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Vom Schlachthof zum Innovationsstandort für Unternehmen

20. November 2025

Das Innovations- und Gewerbezentrum Eschweiler erhält einen Förderbescheid über 4,6 Millionen Euro

An der Indestrasse in Eschweiler befindet sich ein 11.000 Quadratmeter großes Gelände. Früher war hier mal ein Schlachthof. Seit 2018 liegt die Fläche brach. Schon bald aber entsteht hier ein spannendes Projekt im Rheinischen Revier: Das Innovations- und Gewerbezentrum Eschweiler (IGZ). 

Der Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, Oliver Krischer, überreichte am Donnerstag dem neuem Bürgermeister Patrick Nowicki einen Förderbescheid über 4,6 Millionen Euro. Bis Ende nächsten Jahres soll damit die Planungsreife des IGZ hergestellt werden. 

Die kalkulierten Gesamtkosten belaufen sich auf circa 50 Mio. Euro. Die Fertigstellung des Bauvorhabens ist derzeit für Ende 2029 geplant.

„Wir können Strukturwandel. Das haben wir hier in Eschweiler in unserer DNA,“ betonte Bürgermeister Nowicki, „und deshalb nutzen wir die große Chance, die uns Land und Bund geben, dieses Zukunftsprojekt zu realisieren.“

Transfer zwischen Theorie und Praxis

In dem Innovations- und Gewerbezentrum Eschweiler sollen sich vor allem junge Unternehmen ansiedeln und moderne Geschäftsmodelle sowie Formen der Zusammenarbeit gelebt werden. Hier befinden sich wissenschaftlichen Forschungs- und Entwicklungsstätten in neuen Büro- und Laborgebäuden in direkter Nachbarschaft mit Werkhallen und Werkstätten.

Dabei spielen Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung eine große Rolle. Es gibt beispielsweise konkrete Überlegungen, den alten Gebäudebestand des ehemaligen Schlachthofes zu sanieren und in den Mittelpunkt des Zentrums zu setzen. Darüber hinaus wird derzeit geprüft, ob wiederverwendbare Baustoffe und -teile aus für den Abriss vorgesehenen Bestandsgebäuden der städtischen Wiederaufbauprojekte verwertet werden können. Auch über alternative Energiequellen, wie z.B. Abwasserwärme denkt das Architektenbüro asp gemeinsam mit der viscon GmbH als Projektsteuerer nach.

Kreislaufgerechtes Bauen und Ressourcenschonung

Bausubstanz erhalten, nicht platt machen! „So soll es sein“, bestärkte Minister Krischer. „Ich freue mich schon auf den Spatenstich.“ Der wird voraussichtlich Mitte bis Ende nächsten Jahres stattfinden. 

Das, was hier in Eschweiler auf dem Gelände des ehemaligen Schlachthofes entsteht, bündelt wie kaum ein anderes Projekt die Kompetenzen bei der Entwicklung kreislaufgerechter Produkte und Verfahren – ein wesentlicher Baustein des Strukturwandels im Rheinischen Revier.