© Thomas Kirschmeier

Vom Tagebau zur Zukunftslandschaft: Spatenstich für die Rheinwassertransportleitung

19. März 2026

Mit dem offiziellen Spatenstich für die Rheinwassertransportleitung nimmt der Wandel im Rheinischen Revier weiter konkrete Formen an. Das Projekt schafft eine zentrale Grundlage für die Zeit nach der Braunkohle: Wasser wird zum Schlüssel, um neue Lebensräume, wirtschaftliche Perspektiven und regionale Identität zu entwickeln.

Die Dimensionen des Projekts sind beeindruckend: Fast 10.000 beschichtete Stahlrohre mit jeweils einem Durchmesser von ca. 2,20 Meter, eine Trassenlänge von 45 Kilometern, dazu vier Bauwerke, ganz viel Erdbewegungen und vier Jahre Bauzeit. Ab 2030 soll die Befüllung des Tagebaus Hambach mit Rheinwasser beginnen. 

Der erste, rund sieben Kilometer lange Bauabschnitt verläuft entlang des „Speedways“ und wird auch die Erft unterqueren. In Dormagen-Reinfeld finden parallel bereits vorbereitende Maßnahmen für den Bau des Pumpbauwerks statt. Bei Grevenbroich-Allrath wird zudem ein Verteilbauwerk entstehen, in Elsdorf schließlich das Auslauf- und Einleitbauwerk.

Neue Lebensräume und wirtschaftliche Chancen

„Das neue Seenland, welches hier entsteht, wird vielfältige Lebensräume für Fauna und Flora schaffen sowie attraktive Chancen für Freizeit, Tourismus und Arbeitsplätze“, erläuterte Dr. Lars Kulik, Vorstandsmitglied Braunkohle der RWE Power AG, im Rahmen einer kleinen Feierstunde an der Kante des Tagebaus nahe Elsdorf. Andreas Heller, Bürgermeister der Stadt Elsdorf, nannte die Rheinwassertransportleitung ein Schlüsselprojekt, welches zeige, dass der Wandel im Rheinischen Revier Realität werde.

Mit dem Spatenstich beginnt nun die konkrete Umsetzung der künftigen Landschaftsgestaltung der Abbaugebiete und eines seit Jahrzehnten geplanten Vorhabens im Rheinischen Revier.