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BlackFourier – Blockchain-basierter Kontostand über das individuelle CO2e Restbudget

In den Zielen des Paris-Abkommens ist ein noch verbleibendes CO2e-Budget der gesamten Menschheit benannt, um die Erderwärmung durch den Klimawandel auf ein bestimmtes Niveau zu begrenzen. Es wird essenzielle Aufgabe aktueller und kommender Generationen sein, diese Menge auf keinen Fall zu überschreiten, sondern im Gegenteil sogar zeitnah zu reduzieren. Durchschlagende und schnelle Lösungen für dieses weltumspannende Problem sind aktuell nicht in Sicht. Ein sinnvoller Lösungsansatz ist es unserer Ansicht nach, Unternehmen und Individuen eine lückenlose, vollständige und digitale verifizierbare Messung ihres CO2e-Verbrauchs zu ermöglichen. Aufbauend auf diesem Konstrukt kann einfach und für jedermann nachvollziehbar eine Reduktion des individuellen und somit letztlich auch des gesamten noch verfügbaren CO2e-Budgets erfolgen. Wir haben ein Proof-of-Concept dieses Lösungsansatzes realisiert, der das verbleibende CO2e-Gesamtbudget der Menschheit in einer umweltfreundlichen Blockchain abbildet. Hierbei handelt es sich terminologisch exakter formuliert um einen „Directed Acyclic Graph“ (DAG). CO2 und seine gasförmigen Äquivalente (CO2e) werden durch diese Maßnahme zu einem Wertgegenstand, zu einem ökonomischen Maß und durch die Blockchain-assoziierte Layer-2-Kryptowährung digital handelbar. Mithilfe von Smart Contracts und App-Integrationen können schließlich sowohl Endkunden als auch Unternehmen ihr CO2e-Budget – ähnlich wie ihren Kontostand oder ein Unternehmenskonto – verwalten. Eine Business-to-Business (B2B)-Programmierschnittstelle (API) wird zusätzlich entwickelt, um Geschäftskunden die Implementierung der Layer-2-Kryptowährung in ihre digitalen Vertriebssysteme wie zum Beispiel Webshops und Einzelhandelskassen zu ermöglichen. Es resultiert ein neues Tauschmittel, mit dem Produkte zukünftig in CO2e statt in FIAT-Währungen bezahlt werden können. Durch die Währung wird für die Verbrauchenden transparent, welchen CO2e-Emissionsanteil und damit welche CO2e-Kosten ihre gewünschten Produkte und Services tatsächlich haben. Somit werden für die Allgemeinheit genau die Produkte und Services günstiger, die den umweltfreundlichsten Impact haben. Das Tauschmittel ermöglicht infolgedessen einfache und alltagskompatible Entscheidungen hinsichtlich nachhaltigen und ressourcenschonenden Konsums für das Individuum. Unternehmen bekommen die Möglichkeit, Prozesse und Lieferketten zukunftsfähig und wirtschaftlich zugleich auszurichten. Dies ist für das Rheinische Revier besonders wichtig, da „der Kraftwerksstandort Rheinisches Braunkohlerevier (RR) die größte Kohlendioxid-Quelle Europas“ ist, so eine Studie aus dem Jahre 2005. Es ist größte Dringlichkeit geboten, mit den Bürgerinnen und Bürgern, aber auch den ansässigen Unternehmen im Revier innovative Möglichkeiten zu nutzen und neue Wege zu gehen. Diese neuen Wege sollen ermöglichen, dass sich das RR zwar neu strukturiert, aber auch in Zukunft ein herausragender wirtschaftlicher Standort bleibt. So würde das RR einer Verantwortung für kommende Generationen gerecht und könnte seinen historischen CO2e-Fußabdruck reduzieren. Gegenstand des Vorhabens ist es, exemplarisch mit dem Revierstandort Dormagen den Proof-of-Concept zu einem Prototyp weiterzuentwickeln. Dieser soll anschließend kommerzialisiert werden. Hierfür planen die Partner die Integration des Blockchain-Tauschmittels in der lokalen Bürger-App „Unser Dormagen“ sowie in einem lokalen Einzelhandelsgeschäft. Ziel des Vorhabens ist die Gründung eines neuen Unternehmens im RR, z. B.am Standort Hürth oder Dormagen, das insbesondere die B2B-Paymentplattform und deren API professionell verwertet und über die Reviergrenzen hinaus weltweit vermarktet.
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