Prof. Dr. Dieter Moormann, RWTH Rektor Prof. Dr. Ulrich Rüdiger, Wirtschaftsministerin Mona Neubaur und Umweltminister Oliver Krischer
© MWIKE

Zukunft der Mobilität: 31,3 Millionen Euro für den Aufbau des Center for Vertical Mobility in Aldenhoven

19. März 2026

Drohnen, die Medikamente transportieren, Blutproben ins Labor bringen oder medizinisches Personal schnell zum Einsatzort fliegen: Was lange nach Zukunftsmusik klang, könnte in Aldenhoven schon bald Realität werden. Mit dem „Center for Vertical Mobility“ (CVM) entsteht hier auf rund vier Hektar eine moderne Forschungs- und Testinfrastruktur für senkrecht startende Drohnen und Lufttaxis. Im Mittelpunkt stehen konkrete Anwendungen mit direktem Nutzen für den Alltag. Die Technologien ermöglichen schnelle, flexible und klimafreundliche Transporte, insbesondere in medizinischen Notfällen. 

Das CVM ist eines der 19 Ankerprojekte im Rheinischen Revier und soll den Strukturwandel der Region maßgeblich vorantreiben. Auf dem Gelände sind unter anderem ein Operationscenter, ein Hangar, eine Prüfhalle sowie ein sogenannter VertiPort geplant, der Start- und Landevorgänge ohne klassische Rollfelder ermöglicht. Erste Test- und Forschungsaktivitäten sollen bereits Ende 2026 mithilfe modularer Pop-up-Infrastruktur beginnen.

Förderbescheid und starke Impulse für den Strukturwandel

Für den Aufbau der Wissenschaftsinfrastruktur erhält das Projekt eine Förderung in Höhe von 31,3 Millionen Euro durch Bund und Land. Die Umsetzung erfolgt durch die RWTH Aachen Universität. Zur Übergabe des Förderbescheids und zum Spatenstich kamen Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur sowie Verkehrsminister Oliver Krischer ins Rheinische Revier.

Ministerin Neubaur betonte die Bedeutung des Projekts für die Region:
„Mit Projekten wie diesem ermöglichen wir eine gute Zukunft für das Rheinische Revier. Mit dem Center for Vertical Mobility wird der Wandel der Region exemplarisch greifbar: vom traditionsreichen Energie- und Industriestandort hin zu neuer wirtschaftlicher Stärke aus Innovation und Nachhaltigkeit. Hier wird an der Mobilität von morgen geforscht, die das Leben vieler Menschen besser machen wird. Eine wichtige Zukunftsinvestition, die auch die wirtschaftliche Entwicklung im Rheinischen Revier stärkt: An diesem Innovationshotspot entstehen hochwertige Arbeitsplätze in Forschung, Ingenieurwesen, Testbetrieb und Datenanalyse. Hier eröffnen sich für kleine und mittlere Unternehme und Start-ups wichtige Chancen für Kooperation und Wachstum. So geht Strukturwandel!“

Auch Verkehrsminister Krischer hob den konkreten Nutzen der Forschung hervor:
„Forschung wird dann relevant, wenn sie den Alltag der Menschen verbessert. Neue Anwendungen mit Drohnen können dabei helfen, lebenswichtige Güter im Notfall schneller an einen Ort zu bringen. Das Center for Vertical Mobility stärkt damit nicht nur den Forschungsstandort Nordrhein-Westfalen, sondern arbeitet an konkreten Lösungen mit praktischem Nutzen.“

Mit dem Center for Vertical Mobility entsteht somit nicht nur ein Innovationsstandort mit internationaler Strahlkraft, sondern auch ein wichtiger Impulsgeber für neue Kooperationen und nachhaltiges Wachstum im Rheinischen Revier.