Das Industrierevier der Zukunft

Strategie
Folgende strategische Ansätze müssen übergreifend im Rahmen aller Revierknoten-Aktivitäten umgesetzt werden:
•    Der Transformationsprozess sollte auf aktuellen Stärken der Region aufbauen und an Schlüsselstellen um Wertschöpfungsnetze ergänzt und erweitert werden.
•    Die Zusammenarbeit zwischen neuen und bestehenden Forschungseinrichtungen der Region entlang der Innovationspipeline ist zu fördern.
•    Das sogenannte »valley of death« von der Invention zur Innovation muss überbrückt werden.
•    Themenspezifische Kompetenzzentren und Reallabore zu Profilthemen werden an ausgezeichneten Orten in der Region aufgebaut. Mittelfristig könnte man diese themenspezifischen Kompetenzzentren unter einem Dach als »Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz« zusammenfassen.
•    Der Revierknoten Industrie stimmt sich eng mit den anderen Revierknoten ab. Alle Akteure in der Region (Wirtschaft, Landwirtschaft, Wissenschaft, Region, Öffentlichkeit/Medien und organisierte Zivilgesellschaft) müssen integriert werden, um eine abgestimmte, nicht notwendigerweise einvernehmliche Entwicklung der Region Rheinisches Revier zu ermöglichen.

Handlungsfelder
Aus der Strategie werden sechs Handlungsfelder abgeleitet:
1. Industriepolitische Rahmenbedingungen
2. Digitalisierung von Produktion und Produkten
3. Gezielte Entwicklung von Wertschöpfungsnetzen
4. Querschnittstechnologien und Technologiescouting
5. Neue Wertschöpfungsfelder und treibhausgasneutrale Produktion
6. Unterstützung teilräumlicher Industriekonzepte

Ziele
Kurzfristig
•    Das Revier wird im Strukturwandel unterstützt. Neben den Herausforderungen entstehen auch wirtschaftliche Chancen und neue Technologien für die Weiterentwicklung von Geschäftsmodellen. Hierfür müssen anwendungsnahe Demonstrationsprojekte angestoßen und umgesetzt werden. Diese sollten zügig Wirkung zeigen und geeignet sein, sie an eine breite Öffentlichkeit zu kommunizieren.
•    Gleichzeitig sollten Projekte initiiert werden, mit denen sich die Menschen im Rheinischen Revier identifizieren können und die einen hohen innovativen Mehrwert aufweisen.
Mittelfristig
•    Bestehende starke industrielle Kerne im Rheinischen Revier, die in schlagkräftige bestehende Wertschöpfungsnetze integriert sind, haben begonnen, neue Geschäftsfelder zu besetzen. Die Innovationskraft der etablierten Unternehmen gehört bundesweit zu den höchsten.
•    Neue innovative Industrieunternehmen werden entlang verwandter Branchen zur Diversifizierung entwickelt.
Langfristig
•    Die Weiterentwicklung der Industrie in zukunftsfähige, nachhaltige Wertschöpfungsfelder ist gelungen. Das Rheinische Revier bildet eines der erfolgreichsten industriellen Innovationsysteme in Deutschland ab, in dem so-wohl kleine als auch große Unternehmen in Kooperationsnetzwerken mit Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen zusammenarbeiten.
•    Im und um das Rheinische Revier arbeitet eine innovationsstarke, emissionsarme und ressourcenschonende Industrie, die auf neuesten klimagerechten Technologien basiert, auf digitale Geschäftsmodelle setzt und damit als Rollenvorbild für eine europäische Industriestrategie dient.
•    Das Rheinische Revier bietet gut bezahlte industrielle Arbeits- und Ausbildungsplätze für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit unterschiedlichen Qualifikationsniveaus.