Bei der symbolischen Inbetriebnahme des Windparks Berrenrather Börde in Hürth, gemeinsam mit Ministerin Mona Neubaur: Dirk Breuer, Bürgermeister der Stadt Hürth, Gero Donner, dritter stellvertretender Bürgermeister der Stadt Kerpen, Antje Grothus MdL, Thomas Okos MdL, Gregor Golland MdL, Klaus Schulze Langenhorst, Geschäftsführer SL Naturenergie, Dr. Thomas Kießling, Geschäftsführer Hölscher Holding
©Tomas Rodriguez
Bei der symbolischen Inbetriebnahme des Windparks Berrenrather Börde in Hürth, gemeinsam mit Ministerin Mona Neubaur: Dirk Breuer, Bürgermeister der Stadt Hürth, Gero Donner, dritter stellvertretender Bürgermeister der Stadt Kerpen, Antje Grothus MdL, Thomas Okos MdL, Gregor Golland MdL, Klaus Schulze Langenhorst, Geschäftsführer SL Naturenergie, Dr. Thomas Kießling, Geschäftsführer Hölscher Holding

Energiewende in der Stromversorgung und in der Wohnungswirtschaft: Wirtschaftsministerin Mona Neubaur besucht zwei Projekte in Hürth und Euskirchen

22. August 2025

Im Rahmen der Gigawattpakttour 2025 besucht Ministerin Neubaur zwei Projekte im Rheinischen Revier.

Jülich, Hürth, Kerpen, Euskirchen, 22.08.2025. Die Transformation des Energiesystems im Rheinischen Revier läuft. Davon hat sich Wirtschaftsministerin Neubaur selbst überzeugt. Mit der „Gigawattpakt“-Tour würdigt die Ministerin das Engagement regionaler Akteure, die zur Erreichung des Ziels von mindestens fünf Gigawatt erneuerbarer Energien bis 2028 im Rheinischen Revier beitragen. Ein Windpark in Hürth/Kerpen und ein Wohnprojekt standen im Mittelpunkt der Tour. 

Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur: „Energiewende heißt Zukunft sichern – bezahlbar und unabhängig. Das Rheinischen Revier zeigt, was das bedeutet: Bewohnerinnen und Bewohner nutzen nachhaltig vor Ort erzeugten Strom und Wärme, Betriebe beziehen saubere Energie direkt vom Windrad nebenan – und all das günstig und planbar. Projekte wie in Hürth und Euskirchen verbinden Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit und schaffen so die Voraussetzungen für eine lebenswerte Region mit zukunftssicheren Jobs und attraktiven Bedingungen für Investitionen. In Nordrhein-Westfalen setzen wir deshalb unseren klaren Kurs bei der Energiewende fort – für eine unabhängige, bezahlbare und wettbewerbsfähige Energieversorgung, von der alle profitieren.“

Zukunftsagentur-Geschäftsführer Bodo Middeldorf: „Projekte wie der Windpark in Hürth und das smarte Wohnquartier in Euskirchen zeigen: Die Energiewende im Rheinischen Revier ist in vollem Gange. Der Gigawattpakt steht für ein starkes Bündnis aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft – und für einen Strukturwandel, der ökologisch, wirtschaftlich und sozial überzeugt. Als Zukunftsagentur treiben wir diesen Wandel aktiv voran.“

Windkraft für das Gewerbe: Versorgung aus dem Windpark Berrenrather Börde

Der erste Stopp der Tour führte nach Hürth zur Berrenrather Börde. Hier hat die SL NaturEnergie vier Windkraftanlagen vom Typ Enercon E-82 errichtet. Der Windpark wird künftig bis zu zwölf Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen. Ein Teil dieser Energie wird über eine Direktleitung an einen nahegelegenen Gewerbebetrieb geliefert: Die HÖLSCHER HOLDING aus Kerpen wird jährlich rund eine Million Kilowattstunden direkt vom Windpark beziehen.

Im Beisein der Ministerin unterzeichneten SL NaturEnergie und die HÖLSCHER HOLDING einen entsprechenden Direktliefervertrag (PPA – Power Purchase Agreement). 

Solche Direktliefermodelle ermöglichen Unternehmen den Bezug von erneuerbarem Strom aus unmittelbarer Nähe und „sind ein essentieller Baustein für das Gelingen der Energiewende“, so Klaus Schulze Langenhorst, Geschäftsführer der SL NaturEnergie.

Da On-Site-PPAs in Deutschland bislang noch wenig verbreitet sind, zählen beide Unternehmen zu den Vorreitern dieser zukunftsweisenden Versorgungslösung. Vorteile sind unter anderem eine höhere Versorgungssicherheit, gestärkte Wettbewerbsfähigkeit sowie ein stabileres Stromnetz durch vermiedene Re-Dispatch-Maßnahmen.

Südstadtgärten in Euskirchen: Smarte Technologie unterstützt ressourcenschonenden Verbrauch von erneuerbarer Energie 

In Euskirchen informierte sich die Ministerin über den neu entwickelten Steuerungshub im Wohnquartier „Südstadtgärten“. Das Pilotprojekt erweitert das Energiesystem der Mehrfamilienhäuser – bestehend aus Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen – um Batteriespeicher und einen KI-basierten Algorithmus. Dieser verknüpft den Wärmebedarf, die Verfügbarkeit selbst erzeugter erneuerbarer Energien sowie Energie aus dem Verteilnetz ressourcenschonend miteinander.

Fluxonos präsentiert mit dieser Entwicklung eine im Wohnungsbau und Mittelstand einzigartige Lösung, um Strom- und Wärmekosten nachhaltig zu senken. Durch die intelligente Steuerung von Verbrauchern wie Wärmepumpen, Pufferspeichern und Batterien können Energieverbräuche flexibel verschoben und an Zeiten mit niedrigen Strombörsenpreisen angepasst werden.

„Wir können die Kosten des Stromeinkaufs um rund 30 Prozent reduzieren. Das senkt die Wohnnebenkosten deutlich und dauerhaft. Gleichzeitig entlasten wir das Stromnetz und verringern den CO₂-Fußabdruck signifikant“, erklären Dipl.- Kaufmann Jörg Wiskirchen und Dr. Thomas Keßeler. Zusammen mit Paul Schmitz haben sie das Unternehmen Fluxonos gegründet, um mit dem kombinierten Know-How aus Wohnungsbau, Mittelstand und dem Bereich erneuerbare Energien Synergien zu nutzen und Mehrwert zu schaffen.

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