Mikroplastik in einem Kolben im Labor
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Aus Abfall wird Kosmetik: Im Rheinischen Revier wird Mikroplastik mithilfe von Bakterien vermieden

14. September 2026

Im Rheinischen Revier entsteht eine neue Produktionsstätte für biobasierte und biologisch abbaubare Stoffe, die fossiles Mikroplastik in Kosmetik und Reinigungsmitteln ersetzen sollen. Das Unternehmen BIOWEG erhält dafür rund 10,3 Millionen Euro Förderung aus dem EFRE/JTF-Programm NRW 2021–2027.

In der geplanten Anlage in Elsdorf soll mithilfe biotechnologischer Verfahren sogenannte „modifizierte bakterielle Cellulose“ hergestellt werden. Die Stoffe sind biologisch abbaubar und sollen damit eine Alternative zu herkömmlichen, fossilen Inhaltsstoffen bieten.

Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur betont die Bedeutung des Projekts für den Strukturwandel im Rheinischen Revier: „Wir packen ein Riesenproblem an der Wurzel: Mikroplastik, das aus jedem Abwasserrohr in unsere Flüsse gelangt. Im Rheinischen Revier zeigen wir, wie man aus Bakterien echte Alternativen macht – made in Nordrhein-Westfalen, für ganz Europa. Das ist Strukturwandel, der sich rechnet: neue Arbeitsplätze, neue Wertschöpfung, weniger Abhängigkeit von Importen.”

Mit der neuen Anlage sollen erstmals signifikante Mengen der modifizierten bakteriellen Cellulose für den europäischen Markt produziert werden. Den Förderbescheid überreichte Wirtschaftsstaatssekretärin Silke Krebs.

Das Projekt zeigt: Im Rheinischen Revier entstehen Innovative Technologien und bringen dabei Lösungen für aktuelle ökologische Herausforderungen hervor. Die geplante Anlage in Elsdorf zeigt, wie aus neuen Ideen konkrete industrielle Anwendungen entstehen.