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Hybride Arbeitswelten: Zukunftssichere Gestaltung von Arbeitsumgebungen im Rheinischen Revier

Beschleunigt durch die COVID-19-Pandemie befindet sich die Arbeitswelt in einem tiefgreifenden und nachhaltigen Wandel. Das Weltwirtschaftsforum spricht in diesem Zusammenhang vom „Great Reset“, einer Neugestaltung der Gesellschaft und Wirtschaft durch die COVID-19-Pandemie. Dies eröffnet eine einmalige Chance, diese Dynamik der Neugestaltung auch für die erfolgreiche Bewältigung des Strukturwandels im Rheinischen Revier zu nutzen und den damit einhergehenden ökonomischen, ökologischen und sozialen Herausforderungen zu begegnen. Durch die Pandemie hat sich unsere Art zu arbeiten innerhalb kürzester Zeit grundlegend verändert. Nach dem für die allermeisten erzwungenen Wechsel ins Homeoffice haben viele in den vergangenen Monaten auch positive Erfahrungen gemacht, sodass sich lt. einer aktuellen Studie von Microsoft drei von vier Beschäftigten wünschen, auch über die Pandemie hinaus optional von zuhause aus arbeiten zu können. Gleichzeitig sind aber auch die Herausforderungen klargeworden, die mit der Arbeit zuhause verbunden sind. Nicht immer lassen sich private und berufliche Verpflichtungen im Homeoffice gut miteinander vereinbaren. Die Entwicklung hinsichtlich einer hybriden Arbeitswelt ist auch auf regionaler Ebene Risiko und Chance zugleich für das Revier: Einerseits können durch die zunehmende Hybridisierung in anderen Regionen zusätzlich zum Strukturwandel noch weitere Arbeitsplätze aus dem Revier abwandern. Andererseits hat das Revier durch die exzellente Forschungslandschaft, ihre Vernetzung mit der ansässigen Industrie sowie weiterer Standortfaktoren wie erschwinglicher Wohnraum etc. ein hohes Potential, diesen Wettlauf für sich zu entscheiden, wenn es die Dynamik des Strukturwandels und die damit verbundene Förderung richtig einsetzt. Wir sind überzeugt, dass hybride Arbeitskonzepte in Zukunft ein unverzichtbarer Erfolgsfaktor für das Rheinische Revier sind. Da Homeoffice nicht immer die Voraussetzungen für produktives und sicheres Arbeiten bietet, müssen auch alternative Konzepte erforscht werden, wie z.B. Coworking-Spaces an geeigneten Knotenpunkten, die von Beschäftigten aus ländlichen Wohngegenden gut erreicht, von Dienstleistern betrieben und von Unternehmen angemietet werden können. Die Beschäftigten profitieren von der zusätzlichen räumlichen und zeitlichen Flexibilität. Unternehmen profitieren von zufriedeneren Mitarbeiter*innen, von einem Zugewinn an Attraktivität als Arbeitgeber sowie von einer effektiveren und effizienteren Nutzung von Infrastruktur und Büroflächen. Durch eine effizientere Nutzung von Büroinfrastruktur und eine Reduzierung des Pendlerverkehrs können auch die Umwelt und das Klima profitieren. Vielen Unternehmen fehlt es jedoch an Know-How, hybride Arbeitskonzepte zu entwickeln und in die Praxis umzusetzen. Das Ziel des Projekts ist es, weltweit verfügbares Wissen und Konzepte über hybride Arbeitskonzepte so zu explorieren, zu bündeln und den Unternehmen im Rheinischen Revier in einer Form zur Verfügung zu stellen, dass diese Unternehmen bestmöglich auf sie zugeschnittenen hybride Arbeitskonzepte entwickeln und umzusetzen können. Dadurch kann das Projekt im Revier Motor und Taktgeber in diesem entscheidenden Zukunftsfeld werden und von den Auswirkungen unmittelbar profitieren.   Aufgrund der Heterogenität der Unternehmenslandschaft im Revier kann es hierbei keine 'One size fits all'-Lösungen geben. Zur Adressierung der individuellen Bedürfnisse in verschiedenen Unternehmen wird ein umfassend partizipativer Ansatz entwickelt, der Mitarbeitende und weitere relevante Stakeholder einbindet, um hybride Arbeitswelten zu explorieren, auszugestalten und auch umzusetzen. Im Sinne des Wissens- und Ergebnistransfers soll zudem ein Leitfaden und ein Konfigurator für hybride Arbeitskonzepte entwickelt werden, welche interessierte Unternehmen unterstützend einsetzen können. Über regelmäßige Informationsveranstaltungen werden die Ergebnisse kontinuierlich ins Rheinische Revier hineingetragen.
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