Eine lebenswerte und attraktive Region entsteht

Strategie
Zunächst sollen verschiedene Szenarien der künftigen räumlichen Entwicklung herausgearbeitet werden. Bei diesen Aussagen müssen auch die sich stets dynamisch verändernden räumlichen und thematischen Beziehungen Berücksichtigung finden. Daraus folgende Konsequenzen sind hinsichtlich notwendiger Infrastrukturen und weiterer Aspekte kontinuierlich zu diskutieren. Die Raumstrategie ist kein fixer Plan. Vielmehr ist es eine sich in den kommenden Jahren dynamisch weiter entwickelnde Leitschiene für die regionale Entwicklung des Reviers, die an Schärfe gewinnt, je konkreter Projektideen im Zuge des Strukturwandels vorangetrieben werden. Dazu wird der Raumstrategieprozess die unterschiedlichen Akteure kontinuierlich an der dynamischen Weiterentwicklung des Raumbildes beteiligen.
Ein erfolgreicher Entwicklungsprozess wird durch folgende Leitgedanken gerahmt:

  • die spezifischen Begabungen, Herausforderungen und Chancen der Region nutzen
  • ein in sich konsistentes Prozessdesign für die räumliche Entwicklung aufstellen
  • eine räumliche und zeitliche Synchronisierung von Vorhaben und Projekten erreichen und
  • einen breit angelegten und zielführenden Prozess der Beteiligung organisieren

Handlungsfelder
Für die Arbeit des Revierknotens Raum ergeben sich folgende Handlungsfelder:

  • Raumanalyse und Monitoring
  • Siedlungsentwicklung
  • Wirtschafts- und Gewerbeflächenentwicklung
  • Freiraumentwicklung und -nutzung
  • Sicherung von Qualität, Innovation und Transfer
  • Polyzentrische Raumentwicklung

Ziele
Der Revierknoten Raum will den Strukturwandel im Rheinischen Revier so gestalten, dass eine lebenswerte und attraktive Region entsteht. Diese Region soll den Menschen wirtschaftliche, ökologische, soziale und kulturelle Rahmenbedingungen für ein gutes Leben bieten. Durch den gemeinsam bewältigten Strukturwandel soll sich eine revierweite Identität bilden. Das Rheinische Revier soll ein Modell für den gelungenen Umbau einer ehemaligen Kohleregion werden – ein Vorbild auch für andere Kohleregionen in Europa.
Diese Ziele können nur erreicht werden, wenn die großen Herausforderungen als eine gemeinsame Aufgabe angesehen werden. Dazu ist jetzt ein Prozess zu gestalten, der in folgerichtigen und aufeinander aufbauenden Schritten in eine nachhaltige Entwicklung mündet sowie die räumlich verschiedenen Geschwindigkeiten des Ausstiegs aus dem Braunkohleabbau mit aufnimmt. Das Prozessdesign muss den Rahmen bieten, damit die Qualitäts- und Gestaltungsansprüche eingelöst werden können. Dafür muss man Kriterien definieren. Es ist auch ein Monitoring in Abstimmung mit den Kommunen und der Regionalplanung einzusetzen. Die erforderlichen Planungsverfahren sollen zudem beschleunigt werden.
Der Wandel zum nachhaltigen Rheinischen Zukunftsrevier muss höchsten gestalterischen Ambitionen und Qualitätsansprüchen für alle Generationen und für die Umwelt gerecht werden.
Kurzfristig müssen vorgesehene Projekte für eine Umsetzung qualifiziert werden, die der übergeordneten Raumperspektive der Region gerecht werden.
Jedes einzelne Projekt muss dabei mindestens drei Anforderungen erfüllen.

Es muss:
1. höchste städtebauliche, freiraumplanerische, inhaltliche und architektonische Qualitätsansprüche erreichen, soweit in Bezug auf das beantragte Projekt sinnvoll,
2. eine Impulswirkung für sein räumliches Umfeld entfalten,
3. einen Beitrag im Sinne der Innovation für den modellhaften nachhaltigen Umbau der Region liefern.