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grüner Baubetriebshof

Der Neubau des Baubetriebshofs (BBH) wird in nachhaltiger Bauweise nach dem Cradle-to-Cradle (C2C) Prinzip gebaut, ergänzt durch regenerative Energieversorgung. So trägt er zur nachhaltigen Stadtentwicklung und einer klimafreundlichen Infrastruktur Kerpens bei. Das Konzept bietet die Grundlage für die Optimierung von Betriebs- und Arbeitsabläufen hin zu einer nachhaltigen und ökologischen Arbeitsweise.  Der Neubau ist Standort des Amtes für Tiefbau und Grünflächen mit seinen vier Abteilungen und ca. 150 Mitarbeitenden. Es umfasst folgende Aufgabenbereiche:  - Planung, Neubau/Sanierung und Unterhaltung von Grün- und Freiflächen inkl. Unterhaltung entsprechender baulicher Anlagen (Grünanlagen, Sportanlagen, Spiel- und Freizeiteinrichtungen, Grün an öffentl. Gebäuden, Straßenbegleitgrün usw.)  - Planung, Neubau und Unterhaltung von städtischen Entwässerungseinrichtungen  - Planung, Neubau und Unterhaltung von Straßen, Wegen und Plätzen inkl. Straßenbeleuchtung  - Kommunale Abfallbeseitigung als Daseinsvorsorge sowie zusätzlich z.B. Beseitigung des wilden Mülls und Leerung der Abfall- und Straßenpapierkörbe.  - Organisation und Durchführung der Straßenreinigung und des Winterdienstes  - Planung und Unterhaltung der Friedhöfe inkl. der Durchführung von Beisetzungen und Bestattungen  - Unterstützungsleistungen z.B. bei Veranstaltungen von Vereinen, Durchführung von Wahlen usw.  - Schaffung und stetige Anpassung der organisatorischen, finanziellen und personellen Rahmenbedingungen in einer eigenen amtsinternen Verwaltungsabteilung.  Das Projekt gliedert sich in drei Schritte:  - Planung und Errichtung  - Mobilitätskonzept  - Schaffung von Ausbildungsplätzen und Optimierung von Arbeitsabläufen  Dieser Antrag beinhaltet Schritt 1, Planung und Errichtung des BBH nach dem C2C-Prinzip unter Berücksichtigung weiterer Nachhaltigkeitsstandards (DGNB) und einer CO2-neutralen Energieversorgung. Beginnend mit der Wahl der Baustoffe und Materialien wird bereits in der Planungsphase Vorsorge für die Verwendung dieser Materialien im Falle eines Rückbaus getragen.  Dachflächen und Fassaden werden begrünt. So wird die mikroklimatische Situation verbessert und die Aufenthaltsqualität erhöht. Nicht zuletzt wird die städtebauliche Qualität des Quartiers gefördert.  Der BBH, als einer der energieintensivsten kommunalen Betriebe, soll bilanziell energieautark werden. Im Vordergrund des Energiekonzeptes steht die Minimierung des Energiebedarfs. Benötigte Energie wird durch Erneuerbare Energien bereitgestellt. Strom z. B. mit PV, Wärme z. B. mittels einer Hackschnitzelanlage, die mit Holzabfällen der Stadtpflege betrieben wird. Hierfür ist es nötig die betrieblichen Stoffströme auf die Möglichkeit der thermischen Verwertung zu prüfen. Eine Kooperation mit umliegenden Kommunen, Abfallentsorgern oder anderen Institutionen, zur Sammlung und Verwertung von Grünabfällen wird angestrebt. Ebenso ist es denkbar, Tiefengeothermie zu nutzen und ggfs. Synergien zu dem vorhandenen Wohngebäudebestand herzustellen. Der BBH kann einen wertvollen Beitrag zur Erreichung der Klimaneutralität des gesamten Gebietes leisten, wenn dieser als Einspeisepunkt für ein Nahwärmenetz dient und CO2-neutrale Wärme aus Erneuerbaren Energien bereitstellt. Regen- und Grauwasser wird z. B. für Kehrmaschinen, Fahrzeugwäsche und Soleerzeugung gedeckt werden.  Es wird dargestellt wie die Sektoren miteinander verkoppelt werden und Mobilität berücksichtigt werden kann, sodass entsprechende Maßnahmen bereits beim Bau des BBH berücksichtigt werden. Die konkrete Betrachtung der Mobilität geschieht getrennt vom vorliegenden Projekt. Angedacht ist die Umrüstung des Fuhrparks auf Elektro- oder Wasserstoffantrieb. Es sollen z. B. Elektroladesäulen für den eigenen Fuhrpark, Mitarbeitende und die Öffentlichkeit entstehen. Eine Wasserstofftankstelle soll sowohl für den BBH-Fuhrpark, als auch für den ÖPNV und gewerbliche Fuhrparks nutzbar gemacht werden. Die Wasserstofferzeugung wird im Konzept „SpeicherStadtKerpen“ geplant.
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