Sie wird die erste industrielle Recycling-Anlage für Siliciumcarbid (SIC) in Europa!
In Frechen im Rheinischen Revier wurde jetzt der offizielle Spatenstich für den Bau der 100 Millionen Euro teuren RECOSIC-Anlage gesetzt. Keine geringeren als NRW Ministerpräsident Hendrik Wüst und der Vorstand der Schunk Group, Peter R. Manolopoulos, griffen gemeinsam mit weiteren Ehrengästen zur Schaufel.
Die Europäische Union und das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes NRW unterstützen den Bau der Anlage mit Fördergeldern von rund 30 Millionen Euro. Die Gelder stammen aus dem Multifondprogramm EFRE/JTF, dessen Förderziel der Auf- und Ausbau strategischer Schlüsseltechnologien in Europa ist. Bislang wird Siliciumcarbid in Europa zu fast 90 Prozent aus China importiert. „Durch das unter Federführung von Matthias Hausmann, dem Geschäftsführer der zur Schunk Group gehörenden ESK-SIC GmbH, und dem Fraunhofer Institut entwickelte Recycling-Verfahren gelingt es, qualitativ sehr hochwertiges Siliciumcarbid zu gewinnen“, erläuterte Vorstand Peter R. Manolopoulos nicht ohne Stolz. Und Ministerpräsident Wüst hob besonders hervor, dass die neue Recycling-Anlage ein wichtiger Schritt in Europa sei zu mehr Unabhängigkeit von Importen aus Asien. „Ich freue mich, dass diese Anlage hier im Rheinischen Revier, hier in Nordrhein-Westfalen gebaut wird. Das ist ein starkes Signal für die Region und den Strukturwandel“, so Wüst.
Siliciumcarbid ist ein hochbegehrter Rohstoff, der extrem hart, hitzebeständig und verschleißfest ist. Er wird in der Halbleitertechnologie für hocheffiziente Chips eingesetzt, z.B. in Elektroautos, Solaranlagen und Ladesäulen, aber auch in der Raumfahrt und der Rüstungsindustrie. Durch den Bau der RECOSIC-Anlage sollen rund 50 neue Arbeitsplätze bei der zur Schunk Group gehörenden ESK-SIC GmbH in Frechen entstehen.