teaser-bildJörg Faltin (FSW), Susanne Gom­bert, Rox­anne Hornman und Rebecca Dillon Robinson (alle LAND Ger­many) beim Jüchener Work­shop im Haus Katz.Foto: Zweckverband Tagebaufolge(n)landschaft Garzweiler

09.07.2019

Zweckverband Garzweiler entwickelt Leitbilder für Tagebaufolgelandschaft

Der Zweckverband Garzweiler nimmt bei der Entwicklung des Rheinischen Reviers weiter an Fahrt auf. Nachdem er bereits Anfang Mai den ersten Teilabschnitt des Initialprojekts „Grünes Band“ in Jüchen eröffnet hatte, haben der Zweckverband und die Düsseldorfer Planungsbüros FSW sowie LAND Germany jetzt in einem gemeinsamen Workshop erste Arbeitsergebnisse für die Leitbilder der Projekte „Innovation Valley“ (FSW) und „Grünes Band“ (LAND Germany) präsentiert. Beide Projekte werden aus dem Bundesförderprogramm „Unternehmen Revier“ gefördert.

Für das „Grüne Band“ wurden Voschläge für den Verlauf des Rundewegs um den Tagebau und Möglichkeiten verschiedener Landschaftstypen diskutiert. Mit einem Expertenworkshop und einem Ideenwettbewerb soll das „Innovation Valley“ inhaltlich und räumlich konkretere Form annehmen.

„Das war ein sehr produktiver Workshop, bei dem alle Projektbeteiligten fokussiert zur Erarbeitung einer gemeinsamen Zukunftsvision beigetragen haben. Mit ersten Ergebnissen der Leitbildentwicklung zum „Grünen Band“ ist dabei bereits Ende 2019, mit einem Leitbild zum „Innovation Valley“ rund ein Jahr später, im Herbst 2020 zu rechnen“ resümiert Volker Mielchen, Geschäftsführer des Zweckverbands.

Verbandsvorsteher Dr. Gregor Bonin führt aus: „Mit den beiden Projekten haben wir starke langfristige Zielbilder. Wir werden in den kommenden Monaten aber auch weiter an der konkreten Umsetzung des Grünen Bands arbeiten. So entstehen viele kleine Bausteine, um den Menschen in der Region eine lebenswerte Heimat zu schaffen.“

Beim Workshop im Jüchener Haus Katz waren neben den Städten und der Gemeinde des Zweckverbands – Mönchengladbach, Erkelenz, Jüchen, Titz – auch Vertreter von RWE Power, der Region Köln Bonn, der Zukunftsagentur Rheinisches Revier, der Bezirksregierung Düsseldorf sowie der Stabsstelle Strukturwandel des Rhein-Kreises Neuss der Einladung zum Workshop gefolgt.

„Die Entwicklung der Tagebaufolgenlandschaft ist eines der zentralen Themen im Strukturwandel. Je konkreter diese Planungen, desto greifbarer wird er“, ergänzt Boris Linden von der Zukunftsagentur Rheinisches Revier.

Hintergrund: Zweckverband Tagebaufolge(n)landschaft Garzweiler

Im Jahr 2017 gründeten die Stadt Mönchengladbach, die Stadt Erkelenz, die Stadt Jüchen und die Gemeinde Titz den Verband. Das Unternehmen RWE Power AG und der Region Köln-Bonn e.V. gehören dem Zweckverband als beratendes Mitglied ohne Stimmrecht an. Das Verbandsgebiet liegt im Rheinischen Revier und umfasst rund 430 Quadratkilometer. Zentrale Aufgabe des Zweckverbandes ist die gemeinsame Entwicklung dieses Raumes unter Berücksichtigung des regionalen Strukturwandels. Dazu haben die Gründungsmitglieder im Jahr 2016 eine Perspektive für den Raums entwickeln lassen, das so genannte „Drehbuch“. Der Zweckverband bearbeitet die Themenfelder Landschaft, Gesellschaft, Wirtschaft, Städtebau und Infrastruktur. Darüber hinaus führt er die Abstimmung der gemeinsamen Planungen, die gemeinsame Weiterentwicklung der Perspektiven, die Qualitätssicherung, die Wahrnehmung der Aufgaben als weiterer Träger öffentlicher Belange in den gesetzlichen Planungsverfahren und die gemeinsame Flächenentwicklung und -Bewirtschaftung durch. Verbandsvorsteher ist Dr. Gregor Bonin, Geschäftsführer ist Volker Mielchen.

Das von der Mediengestaltung der Stadt Mönchengladbach entwickelte Logo mit seinen vier in die Zukunft weisenden Pfeile symbolisiert die schrittweise Entwicklung der Landschaft in die Zukunft der Tagebauregion: Sand steht für die durch den Tagebau sichtbar gewordenen Erden, Grün für Umwelt, Natur und Erholung, Blau für zu entstehende Gewässer und Magenta für die Dynamik des wirtschaftlichen Wachstums der Region. In der Logo-Wortschöpfung „LANDFOLGE“ wird Folge als etwas definiert, das aus einem bestimmten Handeln oder Geschehen folgt. Interpretiert man Folge wie das englische Pendant Follower in den sozialen Medien, so ist das Wort auch positiv besetzt: Je mehr Follower, desto größer die positive Resonanz.

(Pressemitteilung: Zweckverband Tagebaufolge(n)landschaft Garzweiler)

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