Kontakt
Glossar

Generation of Hydrogen by Intelligent Use of Waste Materials

Im Rahmen des Genius-Projektes entwickelt die Baryon eine neuartige Plasmatechnologie, mit der Kohlenwasserstoffe in ihre Bestandteile Kohlenstoff und Wasserstoff zerlegt werden, zur großtechnischen Serienreife. Was sich erstmal sehr technisch und langweilig anhört hat allerdings großartige Möglichkeiten: mit dieser Technologie können Abfälle verwertet, CO2 vermieden, Energie gespart und Wasserstoff, als Energieträger der Zukunft, produziert werden. Wie geht das? Heute werden 150 Mrd. Kubikmeter Begleitgase der Öl- und der Chemieindustrie ungenutzt abgefackelt. So werden jedes Jahr 400 Mio. Tonnen des Treibhausgases CO2 sinnlos freigesetzt. Das Genius Projekt will mit ihrer Plasmatechnologie diese Fackelgase umwandeln und den ehemaligen Abfall als hochreinen Kohlenstoff und Wasserstoff für den Wirtschaftskreislauf nutzbar machen. Durch Einsatz von Strom aus erneuerbaren Energiequellen ist dieser Prozess komplett CO2-neutral. Im Vergleich zu anderen Methoden der Wasserstoffherstellung z.B. der Elektrolyse oder der Dampfreformierung wird lediglich ein Bruchteil (10%/20%) der kostbaren Ressource »erneuerbare Energie« benötigt. Auf Basis des (konservativen) Businessplanes können bis 2030 2 Mio. t CO2 vermieden werden. Der produzierte Wasserstoff besitzt selbst nach Abzug der eingesetzten Energie eine Energiemenge von 3,8 tWh – dies entspricht dem jährlichen Stromverbrauch von 1,3 Mio. Haushalten. Und, diese herausragende Ökobilanz besitzt aufgrund der Verwendung von Abfällen auch noch eine herausragende Profitabilität! Im Rahmen der bisherigen F&E wurde ein proof of concept im Labormaßstab errichtet. Erdgase konnten erfolgreich gespalten werden. Die Anlage bestätigt die Berechnungen und Erwartungen an die Prozessgeschwindigkeit, den Energiebedarf und damit die grundsätzliche Eignung der Technologie. Eine Charakterisierung der Produkte zeigt eine außergewöhnliche Reinheit. Der Kohlenstoff weist zudem eine extrem feine Verteilung im Nanometerbereich auf, die für viele Anwendungen von außerordentlichem Interesse ist. Auf Basis dieser Ergebnisse wurde ein Patent angemeldet (EP 20178136, Priorität 3.6.202), dass das Konzept einer großtechnischen Anlage und den Prozess schützt. Im Rahmen des Erteilungsverfahrens sind bisher keinerlei Entgegenhaltungen aufgetaucht, es kann daher mit einer uneingeschränkten Erteilung gerechnet werden. Um die Technologie zu validieren und ein erstes verkaufsfähiges Produkt zu entwickeln wird auf Basis des proof of concept eine Industrieanlage (Typ 1) ausgelegt, errichtet und der Prozess auf diese Anlage übertragen. In einem Optimierungszyklus wird die Robustheit verbessert. Ausfallmechanismen von Anlagenkomponenten werden analysiert und die Komponenten optimiert. In einem nächsten Schritt werden die Ergebnisse auf eine modulare, großtechnische Anlage skaliert, die den herausfordernden Standards der Öl- / Chemieindustrie hinsichtlich Sicherheit, Verfügbarkeit sowie Durchsatzvermögen entspricht (Typ 2). Um ein wettbewerbsfähiges Produkt zu entwickeln, wird weitgehend auf industriell verfügbare Standardkomponenten zurückgegriffen. Die spezifischen Schlüsselkomponenten werden an die Standardkomponenten angepasst und speziell für Baryon gefertigt. Da das „packaging“ der Serienanlagen in Containern erfolgt, sind die Anlagen auf ein entsprechendes Format auszulegen. Komponenten sind im Hinblick auf die Anlagenverfügbarkeit zu optimieren. Dazu werden Ausfallmechanismen analysiert und Bauteile optimiert. Ein weiterer Aspekt, der zu berücksichtigen ist, ist eine Redundanz einzelner Komponenten, die es ermöglicht Wartungen im laufenden Betrieb vorzunehmen. Ziel ist eine Anlagenverfügbarkeit von >99%. Parallel ist ein Ersatzteilkonzept zu erarbeiten, dass einen weitestgehend ausfallsicheren Betrieb ermöglicht.  
Sie möchten Kontakt aufnehmen?
Telefon

Sie können uns telefonisch montags bis freitags von 08.00 bis 17.00 Uhr erreichen. +49 2461 70396-0

Formular

Schreiben Sie uns eine Nachricht mit Fragen, Kommentaren oder Feedback.