Neugefasste BMFTR-Richtlinie zur Förderung von Maßnahmen zur Umsetzung des Investitionsgesetzes Kohleregionen gestartet

20. März 2026

Mit der neugefassten "BMFTR-Richtlinie zur Förderung von Maßnahmen zur Umsetzung des Investitionsgesetzes Kohleregionen im Rheinischen Revier” wird die Grundlage dafür geschaffen, dass längerfristig wettbewerbsfähige Wertschöpfungsstrukturen entstehen und sich die Region als zukunftsfähiger Forschungs- und Innovationsstandort etablieren kann. Ziel ist es, regionale Forschungs- und Innovationskompetenzen in thematisch fokussierten Feldern gezielt zu stärken, zu bündeln und weiterzuentwickeln.

Der Hintergrund der Richtlinie ist der tiefgreifende Strukturwandel in den deutschen Kohleregionen: Deutschland beendet die Kohleförderung bis 2038. Für die betroffenen Regionen bedeutet dies erhebliche wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen. Um diesen Wandel aktiv zu gestalten, unterstützt der Bund die Kohlereviere im Rahmen des Strukturstärkungsgesetzes Kohleregionen. Auf Basis des Investitionsgesetzes Kohleregionen (InvKG) werden durch das BMFTR gezielt Projekte in Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert, die neue Perspektiven eröffnen und eine nachhaltige Entwicklung anstoßen.

Die Richtlinie setzt genau hier an: Mit Investitionen in Bildung und Forschung werden die Menschen vor Ort dabei unterstützt, neue Zukunftsperspektiven für ihre Region zu entwickeln und den Wandel nach dem Ende der Kohleverstromung aktiv mitzugestalten. Die geförderten Forschungs- und Entwicklungsvorhaben leisten dabei nicht nur einen Beitrag zur Transformation der Kohleregionen, sondern adressieren auch zentrale Herausforderungen unserer Zeit.

Ziel der Förderung ist es daher, regionale Forschungs- und Innovationskompetenzen in thematisch fokussierten Feldern zu stärken, zusammenzuführen und weiterzuentwickeln. Zentrale Treiber hierfür sind regionale Innovationsnetzwerke, in denen Kompetenzen aus der Wissenschaft, der Wirtschaft und der Gesellschaft zusammengeführt werden. Durch einen intensiven Austausch – auch über Branchen-, Disziplin- und Technologiegrenzen hinweg – entstehen Synergien zwischen Forschungs- und Anwendungspartnern.

Die regionalen Akteure sollen dabei unterstützt werden, Innovationspotenziale zu analysieren und ihre Forschungsaktivitäten strategisch auf gemeinsame Innovationsziele auszurichten. Dadurch soll die Überführung von Forschungsergebnissen in innovative Anwendungen verbessert und beschleunigt werden. Die entstehenden Innovationen tragen dazu bei, Fortschritt zu fördern und neue Arbeitsplätze in den Kohleregionen zu schaffen.

Ein weiterer Fokus liegt auf dem Aufbau langfristiger und vertrauensvoller Kooperationen zwischen Wissenschaft und Anwendungspartnern. Insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) kommt hierbei eine zentrale Rolle für die wirtschaftliche Entwicklung und Stabilität der Regionen zu. Gleichzeitig werden gezielt auch Akteure eingebunden, die bislang wenig Erfahrung im Bereich Forschung und Innovation haben, um die regionale Beteiligung möglichst breit aufzustellen.

Die Richtlinie trägt dazu bei, den Strukturwandel nachhaltig zu unterstützen und die Regionen langfristig als innovative und wettbewerbsfähige Standorte zu stärken.

Hier gelangen Sie zur Förderrichtlinie:

BMFTR-Richtlinie