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Strukturwandel mit Reduktion von CO2-Ausstoß durch Reduzierung von Retouren und Überproduktion mithilfe von KI, Blockchain und vernetzter Produktion

Ziel des Projektes Fashion4.0-Reallabor ist es, einen Beitrag zum Strukturwandel im Rhein-Erft-Kreis zu leisten, indem für die Schuh- und Fashionindustrie eine innovative Lösung zur Veränderung der globalen Supply Chain geschaffen wird. Diese beinhaltet Retourenvermeidung und Individualproduktion und hilft dadurch den CO2-Ausstoß der Schuh-/Fashionindustrie durch regionale und bedarfsorientierte Produktion zu reduzieren. Hersteller, Logistik- und Produktionsstandorte für Kleidung und Schuhe sollen sich wieder im Rhein-Erft-Kreis, in NRW und in Europa ansiedeln. Diese sollen in einem einzigartigen Netzwerk, welches physische Standorte, Onlineshops und Endkunden digital vernetzt, digital verbunden werden. Mithilfe von Smart-Contracts (Blockchain) und KI werden hierdurch neuartige digitale Geschäftsmodelle entstehen. Durch die Blockchain ergeben sich in diesem Szenario verglichen mit dem Status Quo deutliche Kosteneinsparungen, da einmal realisierte Aufwände und zertifizierte Prozesse repetitiv und skalierend genutzt werden können. Zurzeit herrscht in der Schuh- und Fashion-Industrie das Push-Prinzip. Produkte werden in Massen produziert und dann an den Kunden verkauft. Dies führt zu Überproduktion, welche wiederum zur Folge hat, dass ein Teil der Neuware nie beim Endkunden ankommt und vernichtet wird. Innerhalb des Projekts wird der Kunde nun direkt Teil der Supply Chain, wodurch Produkte und Produktion bedarfsorientiert angepasst werden können. Da die Textilindustrie stark von der Globalisierung geprägt ist, kommen circa 90% der Bekleidung aus Asien. Folglich werden Massen an Textilen nach Deutschland verschifft. Werden die Standorte der Produktion in die Nähe des Kunden verlagert, so wird dieser Warenverkehr reduziert. Um diese Veränderung zu initiieren, wird es drei Phasen geben: 1.       Empfehlung: Durch intelligente Produkt- und Größenempfehlung für Produkte, die schon im Markt sind, werden Retouren vermieden. Eine bestehende Vermessungs-Technologie wird hierzu im Rhein-Erft-Kreis etabliert und weiterentwickelt. Dieser Prozess wird durch KI unterstützt (Datenharmonisierung, Attribuierung von Produkten, Passformauswertung). Da es sich dabei um Herstellerdaten handelt, wird die Datenverwendung durch Blockchain-Technologie transparent gemacht. 2.       Netzwerk-Vorbereitung: Produktdatenbanken werden mit Daten, die für Fitting, Produktberatung und Produktion benötigt werden, gefüllt. DSGVO-konforme Kundendatenbanken mit 3D-Körpermaßen und Passform- Präferenzen der bestehenden und neuer „Digital-Fitting-Anbieter“ werden für das hier geplante Netzwerk vorbereitet und weiter ausgebaut. Hierfür ist die Verteilung von Aufnahmestationen für Fuß- und Körperdaten und die Verbesserung von mobilen Erfassungsmethoden erforderlich. Die erfassten Daten und bspw. die Rückmeldung der Endkunden über Passform dienen als Input für KI-Modelle zur Prognostizierung von Passform neuer Produkte und Vorgaben für die Produktion. Schon heute sind die Unternehmen aus diesem Antrag in der Lage die marktführenden Maschinen mit Endkundendaten anzusteuern und auftragsbezogen zu produzieren. Das Leuchtturmprojekt im Rhein-Erft-Kreis wird die digitale Zentrale für die Produktion der Zukunft in Europa werden. Digitalisierung und Automatisierung ermöglicht, dass die Produktionskosten in Europa wieder wettbewerbsfähig werden. 3.       Ausbau/Skalierung des Netzwerks: In einer dritten Phase wird ein mit einer namhaften Strategieberatung entwickeltes Netzwerk-Konzept in Hürth umgesetzt. Der Kern des Netzwerks ist, dass Endkunden und die Industrie im Sinne von Industrie 4.0 digital verbunden werden und die Endkunden an den Anfang der Supply-Chain kommen.
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