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Simulationszentrum und Akademie für multidisziplinäre Notfalltrainings an den städtischen Kliniken MG – Fachkräftesicherung im Gesundheitswesen

Seit 2017 bietet das Schulzentrum für Gesundheitsberufe der städtischen Kliniken Mönchengladbach im Rahmen der Förderung durch das Netzwerk IQ (ESF Mittel) Anpassungsqualifizierungen für Gesundheits-und Krankenpfleger:Innen aus Drittstaaten an. Das innovative Angebot wurde 2018 durch die Qualifizierung von Hebammen erweitert und stellte zu diesem Zeitpunkt ein Novum in NRW und der gesamten Bundesrepublik dar. Aus der didaktischen Anwendung simulationsbasierter Trainings von Realszenen aus der Geburtshilfe und der Pflege, konnten im Hinblick auf die Qualifizierung überdurchschnittlich gute Ergebnisse erzielt werden. Da die Art des Lernens insbesondere die Lebensbiographie und das Fachwissen der zugewanderten Kollegen:Innen anerkennt. Aufgrund der aufgebauten Expertise am Standort und der zunehmenden Bedeutung von Qualifizierungsangeboten für die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse, zur Kompensation des Fachkräftemangels im Gesundheitswesen, ist die Idee gewachsen den Ausbau des Angebots nach Ende der Förderperiode voranzutreiben und das erworbene Wissen rund um simulationsbasierte Trainings auf weitere Kernprozesse in der medizinischen Versorgung zu übertragen. An den Städtischen Kliniken wird das Schulzentrum, durch einen gleichwertigen Aufbau einer kompletten Etage, erweitert. Sodass die Ausbildungsplätze in der Primärqualifizierung der generalistischen Pflegeausbildung erhöht werden können. Ferner wird es ein umfangreiches Programm zur Schulung des Bestandspersonals geben. Welches im Hinblick auf Patientensicherheit und Mitarbeiterbindung die quantitativen und qualitativen Outcomeparameter verbessern soll und zukünftig eine hochwertige medizinische Versorgung bei steigenden Bedarfen sichert. In enger Kooperation mit der Berufsfeuerwehr Mönchengladbach soll überdies die Notfallversorgung in der Region durch Schnittstellentraining und die Begleitung der Notfallsanitäter-und Notarztausbildung optimiert werden. Dieses strategische Vorhaben wird aus Eigenmitteln finanziert und lässt sich mit einer technischen Basisausstattung im Simulationszentrum bedarfsgerecht umsetzen. Mit einer Förderung durch Projektmittel des Strukturwandelprogramms „Revier Gestalten“ soll das Simulationszentrum jedoch auch für die Qualifizierung von ausländischen Gesundheitsfachkräften eine zentrale Bedeutung erhalten. Hierfür soll unter den Prämissen des Berufsqualifikationsfeststellungsgesetzes und des Qualifizierungschancengesetzes in enger Zusammenarbeit mit Akteuren wie der Stadt Mönchengladbach und Behörden wie dem Ministerium für Arbeit Gesundheit und Soziales (MAGS),den Arbeitsagenturen der Region, der Zentralen Auslands-und Fachvermittlung und der Bezirksregierung Münster (zentrale Anerkennungsbehörde NRW) ein dauerhaftes Angebot geschaffen werden, welches auch zur Vorbereitung und Durchführung von Kenntnisprüfungen dienen soll. Das Simulationszentrum soll in enger Kooperation mit den umliegenden Berufsschulen, ambulanten und klinischen Einrichtungen des Gesundheitswesens und den in NRW ansässigen Hochschulen ein Schwerpunktzentrum in der praktischen Umsetzung des Theorie-Praxistransfers für den Erwerb der Berufszulassung ausländischer Gesundheitsfachkräfte (Ärzt:Innen, Hebammen, Gesundheits-und Krankenpfleger:Innen, Physiotherapeuten:Innen) bilden. Unter Einbeziehung individualisierter und mikromodularer Lerneinheiten, in Kooperation mit der Online Sprachschule Lingoda GmbH, und eines integrationsbegleitendem Mentorenprogramms, soll in NRW ein einmaliges Angebot für die Anpassungsqualifizierung ausländischer Fachkräfte geschaffen werden. Das in erster Linie vom Netzwerkgedanken lebt. In enger Verzahnung mit regionalen und überregionalen Institutionen sollen Synergieeffekte genutzt werden, die den Prozess der Berufsanerkennung so effizient wie möglich gestalten und überdies die soziale Nachhaltigkeit berücksichtigen.  
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