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teaser-bildFoto: Elnur Amikishiyev / stock.adobe.com

31.03.2021

Virtuelle Innovationsreise zum israelischen Startup-Ökosystem und zu Technologien aus dem Bereich „Circular Economy"

Was passiert, wenn israelischer Gründergeist auf deutsches Sicherheitsdenken trifft? Wie kann ein relativ kleines Land zu einem großen Leuchtturm für zirkuläre Wirtschaft werden? Diese und weitere Fragen beantwortet der Revierknoten „Industrie“ der Zukunftsagentur Rheinisches Revier im Rahmen einer besonderen Veranstaltung.

Tel Aviv, Israel.Foto: AHK Israel, Tel Aviv

Interessierte sind eingeladen, am Mittwoch, 5. Mai, per Zoom nach Tel Aviv zu reisen und dort junge Gründer zu treffen, ja sogar Kontakte zu potenziellen Geschäfts- und Innovationspartnern zu knüpfen. Dabei erfahren die Teilnehmenden auch, wie die Menschen in Israel sind: direkt, neugierig und „ready for business“. Das Zoom-Treffen richtet sich vornehmlich an Unternehmen, Gründende sowie Startups und findet in englischer Sprache statt.

Hintergrund

Die Entwicklung Israels nach seiner Gründung 1948 ist sowohl technologisch als auch wirtschaftlich einzigartig. Das Land zählt knapp über neun Millionen Einwohner auf einer Fläche so groß wie Hessen. Israels innovatives Ökosystem mit seinen führenden Technologien, etwa in den Bereichen Wasser- und Energieeffizienz, wurzelt in vielen Gründen. Dazu zählen die Knappheit an natürlichen Ressourcen, die Dichte der Bevölkerung, die aktuelle Infrastruktur sowie das wachsende Bewusstsein für nachhaltige Lösungen.

Die zirkuläre Wirtschaft ist ein branchen- und unternehmensübergreifendes Querschnittsthema, das großes Potenzial in Bezug auf die Ressourcenschonung hat. Stoffkreisläufe mit der Prämisse, recyceltes Material wiederzuverwenden, tragen dazu bei, Rohstoff verbräuche zu senken, den Energiebedarf bei der Herstellung zu reduzieren und Abfälle zu vermeiden. Beispiele für solche Stoffströme sind Metalle, Kunststoffe, Glas, Papier, Wasser, Textilien, Roh- und Baustoffe sowie Lebensmittel. Zukunftsfähige Technologien aus verschiedenen Bereichen sind unverzichtbar, um diese Ziele umzusetzen.

Dank der weltweit höchsten Dichte an Startups hat sich Israel zu einem führenden Hochtechnologiestandort entwickelt. Jährlich 1.000 bis 1.500 Neugründungen ergänzen die derzeit bereits knapp 8.500 Startups. Gründe für diesen Erfolg sind eine weitsichtige Forschungspolitik, die erstklassigen Forschungszentren der Universitäten und die enge Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen Militär, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft.

Das Potenzial Israels als Innovationsquelle haben mittlerweile auch viele Großunternehmen erkannt. Mehr als 320 multinationale Konzerne betreiben Entwicklungs- und Forschungszentren vor Ort. Unter ihnen befinden sich auch große deutsche Unternehmen wie Bosch, Deutsche Telekom, Siemens, SAP, VW und Daimler. Allerdings bestehen auch für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) große Chancen, an der Innovationskraft zu partizipieren.

Wobei die Wirtschaftskulturen große Unterschiede aufweisen. Israelischer Gründergeist trifft auf deutsches Sicherheitsdenken, in Konferenzen treffen Jeans und T-Shirt auf elegante Anzüge, und israelische Flexibilität und Improvisationsvermögen treffen auf langfristige, gut durchdachte deutsche Planung. Diese Gegensätze ergänzen sich bei näherem Hinsehen jedoch erfolgreich. Zudem sind sich Akteure in Israel und Deutschland in vielen grundlegenden Bereichen der Geschäftskultur sehr ähnlich: Beide schätzen Offenheit, Direktheit und Pragmatismus.

Teilnahme

Zeit: Mittwoch, 5. Mai 2021, 09:30 bis 13:00 Uhr

Ort: Online per Zoom-Meeting

Anmeldung: Hier

Einladung und Programm:

Anja Mauel

Ihr Ansprechpartner:
Anja Mauel

Telefon: +49 2131 9268-536
anja.mauel@rheinisches-revier.de

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