Spatenstich vor dem indemann
© Zweering Helmus Architekten / ZHAC

Neues Besucherzentrum indeland nimmt Gestalt an – Spatenstich auf der Goltsteinkuppe erfolgt

01. Dezember 2025

Auf der rekultivierten Goltsteinkuppe, unmittelbar neben dem Tagebau Inden und dem künftigen Indesee, entsteht derzeit ein zentraler Baustein für die touristische und regionale Entwicklung: das neue Besucherzentrum indeland. Die besondere Lage am Fuß des Indemanns verleiht dem Projekt eine markante städtebauliche Bedeutung. Ziel ist es, einen Ort zu schaffen, der den Wandel der Region sichtbar macht und Besucherinnen und Besucher willkommen heißt. „Mit dem Besucherzentrum indeland machen wir den Wandel sichtbar. Hier entsteht ein einladender Ort, der Menschen empfängt, informiert und in die Zukunft des indelands führt“, sagt Stefan Pfennings, Bürgermeister der Gemeinde Inden.

Mit dem Bau setzt die Gemeinde ein klares Signal für den Fortschritt im Strukturwandel und stärkt gleichzeitig den touristischen Einstiegspunkt in die zukünftige Seenlandschaft. Auch Landrat Dr. Ralf Nolten hebt den gestalterischen Anspruch hervor: „Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie wir die Landschaft um den Tagebau schon jetzt für die Menschen gestalten. Mit dem Besucherzentrum schaffen wir einen Ausgangspunkt für ein neues Kapitel der Region.“ Sabine Spohrer, Geschäftsführerin des indeland Tourismus e.V., betont zudem den hohen Besucherzuspruch des Standorts: „Die Goltsteinkuppe ist bereits heute ein stark frequentierter Ort. Mit dem neuen Zentrum erhalten wir einen professionellen Zugangspunkt, der das Erlebnis indeland nachhaltig stärkt.“

Architektur, die sich einfügt

Der Entwurf des Aachener Büros Zweering Helmus Architekten (ZHAC) sieht eine pyramidenartige Konstruktion aus Massivholz vor, die sich harmonisch neben dem Indemann einfügt. Architekt Christoph Helmus beschreibt das Konzept so: „Das Gebäude bildet eine städtebauliche Kante auf der Goltsteinkuppe aus, die wie einer Willkommensgeste den Eingangsbereich des Besucherzentrums hervorhebt.“ Der großzügige Innenraum mit seiner markanten Deckenstruktur öffnet sich über eine weitläufige Glasfront zum neuen Vorplatz. Von dort aus bietet sich ein freier Blick auf den Indemann, während eine in das Gebäude integrierte Seetribüne zukünftig den Ausblick auf den ab 2030 entstehenden Indesee ermöglicht.

Nachhaltige Bauweise und energieeffizientes Konzept

Dem Lowtech-Gedanken folgend setzt das Gebäude auf regionale Materialien und energieeffiziente Technik. Natürliche Holzoberflächen prägen den Innenraum, während begrünte Dachflächen, eine Luftwärmepumpe und vollflächig integrierte Photovoltaikmodule auf der Südseite das Energiekonzept bilden. Überschüssige Energie kann zudem für die Beleuchtung des Indemanns genutzt werden. Das Zentrum bietet eine Tourist-Information, flexibel nutzbare Ausstellungsflächen sowie Büro- und Arbeitsräume. 

Inhaltlich wird die Ausstellung gemeinsam von der Entwicklungsgesellschaft indeland GmbH, dem indeland Tourismus e.V. und dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) entwickelt. Sie soll einen umfassenden Überblick über die touristischen Angebote aller sieben indeland-Kommunen bieten.

Der Bau ist Teil der ersten Umsetzungsphase der „Weiterentwicklung Freizeitzentrum Indemann“ und wird mit Mitteln aus dem Investitionsgesetz Kohleregionen (InvKG) gefördert. Neben dem Besucherzentrum umfasst das Gesamtprojekt auch einen künftigen verglasten Hochzeits- und Veranstaltungsraum im Arm des Indemanns sowie eine moderne Medienfassade. Mit einer Förderquote von 97,5 Prozent werden nahezu die gesamten Projektkosten gedeckt.

Spatenstich markiert den Auftakt

Am 28. November 2025 fand schließlich der symbolische Spatenstich statt, mit dem der offizielle Startschuss für die Bauarbeiten gegeben wurde. Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinde Inden, des Kreises Düren, der beteiligten Organisationen und des Architekturbüros markierten gemeinsam den Beginn eines Projekts, das für die Region weit über den eigentlichen Bau hinaus Bedeutung hat. Mit diesem Schritt rückt das neue Besucherzentrum indeland seiner Realisierung ein entscheidendes Stück näher und setzt ein sichtbares Zeichen für die Zukunft der Goltsteinkuppe und des gesamten Indelandes.