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Die Niersstätten – Prototyp für eine nachhaltige Flächenentwicklung

  Die Niersstätten – Prototyp für eine nachhaltige Flächenentwicklung       Das Projekt Niersstätten zielt auf die Entwicklung eines nachhaltigen Gewerbeareals (ca. 22.500 qm) in Mönchengladbach Wickrath ab. Hierbei soll eine alte Textil-Industriebrache neu-entwickelt werden. In Linie der städtischen Erfahrung im Themenfeld des gesunden und nachhaltigen Bauens soll das Gewerbeareal nach ökologisch nachhaltigen Entwicklungs- und Baustandards als auch Kommunikations- und Kollaborationsstandrads entwickelt werden. Einzahlend auf eine zukunftsfähige Gewerbe- und Wohnsiedlungsflächenentwicklung soll das Projekt Leuchturm und Best-Practise für das Rheinische Revier sein und die Bauwende im Strukturwandel mit-aktivieren. Die avisierte Fläche besitzt industrielle Textilhistorie. Es liegt eine teilweise bebaute Altlastenverdachtsfläche mit Versiegelungen, Grünflächen und Naturschutzflächen vor. Eine Belastung der Fläche durch Schwermetalle und chemische Substanzen wird vermutet. Die adressierte Fläche besteht aus 12.500 qm bebaubarer Fläche, 7.300 qm Naturschutzfläche, 2.700 qm Grünfläche – sowie einem Bestandsgebäude. Der umliegende Stadtteil Wickrath zeichnet sich durch eine sehr gute und qualitativ hochwertige Infrastruktur (z.B. Einzelhandel, Veranstaltungsstätte, Sportanlagen) aus. Das direkte Umfeld ist durch Wohnbebauung, bereits bestehendes Gewerbe, Öffentliche Parks, sowie der Nähe zur Niers mit Anbindung an ein Naturschutzgebiet gekennzeichnet. Die Nähe zum Bahnhof als auch zur Autobahn ermöglichen eine gute regionale und überregionale Verkehrsanbindung. Bushaltestellen und eine fahrradfreundliche Lage kennzeichnen die lokale Anbindung. Eine Entwicklung der Fläche muss laut §34 BauGB eine „Einpassung in die nähere Umgebung“ aufweisen. Im Wettkampf um Fachkräfte und Unternehmen von Zukunftsbranchen spielen Leuchtturmprojekte der Wirtschafts- und Siedlungsflächenentwicklung innovativen Charakters eine wichtige Rolle für die Stadt Mönchengladbach und das Rheinische Revier gesamt. Im Sinn der erhöhten ökologischen Sensibilität in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bezüglich des Flächenverbrauchs steht hierfür der klassische Weg zur Entwicklung von Gewerbegebieten nur noch stark begrenzt zur Verfügung. Die sowohl im Wirtschafts- und Strukturprogram 1.1 des Rheinischen Reviers, der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie als auch beim Green Deal der EU geförderte bzw. beschriebene Flächenkreislaufwirtschaft kann durch die Entwicklung von Industrie-Brachflächen angeschoben werden. Hinzu kommt, dass die angestrebte innovative Mischnutzung des Projekts Niersstätten auf die im WSP gewollte Funktionsmischung bei Wirtschafts- und Siedlungsflächen einzahlt. Es werden sowohl Standards für die optimale Entwicklung des realen Anwendungsfalls als auch für kleinteilige Gewerbestandorte – gepaart mit betrieblichem Wohnen, einer multifunktionalen Infrastruktur sowie eine nachhaltige Strategie im Umgang mit Investoren und Nutzern – gesamt ausgearbeitet. Hierzu zählen Konzeptentwicklungen für Entsorgung, Sanierung, Recycling und Urban Mining zur Erhaltung von Wertstoffen bzw. Bestandgebäuden, der Umgang mit Begrünungen der Anlage und von Gebäuden, Biodiversität fördernden Maßnahmen, nachhaltige Flächenversieglungen, autarke Energieversorgung, integrierte Sharing Strukturen, sowie attraktive Arealparkanlagen. Die Vermarktungschancen an die Nutzerzielgruppe werden durch eine nachhaltig aufgesetzte und wirkende Marketingstrategie maximal gesteigert. Der sensible Umgang mit blauen Strukturen (z.B. Hochwassermanagement) bietet ebenfalls die Chance ein Vorbild hinsichtlich Klimawandelanpassung zu statuieren. Im Vergleich zu klassischen Entwicklungen von Gewerbe- und Wohngebieten ist- auch aufgrund fehlender bzw. ungenügender Erfahrung - die nachhaltige Erarbeitung entsprechender Konzepte mit einem erhöhten Aufwand verbunden. Um die dargelegten Potentiale für Stadt und Revier zu heben, wird daher hier die Förderung über REVIER.Gestalten angestrebt.    
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