Herr Jens Bröker, Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft indeland GmbH, hat über die letzten drei Jahre die ehrenamtliche Leitung des Revierknotens Ressourcen und Agrobusiness übernommen. Nun endete diese Tätigkeit planmäßig und die Themen des Revierknotens werden künftig unter dem Dach der Zukunftsagentur fortgeführt.

Zu diesem Anlass fand am 23. Juni 2022 im Kreishaus Düren die Abschlussveranstaltung des Revierknotens mit dem Titel Ressourcenwende.Regional statt. Das Rheinische Revier benötigt analog zur Energiewende eine regionale Ressourcenwende und der Revierknoten Ressourcen und Agrobusiness hat in den vergangenen Jahren erfolgreich diesen Transformationsprozess im Rheinischen Revier mitgestaltet, Netzwerke aufgebaut und Projekte initiiert und begleitet.

Herr Bröker ließ in seiner Einführung diesen Prozess noch einmal Revue passieren und schloss damit, dass die Bedeutung einer stärker regionalisierten, kreislauforientierten Wirtschaft, nicht nur in Bezug auf die Energieversorgung, sondern auch in Bezug auf Rohstoffe und weitere natürliche Ressourcen in Anbetracht der derzeitigen weltpolitischen Lage weiter zunehmen wird. Die Themen des Revierknotens sind daher von großer strategischer Bedeutung und leisten einen wichtigen Beitrag zu der im Wirtschafts- und Strukturprogramm 1.1 formulierten Vision, dass das Rheinische Revier im Jahr 2038 die Region sein wird, in der die Ziele des Europäischen Green Deal am konsequentesten umgesetzt wurden.

Bodo Middeldorf, Geschäftsführer der Zukunftsagentur, dankte Herrn Bröker für seine geleistete Arbeit und sprach den Wunsch aus, auch zukünftig eng mit ihm zusammenzuarbeiten. Dr. Ruth Hausmann und Dr. Stephan Piotrowski aus dem Team des Revierknotens gaben im Gespräch mit der Moderation Anna-Lena Kümpel den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Einblick in die Arbeit der vergangenen zweieinhalb Jahre und den Prozess der Erarbeitung des Wirtschafts- und Strukturprogramms 1.1.

Anschließend hielt Frau Dr. Monika Dittrich, ifeu - Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg gGmbH, einen Einführungsvortag, in dem sie einen Überblick zum Stand der Circular Economy in Deutschland gab (Link zum Vortrag). Als große Hebel, um dem Ziel einer ressourcenschonenden Wirtschaftsweise näherzukommen, nannte sie die Energiewende, Suffizienz in der Siedlungspolitik, technische Innovationen v.a. in Grundstoffindustrien, Substitution abiotischer durch biotische Rohstoffe und Wiedernutzung bzw. Recycling.

Danach stellten Herr Dr. Henning Wilts, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, und Herr Oliver Lühr, Prognos AG, die Ergebnisse einer Studie im Auftrag der Zukunftsagentur vor, in der sowohl Ansätze für eine Regionalstrategie zur Ressourcenwende erarbeitet wurden als auch Vorschläge für die Entwicklung eines Monitoringsystems, mit dem die Transformation des Rheinischen Reviers entsprechen der im WSP 1.1 formulierten Vision messbar gemacht werden könnte (Link zum Kurzbericht). Die Ergebnisse der Studie sowie die Chancen und Herausforderungen einer regionalen Ressourcenwende wurden abschließend in einer Podiumsrunde diskutiert.

Bildlegende (von oben nach unten):

Jens Bröker während seiner Begrüßungsrede

Jens Bröker und Bodo Middeldorf

Dr. Stephan Piotrowski, Dr. Ruth Hausmann, Anna-Lena Kümpel

Dr. Stephan Piotrowski

Dr. Monika Dittrich

Bodo Middeldorf, Stefan Pfennings, Dr. Peter Markus

Publikum

Oliver Lühr bei der Präsentation der Studienergebnisse

Podiumsdiskussion: Saskia Gall-Röhrig, Winfried Kranz-Pitre, Dr. Peter Markus, Prof. Dr. Simone Pauling, Anna-Lena Kümpel  

Bodo Middeldorf und Jens Bröker

Nicole Krüttgen, Dr. Ruth Hausmann, Jens Bröker, Daniela Lentzen-Görtz, Bodo Middeldorf, Dr. Stephan Piotrowski