Das Projekt Rheinisches Radverkehrsrevier hat einen wichtigen Meilenstein erreicht: Die zweite Projektphase wurde erfolgreich abgeschlossen. In den Jahren 2023 bis 2025 wurden sechs Machbarkeitsstudien für überörtliche Radschnellverbindungen und weitere hochwertige Radverbindungen erarbeitet. Sie umfassen die Verbindungen: Neuss – Mönchengladbach, Heinsberg – Mönchengladbach, Mönchengladbach – Grevenbroich, Aachen – Baesweiler, Frechen – Düren – Aachen sowie vier Radvorrangrouten im Kreis Euskirchen. Ergänzend wurde eine Themenradroute durch das Rheinische Revier entwickelt, die die drei großen Tagebaugebiete miteinander verbindet. Alle Ergebnisse der bisherigen Projektarbeit sowie ein ausführlicher, 60-seitiger Projektbericht stehen unter www.radverkehrsrevier.de zur Verfügung.
Mit dem Abschluss dieser Arbeiten beginnt nun die dritte Projektphase. Der Zweckverband LANDFOLGE Garzweiler unterstützt die beteiligten Kommunen bis Ende 2029 bei der konkreten Planung einzelner Streckenabschnitte und begleitet deren schrittweise Umsetzung. Ziel ist es, die bisher entwickelten Konzepte in investive Maßnahmen zu überführen und dabei einen möglichst hohen baulichen Qualitätsstandard zu erreichen. Das Projekt wird weiterhin durch das Bundeswirtschaftsministerium und das Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen der Strukturförderung des Rheinischen Reviers unterstützt.
Volker Mielchen, Geschäftsführer des Zweckverbands LANDFOLGE Garzweiler, beschreibt die ambitionierte Aufgabe: „Unter unserer Federführung gehen im Projekt des Rheinischen Radverkehrsreviers alle Städte und Gemeinden mit den Kreisen gemeinsam daran, ein hochwertiges, sicheres, flächendeckendes Netz von komfortablen Radverbindungen zu planen – über kommunale Grenzen hinaus im überörtlichen Verkehr und für den Alltag. Das ist modellhaft in ganz NRW.“
Das Rheinische Radverkehrsrevier umfasst die kreisfreie Stadt Mönchengladbach, die StädteRegion Aachen sowie die Kreise Heinsberg, Düren, Euskirchen, Rhein-Kreis Neuss und Rhein-Erft-Kreis. Langfristiges Ziel ist der schrittweise Aufbau eines mehrere hundert Kilometer umfassenden Netzes aus Radschnellverbindungen und Radvorrangrouten, das den Alltagsradverkehr im Rheinischen Revier bis 2040 nachhaltig stärkt.