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teaser-bildFoto: BioökonomieREVIER

16.11.2021

Neue Studie zu Potenzialen in Industrie und Verwertung

„Die über 400 Unternehmen im Rheinischen Revier können nicht nur einen relevanten Beitrag zum Gelingen der bioökonomischen Transformation leisten, sondern zukünftig auch direkt von der biobasierten Wirtschaftsweise profitieren“, sagt Michael Carus, Geschäftsführer der nova-Institut GmbH aus Hürth. Die regionale Branchenvielfalt werde dazu beitragen, neue branchenübergreifende Wertschöpfungsketten im Rheinischen Revier zu etablieren. Dies gehört zu den Ergebnissen, zu denen das nova-Institut in einer von BioökonomieREVIER (mehr: siehe „Hintergrund“ unten) beauftragten Studie zu Potenzialen in der hiesigen Industrie und Verwertung kommt.

Für die Bioökonomie relevante Industriesektoren finden sich in der Region vor allem in den Bereichen Chemie und Biotechnologie, der Pharmazie, der Papierindustrie, der holzverarbeitenden Industrie und der Textilindustrie. Weitere Potenziale liegen auch in den Bereichen Bau und Energie vor, die jedoch hier nicht untersucht wurden, sowie in der Land- und Lebensmittelwirtschaft, die in der Prognos-Studie „Bioökonomie: Potenziale im Rheinischen Revier - Rohstoffe und Ernährung“ (auch in unserem Download-Bereich zu finden) eingehend dargestellt wurden.

Neben einer Analyse der Ist-Situation, die sich auf Zahlen aus den Jahren 2014 bis 2018 stützt, schaut die Studie in die Zukunft, indem sie aus dem Bedarf Handlungsempfehlungen ableitet: „Viele der empfohlenen Handlungspfade sind bereits in Arbeit. Die Branchen sind dabei, sich für eine nachhaltige Zukunft neu zu erfinden. Über alle Schlüsselindustrien im Rheinischen Revier gibt es erfolgversprechende Ideen. Der regionale Branchen-Mix erweist sich dabei als Glücksfall. Im Zusammenspiel mit der exzellenten Forschungsinfrastruktur im Rheinischen Revier und der Vernetzung der Akteure untereinander entstehen Innovationsansätze für neue, nachhaltige Wertschöpfungsysteme mit überregionaler und internationaler Strahlkraft“, resümiert Prof. Ulrich Schurr, Direktor des Instituts für Pflanzenwissenschaften des Forschungszentrums Jülich und Initiator der Modellregion für nachhaltige Bioökonomie.

Wer sich für die Studie interessiert, kann sie hier herunterladen. Weitere Infos zum BioökonomieREVIER gibt es hier.

Hintergrund: Über den Tellerrand hinaus

Die Koordinierungsstelle BioökonomieREVIER ist am Forschungszentrum Jülich angesiedelt. Ihre zentralen Aufgaben sind Networking und Beratung. Im Sinne einer bioökonomischen Kreislaufwirtschaft, die Branchen und Prozesse mit Mehrwert zusammenbringt, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, denkt BioökonomieREVIER interdisziplinär und schaut über den berühmten Tellerrand hinaus. Die nun veröffentlichte Industriestudie mit ihren quantitativen wie qualitativen Analysen hat das Team um Prof. Dr. Ulrich Schurr beim nova-Institut in Auftrag gegeben.

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