

Voraussetzungen für Antragssteller

Wenn Sie eine Projektskizze einreichen wollen, muss Ihr Unternehmen oder Ihre Institution grundsätzlich einen Sitz im Gebiet des Rheinischen Reviers haben. Antragsberechtigt sind demnach natürliche und juristische Personen aus

  • dem Rhein-Kreis Neuss
  • dem Kreis Düren
  • dem Rhein-Erft-Kreis
  • der Städteregion Aachen
  • dem Kreis Heinsberg
  • dem Kreis Euskirchen
  • der Stadt Mönchengladbach

Nicht antragsberechtigt sind der Bund, die Bundesländer sowie deren Einrichtungen.
Antragssteller müssen materiell und personell in der Lage sein, die Projektaufgaben durchzuführen. Es gilt die Fachkompetenz sowie die Leistungsfähigkeit in Bezug auf die Realisierung des geplanten Projektes zu dokumentieren.

Zudem dürfen Antragssteller im laufenden Jahr sowie in den vorausgegangenen zwei Kalenderjahren einschließlich der Förderung nach dieser Richtlinie keine „De-minimis“-Beihilfen im Gesamtumfang von mehr als 200.000 Euro erhalten haben. Von der Förderung gänzlich ausgeschlossen sind Unternehmen, über deren Vermögen ein Insolvenzverfahren beantragt oder eröffnet worden ist.

Förderaufruf "Unternehmen Revier 2022"

Der nächste Förderaufruf für die Förderperiode 2022 wird voraussichtlich im Frühjahr 2021 stattfinden. Informationen hierzu finden Sie demnächst an dieser Stelle und im Newsletter der Zukunftsagentur Rheinisches Revier.

Weitere Informationen:

Nicole Haller

Nicole Haller

Projektmanagerin

Bundesmodellvorhaben "Unternehmen Revier", Ressourcen

Telefon: +49 2461 690-186
nicole.haller@rheinisches-revier.de

Heike Augustin

Projektmanagerin

Bundesmodellvorhaben "Unternehmen Revier"

Telefon: +49 2461 690-184
heike.augustin@rheinisches-revier.de