Ressourcenintelligent und bioökonomisch

Strategie
Strategische Ansätze

  • Der Transformationsprozess sollte auf aktuellen Stärken der Region aufbauen und an Schlüsselstellen gezielt Elemente ergänzen
  • Die Zusammenarbeit zwischen neuen und bestehenden Forschungseinrichtungen der Region entlang der Innovationspipeline muss gefördert werden.
  • Das sogenannte »Valley of Death« von der Invention zur Innovation ist kritisch für die Entwicklung von Projekten. Hier muss gezielte Unterstützung erfolgen.
  • In der Region sollen themenspezifische Kompetenzzentren und Reallabore zu Profilthemen an ausgezeichneten Orten in der Region entstehen. Dadurch werden die Themen des Zukunftsfelds verortet.
  • Mittelfristig ließen sich diese themenspezifischen Kompetenzzentren unter einem Dach als »Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz« zusammenfassen. Dadurch könnten thematische Synergien gehoben und die Sichtbarkeit in der Region und außerhalb signifikant gesteigert werden.
  • Die Akteure im Revierknoten werden sich eng mit den anderen Revierknoten abstimmen, um die Region als integrierte Region für nachhaltiges Wirtschaften und Ressourcenschutz zu entwickeln
  • Alle Akteure in der Region müssen integriert werden, um eine abgestimmte, nicht notwendigerweise einvernehmliche Entwicklung der Region Rheinisches Revier zu ermöglichen.

Handlungsfelder

1. Land- und Forstwirtschaft sowie Umwelt und Umweltressourcen
2. Lebensmittelindustrie, -verarbeitung und Konsum
3. Stoffliche Nutzung von Biomasse und alternative Kohlenstoffquellen und Nutzungsformen
4. Wissens- und Innovationslandschaft Agrobusiness/ Bioökonomie
5. Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz Bau
6. Kunststoffwirtschaft
7. Textilwirtschaft
8. Kreislaufführung anderer Rohstoffe

Ziele

Kurz- und mittelfristige Ziele für Agrobusiness/Bioökonomie
Die Akteure der weltweit einmaligen Wissenschaftsregion sollten weiter vernetzt werden. Auch die Vernetzung der Forschungskapazitäten mit Wirtschaftsakteuren in der Region in effizienten Innovationsnetzwerken muss entwickelt werden, um das Innovationspotential zu nutzen. Hier bieten sich etwa die Entwicklung des High-Tech Hubs am Brainergy Park und der Ausbau der biotechnologischen Standorte z. B. in Baesweiler an. Weitere Möglichkeiten sind Nachhaltigkeitsforen (z. B. Merzenich), Pilotprojekte für nachhaltige Landwirtschaft (z. B. Garzweiler) und Aufrüsten von existierenden Bioraffinerien wie Zuckerfabriken oder anderen Biomasse-verarbeitenden Anlagen der Lebens- oder Futtermittelindustrie.
Mittelfristig wird die gesamte Region zu einem Reallabor „BioökonomieREVIER“ mit integrierten Agrobusiness/Bioökonomie-Systemen im Dreieck Wirtschaft-Wissenschaft-Ausbildung. Zudem werden wertschöpfende Zwischenbewirtschaftungen der Tagebau-Brachflächen etabliert (z.B. non-food Produkte). Diese bilden dann auch die Grundlage für chemische Produkte (z.B. Baumaterialen, Dämm- oder Schmierstoffe, Basischemikalien), die regional genutzt werden und wertschöpfende technologische Fortschritte ermöglichen. Daraus werden Business Cases entwickelt, die regional Wertschöpfung erzielen. Durch die integrierte, an den Bedarfen der Bioökonomie orientierte Aus- und Fortbildung (z. B. berufsbegleitende Zertifikatskurse) der Arbeitskräfte entsteht eine attraktive Zukunftsperspektive von Leben und Arbeiten in einer lebenswerten und attraktiven Landschaft.

Kurz- und mittelfristige Ziele für ressourceneffizientes Bauen und Kreislaufwirtschaft
Kurzfristig sind im Themenfeld Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft im Bauwesen Vernetzungsaktivitäten aller Akteure entlang der relevanten Wertschöpfungsketten erforderlich, die bereits durch einige Projekte initiiert wurden. Außerdem ist kurzfristig ein Ermessensspielraum für baubehördliche sowie baugesetzliche Entscheidungen und Festsetzungen im Rheinischen Revier zu definieren, der regionale Reallabore zur Erprobung besonders ressourceneffizienter und kreislaufgerechter Baustoffe, Produkte und Konstruktionen ermöglicht.
Kurzfristig sinnvoll ist ein Screening aktuell initiierter und geplanter Projekte. Beispiele sind hier die Bauvorhaben geplanter Innovation-Hubs, wie der Brainergy Park in Jülich, Bauvorhaben des Forschungszentrums Jülich, des Campus Aldenhoven, beim RWTH Campus am Westbahnhof in Aachen, dem Campus Rhein-Erft der TH Köln oder bei der Klimahülle im Wissenschafts- und Gewerbepark :terra nova.
Ebenfalls kurzfristig sollten Anreize zum ressourceneffizienten und kreislaufgerechten Bauen auf allen Ebenen geschaffen werden sowie der Bausektor der öffentlichen Hand für Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft mobilisiert werden.
Mittelfristig können dann erste innovative, ressourceneffiziente und kreislaufgerechte Bauprodukte, Bauteile oder Konstruktionen Marktreife erlangen. Die ressourceneffizienten und kreislaufgerecht umgesetzten Leuchtturmbauten der „Innovation Hubs“ strahlen weit über das Revier hinaus und künden von der erfolgreichen Ressourcenwende beim Bau im Rheinischen Revier.

Langfristige Ziele des Revierknotens insgesamt
Langfristig verschmelzen die verschiedenen Bereiche des Revierknotens als integrale Elemente der Modellregion für nachhaltiges Wirtschaften miteinander und verknüpfen sich mit den Themenfeldern der anderen Revierknoten. Die Region nimmt aktiv ihre Modellrolle ein. Sie hat das Ziel, Motor der Transformation hin zu nachhaltiger Wirtschaft zu werden.