Zukunftsfeld Raum

Das Rheinische Revier hat rechtzeitig einen präventiven Strukturwandel eingeleitet. Hierfür ist eine vorausschauende Raumentwicklung und Flächenpolitik unerlässlich. Vor diesem Hintergrund beschreibt das Zukunftsfeld Raum die Zielsetzung einer integrierten, nachhaltigen Raumentwicklung im Rheinischen Revier. Dabei werden bestehende (teil-)räumliche Konzepte miteinander verknüpft und den Ansprüchen der Wirtschafts-, Siedlungs-, Verkehrs-, und Freiraumentwicklung gleichermaßen gerecht. Aufgrund des vielseitigen Themengebietes wird das Zukunftsfeld Raum in die drei Projektfamilien "Neue Arbeitsfelder erschließen“, "Wohnen und Leben im Revier“ und "Landschaft kultivieren“ unterteilt. 

Neue Arbeitsfelder erschließen

Um neue Perspektiven für die Region zu erschließen, werden bestehende, große interkommunale Flächenentwicklungen aufgenommen und weiterentwickelt. Zusätzlich werden auch gänzlich neue Entwicklungen angestoßen. Im Fokus stehen dabei Folgeentwicklungen für nicht mehr betriebsnotwendige Flächen und Brachen sowie die drei LEP-Flächen im Rheinischen Revier: Grevenbroich-Neurath, Euskirchen/Weilerswist, Geilenkirchen-Lindern.

Ziel ist eine regional abgestimmte, übergeordnete Flächenentwicklungs- und Vermarktungsstrategie und die entsprechende planungsrechtliche Sicherung notwendiger Entwicklungsbelange bzw. -korridore. Hierfür werden regionale Entwicklungsschwerpunkte und Kooperationsmöglichkeiten sowie thematische Alleinstellungsmerkmale und Standortprofile/F&E-Potenziale herausgearbeitet sowie Science-to-Business-Transfers gefördert.

noch kein Bild vorhanden

Ihr Ansprechpartner:
Boris Linden

Telefon: +49 2461 690-183
Telefax: +49 2461 690-189
boris.linden@rheinisches-revier.de

Wohnen und Leben im Revier

Die im Zuge der Tagebauentwicklung raumgreifenden Strukturveränderungen des Rheinischen Reviers führen zu besonderen Herausforderungen und Chancen für eine zukunftsfähige Dorf-, Quartiers- und Stadtentwicklung. Hinzu kommen die besonderen Zielsetzungen und Anforderungen, die sich vor dem Hintergrund von Energiewende und Klimaschutz ergeben. Neue Technologien und Strategien im Bereich des Siedlungsbaus und der Architektur werden entwickelt. Bei der langfristig zu betrachtenden Neuorganisation von Siedlungs- und Nutzungsstrukturen erprobt die Region gemeinsam neue Wege des klima- und ressourcengerechten Bauens. In Verbindung mit den Möglichkeiten der Digitalisierung werden Ressourceneffizienz und Wohnkomfort gleichzeitig erhöht. Energetische Teilautarkie wird in intelligenten Prosumerstrukturen geschaffen, die auch der Elektromobilität dienen („Smart home“, smarte Wohnquartiere etc.). Auf Ebene des Dorfes und des Stadtquartiers gestalten Bürger gemeinsam mit Politik und Verwaltung, Unternehmen und Institutionen der Region die Zukunft vor Ort.

noch kein Bild vorhanden

Ihr Ansprechpartner:
Marie-Luise Schaller

Telefon: +49 2461 690-150
Mobil: +49 173 3964035
marie-luise.schaller@rheinisches-revier.de

Landschaft kultivieren

Das Rheinische Revier ist ein Landschaftsraum im Wandel. Die großen Landschaftsveränderungen der noch aktiven Tagebaue Hambach, Garzweiler und Inden bieten die Chance, parallel zur Tagebauentwicklung frühzeitig einzigartige (Rekultivierungs-)Landschaften hoher Qualität zu gestalten und ausgehend von innovativen Einzelprojekten ein zusammenhängendes Freiraumsystem hoher regionaler Wertschöpfung (Grüne Infrastruktur, Naherholungsraum/Tourismus, produktive Landschaften als Ressourcen-Lieferanten) für das Rheinische Revier zu etablieren. Eng in Verbindung mit dem Thema der Landschaftsentwicklung steht der Bereich der innovativen Landwirtschaft.

Ein Regio­nales Frei­raum­system für das Rhei­ni­sche Revier

Grüne Infrastruktur und Freiraumsystem

Die Innovationsregion Rheinisches Revier hat im Jahr 2017 durch das Integrierte Handlungskonzept (IHK) „Rheinisches Revier – Zukunft gestalten“ des Programms „Grüne Infrastruktur NRW“ Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) eingeworben. Acht Projekte aus dem Rheinischen Revier werden bis Ende des Jahres 2023 mit vier Millionen Euro gefördert. Detailinformationen können hier abgerufen werden. Parallel wird die IRR gemeinsam mit der Region das Freiraumsystem weiter bearbeiten.In einem ersten Schritt sollen – unter Einbeziehung der regionalen Akteure – die unterschiedlichen innerhalb des Rheinischen Reviers vorliegenden, bereits abgeschlossenen und derzeit neu entstehenden (teil)räumlichen Landschaftskonzepte erfasst und neben-/übereinandergelegt werden. Hierüber sollen notwendige Schnittstellen und Übergänge sowie möglicherweise bislang fehlende „weiße Flecken“ herausgearbeitet werden, die zukünftig als Lupenräume weiter zu konkretisieren und zu qualifizieren sind.

Gleichzeitig soll in der Zusammenschau ein erstes integriertes Freiraumkonzept im erweiterten Sinne (grau-grüne Infrastruktur) erarbeitet werden – als zusammenführendes, verknüpfendes Gerüst für den Raum unter Berücksichtigung/Abgleich mit vorhandenen/ entstehenden Teilraumkonzepten und laufenden „externen“ Prozessen. Dabei soll im Sinne einer integrierten Sichtweise den Ansprüchen der Freiraumentwicklung gleichermaßen Rechnung getragen werden, wie den Ansprüchen der Wirtschafts-, Siedlungs- und Verkehrsentwicklung. Nutzungskonkurrenzen sollen identifiziert, abgewogen und bestenfalls durch innovative Ansätze aufgelöst werden. Im Ergebnis soll bis Ende 2018 eine erste Zusammenschau sowie ein Fahrplan zum weiteren strategischen und operativen Vorgehen konkretisiert werden.

noch kein Bild vorhanden

Ihr Ansprechpartner:
Christian Wirtz

Telefon: +49 2461 690-181
christian.wirtz@rheinisches-revier.de

Sie möchten mehr über unsere Projekte erfahren? In unserer aktuellen Projektbroschüre finden Sie nähere Informationen zu den Projekten.