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Urbane Kreisläufe – Kommunale Energie- und Stoffströme als nachhaltige Ressource

Übergeordnetes Ziel des Graduiertenclusters KREIS (GC) ist die Neuorientierung von Energie- und Stoffströmen im urbanen Umfeld, um die notwendigen Transformationen zur zirkulären und CO2-neutralen Ökonomie voranzubringen. Wertvolle Ressourcen, wie Überschussenergie, Abwasser und Bioroh- bzw. Reststoffe müssen künftig in zukunftsgerechte Versorgungsketten einfließen. Durch die Weiter- und Wiedernutzung von Restströmen werden zahlreiche Nachhaltigkeitsziele bedient. Zusätzlich kann die Resilienz der regionalen Versorgungsketten verbessert werden. Das Konzept von KREIS hat das Interesse von über 70 Partnern aus Wirtschaft, Kommunen und Forschung geweckt. 24 angewandte und 16 universitäre Forschende wollen gemeinsam mit 25 wirtschaftlichen und 9 kommunalen Unternehmen den Strukturwandel voranbringen. Der übergeordnete Fokus des GC liegt im Bereich der Wirtschaftsförderung und Qualifizierung von Fachkräften. Gerade die Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) sehen anwendungsnahe Forschung und Innovationstransfer in die Wirtschaft (und zurück) als Kernaufgabe. Die Teilprojektleiterinnen verstehen die HAW als organisatorisch Klammer und Katalysator für eine wirtschaftlich-gesellschaftliche Entwicklung. In jedes Teilprojekt sind daher mindestens ein Unternehmen und/oder eine kommunale Einrichtung eingebunden. Wissenschaftliche Zielsetzungen Die kreislaufwirtschaftliche Herangehensweise umfasst verschiedene Bereiche, darunter die Integration von Energieströmen in Siedlungsräumen, Stabilisierung dezentraler Energienetze, Verminderung des Eintrags von Mikroplastik, die Reinigung von Abwasser, sowie die Entwicklung neuer Biokunststoffe. Mittel- und langfristig wird eine vollständige Abkehr von fossilen Ressourcen angestrebt. KREIS gliedert seine Expertisen in vier Querschnittsgruppen (QG): (1) Wissenschaftskommunikation und Wirtschaftsförderung, (2) nachhaltige und zirkuläre Energie, (3) nachhaltige Kunststoffproduktion und Mehrfachnutzung und (4) nachhaltige Wasser- und Bodenwirtschaft. Mit Erfahrung im zügigen Innovationstransfer in die Wirtschaft wird der GC in die Lage versetzt, schnell und substanziell neue Arbeitsplätze und Märkte zu generieren. Strukturelle und gesellschaftliche Zielsetzungen Im Sinne einer gesellschaftspolitischen Betrachtung werden Bürger- und Wirtschaftsdialoge, Citizen Science Projekte und Innovationstransfer sowie Gründungsförderungen mit KREIS verfolgt. Im Dialog sollen Bedarfe systematisch erfasst und die Akzeptanz der neuen Technologien gesteigert werden. Der Cluster wird hierdurch zu einem Informationsnetzwerk und kann durch den Einbezug von Universitäten, HAWs, Kommunen und Industrie einen integrierten Innovationstransfer anbieten. Qualifikation wissenschaftlichen Nachwuchses KREIS ist als fach- und hochschulübergreifender Cluster angelegt, der auf kooperativen Promotions-Tridems (Universität, HAW, Wirtschaft) basiert - diese gewährleisten eine bedarfsgerechte Ausbildung wissenschaftlichen Nachwuchses, eine besondere Nähe zur Wirtschaft und zugleich eine zügige Realisierbarkeit der Innovationen. Die antragstellenden HAW sind im Promotionskolleg NRW (PK NRW) organisiert, auf dessen Instrumente der Graduiertenförderung zurückgegriffen werden kann. Beim PK handelt es sich um einen Zusammenschluss der forschungsaktiven HAW-Wissenschaftler:innen, die regelmäßig auf ihre Forschungsleistung (Publikationstätigkeit, Mitteleinwerbung) geprüft werden. Diese interne Qualitätssicherung garantiert hochwertige Forschung und Erfahrung in der Ausbildung von Promovenden. KREIS beschränkt seine Qualifizierungsbemühung nicht auf Graduierte. Es werden auch Auszubildende sowie Studierende in die Projekte eingebunden (u.a. über Abschlussarbeiten). Auf diese Weise kann der Fachkräftemarkt von Beginn an von dem Cluster profitieren. Zudem wird die FH Akademie zum Zweck der berufsbegleitenden Weiterbildung von Fachkräften der wirtschaftlichen Partner in das Projekt eingebunden.  
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