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"Starke Projekte für ein attraktives Lebensumfeld im Rheinischen Revier", Veranstaltung am 01. Juni 2026

Starke Projekte für ein attraktives Lebensumfeld im Rheinischen Revier

01. Juni 2026

Wie Menschen wohnen, sich bewegen und ihre Freizeit verbringen, entscheidet mit darüber, ob Regionen auch künftig attraktiv für Familien, Fachkräfte und Unternehmen bleiben. Im Rheinischen Revier entstehen dafür zahlreiche Projekte: entsiegelte Flächen, neue Grünräume, naturnahe Erholungsorte und Orte für bürgerschaftliches Engagement. Bei der Veranstaltung „Lebenswertes Umfeld – Kommunale Projekte für ein attraktives Rheinisches Revier“ wurden beispielhafte Vorhaben aus der Region vorgestellt.

Im Kulturhof Knechtsteden kamen rund 140 Gäste aus Kommunen, Verbänden, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen. Im Mittelpunkt standen Projekte der Bundes- und Landesförderung, die den Strukturwandel im Rheinischen Revier im Alltag sichtbar gestalten und die Lebensqualität vor Ort stärken.

Dazu gehören unter anderem neue Gründächer am Borussia-Park in Mönchengladbach in Verbindung mit Umweltbildung, die Regenwasser speichern und zur Kühlung beitragen, der Bürgerpark in Neuss als neuer Raum für naturnahe Erholung sowie Renaturierungsprojekte im Geilenkirchener Wurmtal und im Kreis Heinsberg. Der NABU NRW baut zudem ein Bürgerzentrum für nachhaltige Entwicklung auf und stärkt damit Beteiligung und Engagement im Strukturwandel.

Der Strukturwandel bietet die Chance, das Rheinische Revier als lebenswerte, klimaangepasste und widerstandsfähige Region weiterzuentwickeln. Attraktive öffentliche Räume, mehr Grün, klimaresiliente Infrastruktur und aktive Beteiligung vor Ort leisten dazu einen wichtigen Beitrag. Im Verfahren sind derzeit über 200 Projekte mit einem Fördervolumen von knapp einer Milliarde Euro, die gemeinsam zu einem attraktiven und lebenswerten Revier beitragen und damit sowohl ein entscheidender Standortfaktor für die Ansiedlung von Fachkräften und Unternehmen sind als auch dazu beitragen, dass sich die Menschen vor Ort in ihrer Heimat zu Hause und wohlfühlen.

Hierfür werden jetzt resiliente Strukturen aufgebaut mit den Zielen einer Modellregion für Klimaanpassung, einem vernetzten Ökosystemverbund, einem Mobilitätsrevier der Zukunft und einer aktiven Bürgerschaft.

Die Veranstaltung bot neben Fachbeiträgen auch eine Projektmesse mit Informationen zu Fördermöglichkeiten und konkreten Strukturwandelprojekten. Teilnehmende konnten mit Projektträgerinnen und Projektträgern sowie Verantwortlichen der Förderprogramme ins Gespräch kommen.

Eine intakte Umwelt und ein gutes Miteinander - Das Bundesförderprogramm KoMoNa 

Mit KoMoNa unterstützt das Bundesumweltministerium die Menschen im Rheinischen Revier bereits mit einer Fördersumme von rund 37 Millionen Euro dabei, den nachhaltigen Strukturwandel aktiv mitzugestalten. Dies erfolgt in 42 „Kommunalen Modellvorhaben zur Umsetzung der ökologischen Nachhaltigkeitsziele in Strukturwandelregionen“ (KoMoNa).

Aktuell bis zum 8. September 2026 können sich Kommunen, Vereine, Stiftungen, Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und andere Akteurinnen und Akteure aus den drei Kohlerevieren zum vierten Mal mit ihren Projektskizzen für weitere Modellvorhaben bewerben. Das inhaltliche Spektrum und die Ziele der KoMoNa-Vorhaben sind dabei vielfältig, auch die Förderung von Personalstellen ist möglich.

Carsten Schneider, Bundesumweltminister: „Eine gesunde Umwelt und hohe Lebensqualität machen eine Region attraktiv – für Familien mit kleinen Kindern bis hin zu Unternehmen, die damit Fachkräfte anziehen können. Saubere Luft, mehr Grün in der Stadt, eine lebendige Natur mit vielfältigen Tieren und Pflanzen, Bildung für Nachhaltigkeit: All das steigert die Lebensqualität und schafft Orte, an denen junge und alte Menschen sich gemeinsam erholen und Kraft tanken können. Hier setzen wir mit unserem Förderprogramm KoMoNa an und unterstützen das Rheinische Revier beim nachhaltigen Strukturwandel, indem wir natürliche Infrastrukturen, sozialen Zusammenhalt und wirtschaftliche Standort-Attraktivität zusammenbringen“.

Auch das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt den Strukturwandel im Rheinischen Revier mit verschiedenen Förderangeboten – etwa für klimaresiliente Stadtentwicklung, wassersensible Infrastruktur und den Aufbau vernetzter Ökosysteme.

Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen: „Der Strukturwandel im Rheinischen Revier wird für die Menschen in der Region bald greifbar. Neue Grünflächen, kühle Plätze, mehr Natur und lebendige Ortszentren machen Städte und Gemeinden lebenswerter. Sie helfen gegen Hitze, schaffen Orte für Begegnung und stärken das Revier als Zukunfts-Region.“

14,8 Milliarden Euro für die Transformation im Rheinischen Revier

Für die nachhaltige Transformation des Rheinischen Reviers bis 2038 stehen mehr als 14,8 Milliarden Euro aus Bundes- und Landesmitteln zur Verfügung, über 600 Projekte unterschiedlichster Art wurden im Rahmen des Strukturwandels im Rheinischen Revier bereits gefördert und angestoßen. 

Bodo Middeldorf, Geschäftsführer Zukunftsagentur Rheinisches Revier: „Die Schaffung neuer Arbeitsplätze, eine resiliente Energieversorgung und vor allem, die Schaffung eines lebenswerten Umfeldes – das sind unsere obersten Ziele im Strukturwandel. Bis heute sind bereits 2,97 Milliarden Euro in die rund 600 Strukturwandelprojekte in der Region geflossen. Alles Projekte, die dafür sorgen sollen, dass die 2,4 Millionen Menschen im Rheinisches Revier gerne hier leben und arbeiten und der Strukturwandel ohne Strukturbruch geschieht.“