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Interkommunale Gewerbegebietsentwicklung „BEB 61“

Die Städte Bedburg, Bergheim und Elsdorf bilden den Nordkreis des Rhein-Erft-Kreises und befinden sich infolge der Abkehr von der konventionellen Kohleverstromung in einem herausfordernden Strukturveränderungsprozess, dessen Erfolg maßgeblich davon abhängt, ob und inwieweit es gelingt, regionale Wertschöpfungssysteme mit den damit verbundenen Arbeitsplatzeffekten im Lichte der aktuellen Ressourcen- und Klimaschutzerfordernisse gezielt umzubauen. Um diesen Prozess und die damit einhergehenden Herausforderungen bewältigen zu können, haben sich die drei Städte ein strategisches Konzept entwickelt – den so genannten „Kraftraum :terra nova“ (kurz Kraftraum). Mittels des Kraftraums soll der Strukturwandel in der Region als Chance genutzt werden, damit in den Stadtgebieten gemeinsam konkrete Projekte angegangen werden können. Die übergeordneten Zielsetzungen sind die Erhaltung bzw. Erhöhung der Lebensqualität, die Schaffung und Erhaltung von neuen Arbeitsplätzen sowie die Entwicklung von neuen Wohn- und Arbeitsformen. Zur Erreichung dieser Zielsetzungen soll die nachhaltige Entwicklung einer Wirtschaftsfläche von 40 ha auf dem Gebiet der Stadt Bedburg beitragen. Gemeinsam planen die Stadt Bedburg als Belegenheitskommune mit entsprechender Planungshoheit sowie die Belegenheitskommunen Bergheim und Elsdorf die Entwicklung eines interkommunalen Gewerbegebietes mit einem direkten Anschluss an das überörtliche Verkehrsnetz. Der Arbeitstitel hierzu lautet „BEB 61“, welcher sich aus den Anfangsbuchstaben der Städte Bedburg, Elsdorf und Bergheim und der direkt angebundenen Bundesautobahn 61 zusammensetzt. Der Geltungsbereich des Plangebietes wird größtenteils durch die umgebenden Verkehrsstraßen definiert und weitestgehend von mehreren Landwirten intensiv bewirtschaftet. Mit Hilfe der notwendigen Neuausweisung des interkommunalen Gewerbegebietes wird ein Beitrag zum Strukturstärkungsgesetz (Artikel 1, § 4 Absatz 2) geleistet, da Arbeits- und Ausbildungsplätze, insbesondere als Beitrag zur Kompensation für den Verlust von Wertschöpfung und Arbeitsplätzen durch den Braunkohleaussteig geschaffen werden. Unternehmen werden durch attraktive Möglichkeiten für Wachstum und Veränderung angezogen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, wobei die Ausgestaltung ökologische, soziale und qualitative Kriterien berücksichtigen wird. Über den Städtebau und die räumliche Aufteilung sollen wiederum unterschiedliche Dichten im Gewerbegebiet formuliert werden für die der in Aufstellung befindliche Bebauungsplan eigene Regeln definieren wird. Derartige Anforderungen setzen ein Konzept zur wirtschaftsstrukturellen Entwicklung mit einer aktiven Baulandentwicklung des Gewerbegebietes voraus. Auch will man nicht auf bestimmte Branchenansiedlungen setzen. Denn in der bevorstehenden Transformation des regionalen Arbeitsmarktes sollen möglichst heterogene Arbeitsplatzfelder geschaffen werden. Und schließlich würde es im Strukturwandel an der erforderlichen Zeit fehlen, eine ausdauernde Vermarktung für bestimmte Branchen anzustreben. Neben der wirtschaftsstrukturellen Entwicklung mit einer aktiven Baulandentwicklung soll ebenfalls ein Fokus auf den Ressourcen- und Klimaschutz gesetzt werden. Eine zukunftsgerichtete lokale Energie- und Wärmeversorgung sowie ein verantwortungsvoller Einsatz und Umgang mit den Ressourcen soll umgesetzt werden, sodass eine deutlich reduzierte CO2-Bilanz der Gebäude erreicht werden kann. Über das Instrument der jeweiligen Grundstückskaufverträge sollen mit den Unternehmen zudem individuelle Nachhaltigkeitsstandards für das jeweilige Projekt festlegt werden. Auch hierfür ist es für das Ziel der nachhaltigen Entwicklung dieses Standortes bedeutsam, dass die Stadt Bedburg in den Zwischenerwerb der Flächen geht. Das gemeinschaftlich zu entwickelnde Gewerbegebiet wird somit umgehend auf den anstehenden Strukturwandel reagieren und Voraussetzungen für Strukturen schaffen, deren Umfänge heute noch nicht vollends absehbar sind.
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