Kinder beim Dokumentieren von Vögeln
© NABU/S. Hennigs

Die Kohlmeise steht in NRW an der Spitze der Wintervögel – NABU macht sich Sorgen um den Hausperling

27. Januar 2026

In der zweiten Januarwoche haben sich anlässlich der Stunde der Wintervögel über 26.702 Menschen in Nordrhein-Westfalen und damit auch im Rheinischen Revier in ihre Gärten gesetzt, auf den Balkon oder auf eine Bank im Park, und gezählt! Sie haben Vögel gezählt – und zwar wie viele sie von welcher Sorte in 60 Minuten wahrnehmen konnten. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) hat das Ganze dann als Initiator der Zählung ausgewertet und besorgt festgestellt: Der Haussperling ist zwar – wie in den letzten Jahren – bundesweit der Vogel, der am häufigsten vorkommt, in NRW jedoch gibt es in 2026 nur noch 57.222 davon – das sind 25% weniger, als im Vorjahr und Platz 3 hinter Kohlmeise und Amsel. Zu den Top 5 in NRW gehören zudem noch der Buchfink und das Rotkehlchen.

„Zähltag“ auch im Rheinischen Revier

Die Zahlen variieren je nach Region und werden nicht für das Rheinische Revier als Ganzes ausgewiesen. Hier aber ein paar Beispiele: Im Rhein-Erft-Kreis wurden 1.781 Kohlmeisen gezählt, 1235 Haussperlinge und 940 Amseln. Im Rheinkreis Neuss waren es 1.675 Kohlmeisen, 842 Haussperlinge und 577 Rotkehlchen.

Gute Nachrichten für das Wintergoldhähnchen

Dem kleinsten Vogel Europas – dem Wintergoldhähnchen – scheint es zunehmend in NRW und im Rheinischen Revier zu gefallen. 2025 wurden z.B. im Rhein-Erft-Kreis 3 gesichtet, im Rheinkreis Neuss 4. Die Zahl in diesem Jahr: Rhein-Erft-Kreis 9, Rheinkreis Neuss 19!

Wer das Zählen jetzt verpasst hat und vielleicht auch gar nicht weiß, wie die ganzen Vögel aussehen, der hat Zeit, sich bis Mai zur „Stunde der Gartenvögel“ vorzubereiten.

Der NABU veranstaltet die „Stunde der Wintervögel" bereits seit vielen Jahren. Die Aktion fand in diesem Jahr zum 16. Mal statt und ist die größte wissenschaftliche Mitmachaktion in Deutschland.