Ausbaurekord im Rheinischen Revier: Ministerin Neubaur zufrieden mit starkem Zuwachs bei Wind- und Solarenergie
Mona Neubaur, stellvertretende Ministerpräsidentin sowie Wirtschafts- und Klimaschutzministerin des Landes NRW: „Nordrhein-Westfalen liefert: Die Energiewende ist nicht nur ein Zukunftsversprechen, sie ist Realität. Das zeigt der beschleunigte Ausbau der Erneuerbaren im Rheinischen Revier. Dass wir der 5-Gigawatt-Marke deutlich früher näherkommen als erwartet, ist ein starkes Signal für Klimaschutz, wirtschaftliche Erneuerung und Versorgungssicherheit. Klar ist aber auch: Ein modernes Energiesystem braucht mehr Flexibilität. Deshalb setzen wir nicht nur auf einen beschleunigten Netzausbau, sondern auch auf den zügigen und effizienten Ausbau von Speichertechnologien. Der Ausbau der Erneuerbaren und ihre Integration in leistungsfähige Netze schaffen die infrastrukturelle Grundlage dafür, dass unsere Wirtschaft wieder an Stärke gewinnt.“
Neubaur im Panel mit Vertreterinnen und Vertretern von RWE, Westnetz und dem Landesverband Erneuerbare Energien zu Batteriespeichern
Rund um Ministerin Neubaur versammelten sich Gäste aus Politik, Kommunen und Unternehmen zur Jahresversammlung. So tauschten sich Katja Wünschel (RWE Renewables Europe & Australia GmbH), Dr. Simon Ohrem (Westnetz GmbH) und Christian Vossler (Landesverband Erneuerbare Energien NRW e. V.) über die Bedeutung von Batteriespeichern für den weiteren Ausbau Erneuerbarer Energien mit der Ministerin aus. Diese leisten einen wichtigen Beitrag zur Wirtschaftlichkeit und Netzstabilität erneuerbarer Energien.
Neue Gigawattpakt-Mitglieder präsentierten ihre Vorhaben
Daniel Quillao, Stabsabteilungsleiter Unternehmensentwicklung NEW AG: „Die geplante Forschungsbohrung in der Stadt Mönchengladbach eröffnet die Möglichkeit, eine nahezu CO₂‑freie, wetterunabhängige und lokal langfristig verfügbare Wärmequelle zu erschließen. Zudem liefert sie wertvolle Erkenntnisse über das geologische und geothermische Potenzial des Untergrunds, von denen auch weitere Kommunen und Städte im Rheinischen Revier profitieren können.“
Klaus Krützen, Bürgermeister der Stadt Grevenbroich: „Wir statten bereits zahlreiche städtische Gebäude mit Photovoltaik aus und fördern demnächst Balkonkraftwerke, damit möglichst viele Bürgerinnen und Bürger aktiv mitmachen können. Gleichzeitig gestalten wir mit der Transformation des Kraftwerksstandorts Frimmersdorf den Strukturwandel aktiv und schaffen Perspektiven für eine nachhaltige Zukunft.“
Klaus-Peter Jovi, Bürgerenergiegenossenschaft Hemmerden: „Die Gigawattpakt-Jahresversammlung zeigt, dass sich der Ausbau erneuerbarer Energien heute weniger an der Frage des „Ob“ als vielmehr an der Geschwindigkeit der Umsetzung entscheidet. Bürgerenergie ist dabei kein Randthema, sondern ein relevanter Baustein.“ Aktuell plant die 560 Personen starke Bürgerenergiegenossenschaft einen Solarpark mit einer Leistung von rund drei Megawatt.
Kommunen als Antreiber der Energiewende im Rheinischen Revier
Seit Anfang 2025 ist das achtköpfige Team der Kommunalen Kompetenz- und Beratungsstelle die zentrale Anlaufstelle rund um Erneuerbare-Energien-Projekte für Kommunen im Rheinischen Revier.
Christian Mildenberger, Geschäftsführer der NRW.Energy4Climate: „Unser Fachteam der Kommunalen Kompetenz- und Beratungsstelle wurde als verlässlicher Partner für die Kommunen im Rheinischen Revier geschaffen. Wir freuen uns darauf, gemeinsam Projekte in den Bereichen Wind-, Solar- und Bioenergie voranzubringen.“
Bodo Middeldorf, Geschäftsführer der Zukunftsagentur Rheinisches Revier: „Fortschritte in der Energiewende ergeben sich vor allem durch das Engagement der Kommunen und ihre Zusammenarbeit mit leistungsfähigen Partnern. Dies werden wir im Jahr 2026 weiter unterstützen.“
Die Kommunen profitieren von kostenfreien Fachberatungen, Netzwerken und Veranstaltungen. Das Angebot ist auf www.gigawattpakt.de zu finden.
Über den Gigawattpakt
Der Gigawattpakt wurde im März 2022 mit mehr als 50 Gemeinden, Landkreisen, energiewirtschaftlichen Unternehmen und Projektträgern geschlossen. Ziel ist es, die erneuerbare Erzeugungskapazität im Rheinischen Revier bis 2028 auf fünf Gigawatt zu steigern. Mehr als 60 Landkreise, Kommunen und Unternehmen sind mittlerweile Gigawattpakt-Mitglieder.
Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen unterstützt den Gigawattpakt durch informationelle und finanzielle Maßnahmen sowie durch die Verbesserung regulatorischer Rahmenbedingungen, unter anderem durch die Ausweitung der Flächenkulisse für Wind- und Photovoltaikprojekte im Landesentwicklungsplan. Für die finanzielle Unterstützung stehen bis 2028 bis zu 60 Millionen Euro an Strukturwandelmitteln von Bund und Land für den Photovoltaikausbau zur Verfügung. Die Kommunen im Rheinischen Revier leisten ihrerseits ihren Beitrag, indem sie geeignete Flächen planerisch ausweisen.
Über die NRW.Energy4Climate
Nordrhein-Westfalen will die erste klimaneutrale Industrieregion Europas werden. Auf diesem Weg unterstützt die Landesgesellschaft für Energie und Klimaschutz NRW.Energy4Climate Unternehmen und Kommunen in Nordrhein-Westfalen dabei, Klimaschutzmaßnahmen effizient umzusetzen und davon zu profitieren.
Ziel ist es, die Transformation in den vier relevanten Sektoren Energiewirtschaft, Industrie, Wärme & Gebäude und Mobilität, die gemeinsam für mehr als 90 Prozent der Treibhausgasemissionen in NRW verantwortlich sind, sektorenübergreifend zu beschleunigen, damit Nordrhein-Westfalen so schnell, wie möglich klimaneutral und dabei als Industrie- und Dienstleistungsstandort für die Zukunft gestärkt wird.
Weitere Informationen unter: www.energy4climate.nrw.
Über die Zukunftsagentur Rheinisches Revier GmbH
Die Zukunftsagentur Rheinisches Revier GmbH ist eine zentrale Akteurin im Strukturwandel des Rheinischen Reviers. Mit Sitz im Brainergy-Park Jülich bündelt sie die regionalen Interessen, begleitet den Einsatz von Fördermitteln und entwickelt regionale Strategien. Zudem informiert sie über Fördermöglichkeiten, vernetzt Akteure und fördert die nachhaltige Nutzung der Strukturstärkungsmittel.
Als GmbH organisiert, wird die Zukunftsagentur durch Gesellschafteranteile und Landesfördermittel finanziert. Sie betreut das im Jahr 2024 eingeführte Dialogverfahren und damit Projekte im Rheinischen Revier von der Idee bis zur Antragstellung. Sie setzt auf aktive Kommunikation und Bürgerbeteiligung, um die Gesellschaft in den Prozess einzubeziehen und die Erfolge des Strukturwandels sichtbar zu machen.
Weitere Informationen unter: www.rheinisches-revier.de