Strukturwandel Rheinisches Revier: Bereits über 500 geförderte Projekte
An 22 Leuchtturmstandorten kumulieren sich herausgehobene Förderprojekte, Forschungsaktivitäten, Infrastrukturentwicklung und unternehmerische Initiative. Von diesen Aktivitäten gehen bereits heute wichtige Impulswirkungen für die regionalökonomische Entwicklung der gesamten Region aus.
Auf 70 strukturwandelrelevanten Gewerbeflächen und darüber hinaus entstehen in den nächsten Jahren über 20.000 neue Arbeitsplätze. Damit steht fest: Es wird keinen Strukturbruch geben. Im Gegenteil: Bereits heute ist erkennbar, dass die sich beschleunigende wirtschaftliche Dynamik die wegfallenden Arbeitsplätze und die ausfallende Wertschöpfung aus der Braunkohleerzeugung mehr als ausgleichen wird.
Hierfür stehen Projekte, die mittel- und langfristig darauf ausgerichtet sind, sowohl die Wettbewerbsfähigkeit der ansässigen Unternehmen zu steigern, als auch neue Investitionen anzuziehen. Beispiele hierfür sind die Modellfabrik Papier in Düren, die Textilfabrik 7.0 in Mönchengladbach, das Production Launch Center in Merzbrück, das Zentrum für vertikale Mobilität in Aldenhoven, das Center für digital vernetzte Produktion in Aachen, das Innovation-Center with Nature im Rhein-Erft-Kreis, der Digitalstandort am Kraftwerk Frimmersdorf in Grevenbroich und viele mehr. Bei all diesen Vorhaben handelt es sich um Projekte, in die jeweils hohe Millionenbeträge an Fördergeldern aus der Strukturstärkung fließen.
Im Umfeld der drei Tagebaue werden nicht nur neue Landschaftsbilder entworfen, sondern auch erste bauliche Projekte umgesetzt; städtebauliche Umgestaltungen an ehemaligen Standorten der Braunkohlegewinnung und -verstromung sind auf dem Weg. Zahlreiche Vorhaben zur Verbesserung der Infrastruktur, etwa durch den Aus- und Neubau von Bahnstrecken oder die Verknüpfung von verschiedenen Verkehrsträgern werden nicht nur die Lebensverhältnisse spürbar verbessern, sondern steigern auch die Attraktivität des Rheinischen Reviers für Unternehmen und Neubürger. Hohe Investitionen in Aus- und Weiterbildungszentren, etwa an den Standorten Neuss, Kerpen, Düren, Euskirchen und Aachen sorgen künftig dafür, dass das Rheinische Revier auf die neuen Anforderungen der Berufswelt gut vorbereitet ist.
Diese Beispiele zeigen: Der Strukturwandel im Rheinischen Revier ist ganzheitlich angelegt, er umfasst alle Bereiche des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens sowie der Siedlungs- und Landschaftsentwicklung in der Region. Die Aktivitäten basieren allesamt auf der Initiative der Kommunen, der Unternehmen, der Wissenschaft und der Menschen in der Region. Sie ergreifen mit den Projekten die Chancen, die sich aus der finanziellen Unterstützung durch Land und Bund ergeben und gestalten die neue Zukunft des Rheinischen Reviers aktiv mit.
Bodo Middeldorf,
Geschäftsführer Zukunftsagentur Rheinisches Revier GmbH