Leuchttürme des Strukturwandels entwickeln

Die Arbeit des Revierknotens
Die Arbeit im Revierknoten dient dazu, das Konzept für die IBTA im Hinblick auf die Ziele, Inhalte, Ambitionen und Qualitätsansprüche, die Vorgehensweise, das Management sowie die Kommunikation und Präsentation der IBTA so auszuformulieren, dass – voraussichtlich im Jahr 2022 – eine belastbare Entscheidung zur Durchführung der IBTA getroffen werden kann.
Ziel ist es, das Rheinische Revier zu einer zukunftsfähigen und innovativen Industrie- und Wirtschaftsregion, zu einem attraktiven Wohnstandort, Arbeits- und Lebensraum sowie zu einer multifunktionalen Tagebaufolgelandschaft zu entwickeln. Dies soll durch modellhafte Konzepte, Projekte und Kooperationen gelingen.
Die Umsetzung von hochambitionierten Next-Practice-Projekten steht im Mittelpunkt der IBTA. Sie werden zu Meilensteinen im IBTA-Prozess und sollen im Rahmen von Veranstaltungen mit EXPO-Charakter präsentiert werden.

Themen
Mögliche Themen im Rahmen der IBTA sind

  • innovative Arbeitsstandorte
  • Dorf- und Quartiersentwicklungen
  • die Konversion von Standorten und Infrastrukturen hin zu Arbeitsstandorten der Zukunft
  • die Erprobung und Erfahrbarmachung innovativer Technologien der Energieversorgung, der Digitalisierung, von KI, Automatisierung etc.
  • die Gestaltung der landschaftsräumlichen Transformation hin zu multifunktionalen klimaresilienten Landschaften mit neuen Wertschöpfungspotenzialen in einer Energielandschaft und Landwirtschaft der Zukunft
  • die Erprobung einer Verkehrs- und Mobilitätsinfrastruktur der Zukunft sowie
  • die Anwendung experimenteller Planungsinstrumente/-werkzeuge zur Umsetzung innovativer Projekte.

Die nächsten Schritte
Das Konzept zur IBTA wird bis zum Frühjahr 2022 in einem gestuften Beteiligungsprozess mit den Fachakteuren aus der Region sowie externen IBA-Fachexpertinnen und -experten gemeinsam entwickelt. Ein Arbeitskreis regionaler Fachakteure wird den Erarbeitungsprozess eng begleiten. Alle weiteren relevanten regionalen Akteure und Interessierte werden über Regionalforen beteiligt, die ab 2020 jährlich stattfinden. Die relevanten Ministerien und Landesbehörden tauschen sich in Arbeitsgesprächen regelmäßig aus. Externe IBA-Fachexperten bringen sich u. a. in Workshops und Revierbereisungen in den Prozess ein.
Zunächst wird ein IBTA-Memorandum erarbeitet, das in regelmäßigen Abständen aktualisiert und fortgeschrieben wird. Darin werden u. a. die Ambition und Qualitätsziele der IBTA sowie inhaltlich-qualitative Themenlinien beschrieben und Auswahl- und Qualifizierungsmechanismen für Projekte definiert. Parallel erfolgt im Revierknoten „Raum“ die Entwicklung eines ambitionierten Raumbildes. Hierfür formuliert man aus Sicht der IBTA Anforderungen an die Zielsetzung, die Vorgehensweise zur Erstellung des Raumbildes und die Ergebnisse.
Daneben werden bestehende Projekte bei der Qualifizierung begleitet, um eine spätere Integration in den Prozess zur IBTA zu ermöglichen. Zudem werden Projektaufrufe und -auswahlverfahren zur Findung neuer Projekte entwickelt.
Im Zuge der Konzeptentwicklung werden nicht zuletzt Ideen für die Präsentation der IBTA erarbeitet.

Die Qualitätssicherung
Wichtig für den Gesamtprozess ist eine gute Qualitätssicherung. Es besteht ein enges Zusammen- und Wechselspiel zwischen dem Raumbild, dem Memorandum, den Projektaufrufen und den Projekten. Daher spielen eine intensive, fachliche Steuerung des Gesamtprozesses sowie eine Begleitung der Projektqualifizierung eine Schlüsselrolle. Auch in der Phase der Umsetzung müssen die Projekte eng begleitet werden.