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Graduiertencluster Aufbruch: Die Transformation in eine nachhaltige regionale Bioökonomie gestalten

Das Rheinische Revier hat die Vision, das bestehende Wirtschaftssystem zeitnah zu einer Modellregion der nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Bioökonomie zu transformieren. Dabei verfügt die Region über eine gute Ausgangslage mit innovativen Firmen, exzellenter Forschung und engagierten Akteuren aus der Gesellschaft. Angesichts des engen Zeitrahmens ist es allerdings nötig, die bestehenden Strukturen „aufzubrechen“: wissenschaftliche Netzwerke müssen über Sektorgrenzen hinweg ausgebaut werden, Prozessketten müssen neu gedacht werden, Gemeinden müssen sich innovativ und agil verändern, Firmen müssen sich selbst neu erfinden. Der Graduiertencluster AUFBRUCH möchte den Anstoß geben, um das Momentum zur Veränderung aufzugreifen und den Aufbruch in eine nachhaltige Bioökonomie mitzugestalten. Nachhaltigkeit ist eins der zentralen Kriterien für eine erfolgreiche Bioökonomie, aber keinesfalls eine automatische Folge. Gemäß der Vereinten Nationen bedarf es „einer wirtschaftlich, sozial und ökologisch nachhaltigen Zukunft.“ AUFBRUCH zieht daher den Kreis der Disziplinen bewusst weit und umfasst Kompetenzen aus Biotechnologie, Chemie, Verfahrenstechnik, Logistik, Wirtschaftswissenschaften, Sozialwissenschaften und Raumplanung, um den Promovierenden einen ganzheitlichen Ansatz der Nachhaltigkeit zu vermitteln.Dazu ist ein Konsortium von sieben akademischen Standorten im und um das Rheinische Revier versammelt, die einen Beitrag zum Strukturwandel leisten wollen und sich in ihren Expertisen ergänzen: Die RWTH Aachen, die FH Aachen, die TU Dortmund, die HHU Düsseldorf, die TH Köln, das FZ Jülich und die HS Niederrhein. Ein Aufbrechen bestehender Strukturen wird im Vorhaben auch durch die Zusammenarbeit zwischen Fachhochschulen und Universitäten möglich. Die Klammer um dieses Netzwerk bildet die Dachstruktur aus zwei erfahrenen Partnern, dem CMT der RWTH Aachen und dem „Cluster industrielle Biotechnologie e.V.“ CLIB, die die Koordination des Projektes übernehmen. AUFBRUCH wird den Promovierenden eine exzellente disziplinäre Ausbildung verschaffen, die interdisziplinäre Kooperation zwischen den Fachrichtungen fördern und die transdisziplinäre Wechselwirkung mit Akteuren in Industrie und Gesellschaft betonen. Treten Menschen mit solch herausragenden Qualifikationen in den Arbeitsmarkt von morgen ein, vermögen sie es, ihre Unternehmen aufzurütteln, neue Kooperationen aufzubauen und Produkte und Prozesse von Beginn an nachhaltig zu denken. Diese Fachkräfte können den Transformationsprozess in der Region nicht nur passiv begleiten, sondern aktiv mitgestalten. AUFBRUCH ist bewusst breit aufgestellt, um den Begriff Nachhaltigkeit in all seinen Facetten adressieren zu können. Die 25 Vollzeitstellen werden auf 36 Arbeitsgruppen aufgeteilt, in denen jeweils ein Promotionsvorhaben zu einer 2/3-Stelle gefördert wird. Damit verzichten die Arbeitsgruppen bewusst auf ein engeres Konzept mit vollen Stellen, um den interdisziplinären Ansatz so umfassend wie möglich abzubilden und eine „kritische Innovationsmasse“ zu erreichen. Die 36 Promotionsvorhaben werden durch 18 assoziierte Projekte mit starkem Industriebezug ergänzt und ordnen sich thematisch jeweils einem von sechs Innovationsbereichen zu. Diese adressieren an Fallbeispielen übergeordnete Herausforderungen, um die Bioökonomie im Revier ganzheitlich nachhaltig zu machen. Eine große Zahl von Unternehmen hat bereits ihr Interesse an AUFBRUCH bekundet und einen Letter of Support zur Verfügung gestellt. In AUFBRUCH wird ein starker Fokus auf Entrepreneurship gelegt. Firmengründungen brechen als Beschäftigungsmotore und Innovationstreiber eingefahrene Strukturen auf und generieren in kurzer Zeit Wertschöpfung und Arbeitsplätze. Durch interaktive Veranstaltungsformate wird den Promovierenden Gründungsmentalität, das Hintergrundwissen sowie ein starker Bezug zum Rheinischen Revier mit seinen Anrainerkommunen vermittelt und der Weg für Gründungen bereitet.
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