© Gemeinde Inden / Jenö Gellinek

Sichtachse Gut Müllenark: Neue Grünachse verbindet Geschichte und Zukunft

28. September 2026

In Schophoven entsteht mit der Sichtachse Gut Müllenark ein neuer, parkähnlicher Grünraum, der das denkmalgeschützte Gut Müllenark mit der künftigen Seekante des Indesees verbinden wird. Die Grünachse ist ein zentraler Baustein der städtebaulichen Entwicklung Schophovens als „Ort der Zukunft“ und Teil der künftigen Erholungslandschaft rund um den Indesee.

Geplant sind Wege, Rasen- und Wiesenbänder, Plätze zum Verweilen und Begegnen sowie ein Aktiv-Ort mit frei zugänglichen Fitnessgeräten. Elemente zur Kohleförderung sollen entlang der Promenade an die Geschichte Schophovens erinnern. Zwischen der Schlichstraße und der künftigen Seekante ist zunächst eine Übergangsgestaltung vorgesehen. In den 2030er-Jahren sollen dort die Uferzonen im Hinblick auf den steigenden Wasserspiegel des Indesees und die künftige Marina ausgearbeitet werden.

Grundlage ist der Siegerentwurf des freiraumplanerischen Wettbewerbs 2023 von Treibhaus Landschaftsarchitektur aus Hamburg. Auch die Ideen der Bürgerinnen und Bürger aus Schophoven flossen über Workshops, Begehungen und die Wettbewerbsjurierung in die Planung ein.

Die Gesamtkosten betragen rund 4,5 Millionen Euro. Bund und Land fördern das Projekt mit 97,5 Prozent im Rahmen der Strukturwandel-Förderung. Die Gemeinde Inden trägt einen Eigenanteil von 2,5 Prozent. Der erste Bauabschnitt soll bis September 2027 weitgehend fertiggestellt werden.

Spatenstich für die neue Grünachse

Am Freitag, 25. September 2026, wurde mit einem offiziellen Spatenstich der Start der Umsetzung gefeiert. 

„Die Sichtachse Gut Müllenark ist für Schophoven weit mehr als ein Grünprojekt. Sie ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass der Strukturwandel vor Ort ankommt“, sagt Bürgermeister Stefan Pfennings. „Hier verbinden sich die Geschichte unseres Ortes, die Erfahrungen mit dem Tagebau und die Perspektive auf den künftigen Indesee. Für die Menschen in Schophoven entsteht ein neuer Freiraum, der Identität stiftet, Lebensqualität schafft und den Blick nach vorn öffnet.“

Auch Janika Ketzler, Projektmanagerin in der Stabsstelle Strukturwandel der Gemeinde Inden, betont die Verbindung von Vergangenheit und Zukunft: „Schophoven soll sich nicht nur baulich weiterentwickeln, sondern auch seinen besonderen Charakter behalten. Gut Müllenark, die Geschichte des Dorfes und die künftige Lage am See gehören zusammen. Die Sichtachse macht genau diese Verbindung sichtbar.“

Mit dem Spatenstich ist damit ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einem zukunftsorientierten und lebenswerten Schophoven getan.