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Prototypisierung Food Hub Rheinisches Revier

Nationale und internationale Empfehlungen zur Erreichung der Klimaneutralität sind sich einig: eine nachhaltige Transformation der Land- und Ernährungswirtschaft ist zentraler Puzzlestein sämtlicher Klimaanpassungsstrategien. Im Juni 2021 unterschreiben alle für die Lebensmittelpolitik relevanten Gruppen den Bericht der Zukunftskommission Landwirtschaft und bekennen sich darin ebenfalls zu einer nachhaltigen Transformation der Branche. Und auch in der Gesellschaft ist das Verantwortungsbewusstsein für einen ressourcenschonenden Konsum, insbesondere einer nachhaltigen Ernährung, in den letzten Jahren enorm gestiegen. Es scheint also auf vielfacher Ebene klar: Klimaschutz beginnt auf unseren Tellern. Im Kern dieser Botschaft stecken lokale Ernährungssysteme, regionale Wertschöpfungsketten und eine ökologische Form der Produktion.  Die Schaffung eines Marktes für die regionale und nachhaltige Versorgung mit Lebensmitteln ist zentrale Voraussetzung für ein solches Ernährungssystem; entsprechende Vertriebswege fehlen allerdings (nicht nur) im Rheinischen Revier. Während es für Privathaushalte regionale Nischenlösungen gibt, greifen Großabnehmer:innen wie Kantinen und gastronomische Betriebe  bevorzugt auf den Großhandel zurück. Dieser bezieht wiederum vorwiegend große Mengen vom preisdominierten Weltmarkt, der sich im Hinblick auf Umwelt, Klima und Soziales als destruktiv erweist. Auch für die Regionalentwicklung ist diese Tendenz problematisch, da regionale Wertschöpfung verhindert und lokale Landwirtschafts- und Verarbeitungsbetriebe geschwächt werden.  Hier setzt das Vorhaben “Prototypisierung Food Hub Rheinisches Revier” vom Ernährungsrat für Köln und Umgebung e.V. an.  Ergebnis des zwiejährigen Vorhabens ist ein resilienzfördernder und wirtschaftlich, ökologisch und sozial nachhaltiger Food Hub-Prototyp als Zentrum für die Bündelung, Weiterverarbeitung und Verteilung von regional-nachhaltigen Lebensmitteln für den lokalen Markt an Großabnehmer:innen.  Dabei dient der Food Hub als Knotenpunkt einer resilienten Verarbeitungs- und Versorgungsstruktur für das Rheinische Revier, baut innovative Wertschöpfungsketten auf und verbessert die wirtschaftliche Ausgangslage kleinerer Betriebe.  Konkretes Ziel des Vorhabens ist es, den Grundstein für die Gründung eines Food Hubs im Rheinischen Revier zu legen, indem es die Geschäftsidee Food Hub in einen von Expert:innen erarbeiteten, in der Praxis erprobten Businessplan überträgt. Indem das Vorhaben bereits während seiner Laufzeit durch Testläufe Geschäftsbeziehungen und Wertschöpfungsketten in der Region aufbaut, schafft es einen Marktzugang für kleine und mittelständische Betriebe und baut die regional-nachhaltige Beschaffung in Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung aus. Dabei macht das Vorhaben Kantinen und gastronomische Betriebe zu Multiplikationsorten für nachhaltigen Konsum durch das erhöhte Angebot an regional-nachhaltigen Lebensmitteln und leistet damit einen Beitrag zur Bildung für nachhaltige Ernährung.  Langfristig trägt das Vorhaben dazu bei, die regionale Wertschöpfung der Land- und Ernährungswirtschaft im Rheinischen Revier zu erhöhen, Arbeitsplätze in der Branche zu schaffen, Anreize für ökologische Formen der Produktion zu setzen und eine Ernährungssouveränität der Region zu gewährleisten. 
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