teaser-bildDer Netz­ausbau ist ein zen­traler Pfeiler in der jetzt vor­ge­legten Ener­gie­ver­sor­gungs­stra­tegie für das Land Nord­rhein-West­falen.

19.07.2019

Landesregierung legt Energieversorgungsstrategie für Nordrhein-Westfalen vor

Düsseldorf - Wirtschafts- und Energieminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart hat am 10. Juli dem Landtag die Energieversorgungsstrategie für das Land Nordrhein-Westfalen vorgelegt. Damit stellt die Landesregierung die energiepolitischen Weichen für eine klimaverträgliche, sichere und bezahlbare Energieversorgung. Kernelemente sind der deutliche Ausbau der Erneuerbaren Energien sowie ein zügiger Netzausbau, moderne Speichertechnologien, eine flexiblere Nachfragegestaltung und die Nutzung von Gas als Brückenenergie.

Minister Pinkwart: „Nordrhein-Westfalen ist Vorreiter beim Ausstieg aus der Kohleverstromung. Es ist unser erklärtes Ziel, möglichst ab 2035, spätestens aber ab 2038 gänzlich auf die Kohleverstromung zu verzichten. Dazu brauchen wir ein stabiles und bezahlbares Energiesystem. Beides miteinander in Einklang zu bringen ist eine Jahrhundertaufgabe und die große Verantwortung unserer Generation. Wir reduzieren die CO2-Emissionen im Energiesektor bis 2030 um bis zu 70 Prozent und bleiben das Land für sichere und bezahlbare Energie.”

Zentrale Zielsetzungen der Strategie

  • Bis 2030 strebt die Landesregierung ein starkes Wachstum bei Erneuerbaren Energien an: So soll die vorhandene installierte Leistung auf 10,5 Gigawatt Wind und 11,5 Gigawatt Photovoltaik verdoppelt werden. Bis 2050 soll die Energieversorgung vorrangig über Wind, Photovoltaik, Gaskraftwerke in Kraft-Wärme-Kopplung, Geothermie und grünen Wasserstoff gesichert werden.
  • Zusätzlich bedarf es weiterer Anstrengungen beim Netzausbau sowie einer Umstellung der Sektoren Mobilität und Wärme auf weitgehende Klimaneutralität. Hierfür müssen die Bedingungen für die Sektorenkopplung verbessert werden, zum Beispiel durch die Einführung einer aufwandsneutralen CO2-Bepreisung.
  • Strom muss bezahlbar bleiben: Um die hohen Belastungen für Verbraucherinnen und Verbraucher zu reduzieren, setzt sich die Landesregierung für eine deutliche Senkung der Stromsteuer ein. Zur Entlastung der produzierenden energieintensiven Industrie setzt sich die Landesregierung außerdem auf EU-Ebene für eine umfassende Strompreiskompensation ein.

Minister Pinkwart: „Nordrhein-Westfalen geht bei der Energiewende voran. Mit dem ehrgeizigen Ausbau der Erneuerbaren Energien und dem Kohleausstieg leisten wir als dicht besiedeltes Industrie- und Energieland einen erheblichen Beitrag, um die Klimaziele zu erreichen. Wir wollen mit unserer Energieversorgungsstrategie eine klimaverträgliche, sichere und bezahlbare Energieversorgung gewährleisten und langfristige Planungssicherheit für alle Beteiligten erreichen.”

Die Klimaziele von Paris machen eine Umstellung auf eine weitgehend klimaneutrale Energieversorgung in Deutschland erforderlich. Die Energiewende, der vorzeitige Ausstieg aus der Kohleverstromung, die Reform des EU-Emissionshandels und das sogenannte EU-Clean-Energy-Package tragen dazu bei, das Energiesystem langfristig in diese Richtung zu gestalten. Die „Energieversorgungsstrategie Nordrhein-Westfalen“ kann hier heruntergeladen werden.

(Pressemitteilung MWIDE 10.07.2019)

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