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Neubau Stadtbahn-Betriebshof und Abstellanlage, Baufhof Rheinland mit Infrastruktur-Leitstelle 4.0

Die KVB ist das viertgrößte kommunale Verkehrsunternehmen in Deutschland und das größte in NRW. Sie betreibt 11 Stadtbahn- und 43 Buslinien mit rund 360 Bahnen und 300 Bussen. Im Zusammenhang mit der Verkehrswende in der Rheinmetropole Köln und den umliegenden Kreisen werden in diesem Jahrzehnt mehrere Stadtbahnstrecken neu- oder ausgebaut. Hierzu hat der Rat der Stadt Köln eine ÖPNV-Roadmap mit Neu- und Ausbauvorhaben beschlossen. Für das Stadtbahnvorhaben Verlängerung der Linie 4 von Bocklemünd über Widdersdorf nach Brauweiler wird im Rahmen des Strukturwandels Rheinisches Revier bereits eine Machbarkeitsstudie durchgeführt. Bereits heute werden alle Abstellanlagen und Werkstätten der KVB im maximalen Auslastungsgrad betrieben. Hierzu zählen die Betriebshöfe in Weidenpesch, Merheim, Braunsfeld und Wesseling. Im Zusammenhang mit den Neu- und Ausbauvorhaben bei der Stadtbahn und den für den Betrieb erforderlichen zusätzlichen Hochflur- und Niederflurfahrzeugen sind die Betriebshof- und Werkstattkapazitäten deutlich zu erweitern. Hinzu kommt, dass der Btf. Wesseling aufgrund der nur rudimentär vorhandenen Werkstatt-Infrastruktur bereits jetzt nur noch für Altfahrzeuge nutzbar ist. Mit dem Wegfall der älteren Fahrzeugserien kann der im Rheinischen Revier gelegene Btf. Wesseling perspektivisch nur noch als Standort für Kleinreparaturen genutzt werden. Eine vollumfängliche Wartung und Reparatur der Fahrzeuge ist in Wesseling perspektivisch nicht mehr möglich. Aufgrund der beengten Grundstücksfläche und der Bausubstanz der Hallen muss der Standort Wesseling aufgeben und an anderer Stelle neu gebaut bauen. Die KVB betreibt am Betriebshof West in Köln einen Bauhof in innerstädtischer Lage. Der Bauhof verfügt zusätzlich über Werkstätten, eine Kranbahn, Ausbildungswerkstätten, Büroflächen und Sozialräume für die Mitarbeiter. Auf dem bestehenden Gelände ist keine weitere Expansion möglich. Mit den geplanten Neu- und Ausbauvorhaben im Kölner Stadtbahnnetz und in der Region benötigt auch der Bauhof gleichlaufend zusätzliche Flächen. Daher werden der Neubau eines Bauhofs sowie die Neuansiedelung einer Infrastrukturleistelle 4.0 geplant. Da es im Kölner Stadtgebiet keine geeigneten Grundstücke gibt, die den Flächenbedarf von rund 150.000 m² decken können, soll der neue Stadtbahn-Betriebshof Süd im Rhein-Erft-Kreis entstehen. Die Fläche wird jeweils hälftig für den Betriebs- und für den Bauhof benötigt. Die KVB führt derzeit eine Machbarkeitsstudie durch, um einen zukunftsorientierten und streckennahen Standort für den Betriebshof mit Abstellanlage und Bauhof zu bestimmen. Da die Ergebnisse bis Ende März 2022 vorliegen werden, ist diese Projektskizze noch standortoffen. Die Realisierung und Inbetriebnahme soll sukzessive in einzelnen Baustufen erfolgen. Eine vollständige Umsetzung aller Baustufen bis zum Ende der 2020er Jahre ist realistisch. Die geplanten Gesamtinvestitionen der KVB für das Projekt betragen rund 281,2 Mio. Euro. Am Standort eines neuen Btf. Süd im Rheinischen Revier können rund 120 Arbeitsplätze entstehen, wovon 30 Arbeitsplätze aus Wesseling gesichert und örtlich innerhalb des Kreisgebiets verlagert werden. 90 Arbeitsplätze entstehen im Bereich Werkstätten neu. Bei einem Teilumzug des Bauhofs können etwa 250 Arbeitsplätze in das Rheinische Revier verlagert werden. Mit der Erweiterung der Bauhof-Kapazitäten sowie dem Aufbau einer Infrastruktur-Leitstelle 4.0 würden im Rheinischen Revier zusätzliche Arbeitsplätze entstehen. Im Rahmen des Projektaufrufs beantragt die KVB eine Förderung für einen neuen Stadtbahn-Betriebshof mit Abstellflächen, einer neuen Werkstatt sowie Bauhof mit Infrastruktur-Leitstelle im Kerngebiet des Rheinischen Reviers. Der neue Standortkomplex soll sowohl die beschriebenen Engpässe lösen und zusätzliche Kapazitäten schaffen. Das Vorhaben unterstützt den Strukturwandel im Rheinischen Revier für die Zeit nach der Braunkohle und ist dem Revierknoten „Infrastruktur und Mobilität“ zuzuordnen.  
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