Förderung für energetische Sanierung der ehemaligen Grundschule
14.4.2026: Hier gingen mal Kinder zur Schule, hingen bunte Bilder an der Wand und hallten Stimmen durch die Gänge. Doch das ist über 10 Jahre her. Schon bald soll wieder Leben in das 984 Quadratmeter große Gebäude einkehren. Die Stadt Heinsberg bekommt im Rahmen des Programms „REVIER.GESTALTEN – energetische Sanierung kommunaler Gebäude“ eine Förderung von 2.018.102,84 Euro, was 95% der anerkannten Ausgaben entspricht. Damit soll die ehemalige Grundschule in Heinsberg-Unterbruch renoviert werden, so dass hier bald wieder Kinder einziehen können. Die untere Etage wird zur KiTa für rund 40 junge Menschen. Die obere Etage soll Vereinen als Begegnungsstätte zur Verfügung gestellt werden.
Deutliche Reduzierung des Energieverbrauchs
Mit dem Zuwendungsbescheid können nun die nächsten Schritte erfolgen und die Konkretisierung der Planung und Beschlussvorlage an die zuständigen politischen Gremien. Der Umbau und die energetische Sanierung müssen bis spätestens zum 31. Dezember 2029 abgeschlossen sein.
„Aus Unterbrucher Sicht begrüßen wir die Förderung und die damit verbundene sinnvolle Nachnutzung des Gebäudes. Das Gebäude gehört für viele Bürgerinnen und Bürger zum Ortskern von Unterbruch“, erörtert Ortsvorsteher Heinz-Willi Marx.
„Mit dieser Förderung und den geplanten Maßnahmen wird nicht nur die Nutzung des ehemaligen Schulgebäudes neugestaltet, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur Reduzierung des Energieverbrauchs und zur Verbesserung der CO2-Bilanz geleistet“, betont Bürgermeister Kai Louis.
Zehn Jahre mehr oder weniger Leerstand
Vor zehn Jahren beschloss der Rat der Stadt Heinsberg, die Grundschule an der Anton-Lövenich-Straße 6 in Heinsberg-Unterbruch zu schließen. Seitdem stand das Gebäude größtenteils leer, wurde jedoch zwischenzeitlich für verschiedene gemeinnützige Zwecke genutzt. Im Jahr 2022 diente das Gebäude vorübergehend als Unterkunft für Geflüchtete aus der Ukraine.
Mittlerweile hat sich der hinter dem Gebäude liegende Schulhof wieder zu einem Treffpunkt entwickelt. Kinder und Jugendliche spielen dort Basketball, nutzen die Tischtennisplatten oder treffen sich, sitzen zusammen und erzählen.
Schon seit Langem wurde seitens der Stadt kontinuierlich überlegt, wie eine sinnvolle Nutzung des Gebäudes langfristig gesichert werden könnte. Eine zentrale Voraussetzung war stets, dass eine grundlegende energetische Sanierung notwendig ist, um das Gebäude effizient und nachhaltig betreiben zu können.
In jüngster Zeit konkretisierte sich die Idee, das Erdgeschoss für eine Kinderbetreuungseinrichtung zu nutzen und im Obergeschoss Räumlichkeiten für die Vereine und Jugendlichen des Ortes zu schaffen. Ein Architekturbüro wurde beauftragt, ein erstes Konzept für die Machbarkeit des Umbaus sowie eine die Planung für eine energetische Sanierung zu entwickeln. Gleichzeitig wurde eine erste Kostenschätzung erstellt.
Voraussetzung für eine Förderung: Mindestens 50% Energieeinsparung
Das Förderprogramm „Energetische Sanierung kommunaler Gebäude“ wurde im April 2025 durch das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie der Landes NRW aufgelegt. Voraussetzung für die Förderung ist, dass mit der Sanierung eine Energieeinsparung von mindestens 50 Prozent der Primärenergie einhergeht.
Insgesamt stehen für das Programm 100 Millionen Euro zur Verfügung. Antragstellungen sind bis zum 31.06.2026 möglich.
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