Rheinisches Revier formuliert gemeinsame Erwartungen an den Strukturwandel
Ziel ist es, den Strukturwandel noch intensiver mitzugestalten und die verfügbaren Fördermittel künftig stärker entlang der regionalen Bedarfe und im Sinne der Bürgerinnen und Bürger des Rheinischen Reviers einzusetzen. Erarbeitet wurde das Papier in einem intensiven regionalen Abstimmungsprozess unter Beteiligung zahlreicher Akteure aus dem Rheinischen Revier. Die Gesellschafterversammlung der Zukunftsagentur Rheinisches Revier hatte die Positionierung in ihrer letzten Sitzung einstimmig beschlossen.
Das Papier bündelt die Interessen und Erkenntnisse der Region aus der ersten Förderphase und benennt die aus Sicht des Rheinischen Reviers entscheidenden Handlungsfelder für die kommenden Jahre. Dabei liegt der Fokus auf zwei zentralen Handlungsfeldern: Die wirtschaftliche Neuausrichtung des gesamten Rheinischen Reviers, sowie die landschaftliche Entwicklung des Kernreviers rund um die Tagebaue. Aus Sicht der Region sollen künftig vor allem Projekte gefördert werden, die eine hohe strukturpolitische Wirkung entfalten, gute Rahmenbedingungen für Investitionen schaffen und die Lebensqualität vor Ort stärken.
Silke Krebs, Staatssekretärin im NRW-Wirtschaftsministerium, nahm das Papier heute aus den Händen von Landrat Frank Rock und Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier, Vorsitzender und stv. Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Zukunftsagentur Rheinisches Revier, sowie Geschäftsführer Bodo Middeldorf entgegen.
„Mit dem Positionspapier bringen wir die Erfahrungen und Erwartungen aus der Region auf den Punkt. Aus der täglichen Arbeit vor Ort wissen wir, was die Menschen, Unternehmen und Kommunen jetzt bewegt: Das Rheinische Revier braucht verlässliche Förderung, neue Arbeitsplätze und gute Perspektiven“, so Landrat Frank Rock bei der Übergabe. Städteregionsrat Grüttemeier ergänzt: „Wenn wirtschaftliche Perspektiven und gute Lebensbedingungen zusammen gedacht werden, wird aus der Herausforderung des Kohleausstiegs eine echte Chance.“ Beide betonten, dass man die Übergabe des Papiers mit der Erwartung verbinde, dass das Land die Empfehlungen in seine Planungen für den künftigen Fördermitteleinsatz einfließen lasse.
Zu den zentralen Forderungen gehören etwa die weitere Entwicklung strukturwandelrelevanter Gewerbe- und Industrieflächen, der Aufbau von Innovationszentren sowie die Stärkung von Aus- und Weiterbildungseinrichtungen zur Fachkräftesicherung. Diese Handlungsfelder sollen vor allem der Schaffung bestmöglicher Rahmenbedingungen für unternehmerische Investitionen dienen. Auf die Steigerung der Lebensqualität in dem vom Strukturwandel besonders betroffenen Kernrevier beziehen sich dagegen Handlungsfelder wie der Ausbau von Freizeit-, Erholungs- und Tourismusangeboten sowie die Entwicklung der Zukunftsdörfer in Erkelenz und Merzenich.
Zum Postionspapier: "DIE REGION ÜBERNIMMT VERANTWORTUNG:
SO SETZEN WIR DEN STRUKTURWANDELPROZESS IM RHEINISCHEN REVIER
ERFOLGREICH FORT - Positionen der Region für den Einsatz der Finanzmittel im Rahmen des Investitionsgesetzes Kohleregionen in der zweiten Förderphase
des Landesarms