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Aufbau einer Beratungsstelle für Industrie und Zulieferindustrie, für Handel und Gewerbe im Rheinischen Revier zum Thema Fügetechnik

Fügetechnik ist eine Schlüsseltechnologie, die sich in die bekannteren Hauptgebiete Schweißen, Löten, Kleben und weitere Verfahren aufteilt. Man kennt sie schon aus der Steinzeit, als die ersten Menschen aus einfachen Werkzeugen wie Faustkeil und Steinklinge durch beständige Weiterentwicklung immer bessere Gerätschaften entwickelt haben. So wurde durch Aufsetzen eines Stocks auf eine Steinklinge ein Pfeil, mit dem man effektiver jagen konnte. Aus einem Faustkeil wurde durch das Anbringen eines Schaftes ein Beil, das z. B.  die Bearbeitung von Holz vereinfacht. Voraussetzung für diesen technischen Fortschritt war die Entwicklung einer geeigneten Fügetechnik. So wurden die Steinklingen mit Baumharzen oder Pech in ihre Schäftungen eingeklebt, die Bettung des Axtkopfes zur Verstärkung zusätzlich umwickelt. Eine Klebtechnik, die heute im Prinzip noch genauso funktioniert. D. h., die Fügetechnik ist eine Technologie, die die entscheidende Kompetenz birgt, aus Einzelteilen nützlichere, effizientere Produkte und Systeme zu 'fügen'. Als aktuelles Beispiel sei die Elektromobilität genannt: Das Streben nach hoher Reichweite zwingt zu konsequentem Leichtbau in den Fahrzeugen. Dieser geht teilweise sehr viel weiter als es aktuell im Automobilbau Stand der Technik ist. Eine dort häufig vorkommende Verbindung im Karosseriebau ist die zwischen Stahl und Aluminium. Die herkömmliche Schweißtechnik, die bei artgleichen Verbindungen als zuverlässiges, praktisches Standardverfahren gilt, ist hier nicht einsetzbar. Diese beiden Materialien werden deshalb heute aufwendig und teuer geklebt und genietet. Um die wirtschaftlichen Vorteile des Schweißens auch für diese Materialkombination zu erschließen, wurde in der Region unter Beteiligung der Projektpartner FEF GmbH und RWTH-ISF das in der Industrie gut eingeführte Metallschutzgasschweißen erfolgreich modifiziert. Es steht zukünftig für den Karosseriebau in der Elektromobilität zur Verfügung. Die Beispiele lassen sich beliebig fortsetzen. Neue innovative Produkte stellen neue spezifische Anforderungen, und so treibt die Entwicklung und die Produktion neuer Produkte auch die Entwicklung der Fügetechnik voran - eine Aufwärtsspirale. Im Rheinischen Revier gehen mit dem Ausstieg aus der Kohle viele metallverarbeitende Betriebe, die bislang für den Bergbau und die Zulieferindustrie arbeiten, in eine ungewisse Zukunft. Hier sind nicht nur Arbeitsplätze im Bergbau und in der Zulieferindustrie in Gefahr, sondern auch in Handel und Gewerbe. Gleichzeitig steckt gerade in diesen Betrieben ein großes Know-how im Bereich der Metallverarbeitung, das im Prinzip lediglich auf ein neues Ziel, nämlich z. B. grüne Technologien wie die eMobilität, ausgerichtet werden muss, um weiter bestehen und sich weiter entwickeln zu können. Die 'Beratungsstelle Fügen' setzt genau hier an: Unser Ziel als kompetente Partner für Engineering-Dienstleistungen (FEF) und Forschungs- und Entwicklungsaufgaben (RWTH-ISF) sowie der Fördermittelakquise für Projekte im Bereich Fügetechnik ist es, · die fügetechnische Kompetenz der metallverarbeitenden Betriebe aus dem Rheinischen Revier für das Rheinische Revier zu erhalten und zu erweitern, · die Unternehmen im Transformationsprozess 'aus der Kohle hin zu innovativen, nachhaltigen, grünen Technologien von morgen' zu unterstützen, · die gewachsenen und mit der Region verbundenen Betriebe zu ertüchtigen, ihr Know-how gewinnbringend in das Rheinische Revier zu investieren, · qualifizierte Arbeitsplätze im Rheinischen Revier zu erhalten, · die Wertschöpfungsketten zu transformieren und zu erweitern, · damit neue Arbeitsplätze für qualifizierte Fachkräfte genauso wie Ausbildungsplätze in der Region zu schaffen und · die Region attraktiv für überregionale Unternehmen aus Industrie, Handel und Gewerbe zu machen, · die ihrerseits neue Arbeitsplätze, neue Technologien, lebenswerten Raum schaffen. Eine Aufwärtsspirale. Unser Motto: Beratungsstelle Fügen - WIR HALTEN DAS REVIER ZUSAMMEN
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