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Nachrichten

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24.12.2021

Ho-ho-honorige Ideen für 2022

Ob Christkind, Weihnachtsmann, Santa Claus oder die Liebsten selbst heute dem guten Glauben nach Schönes schenken, klar ist: Weihnachten ist eingeläutet. Die Zukunftsagentur wünscht auf diesem Weg Groß und Klein im Rheinischen Revier ein frohes Fest, einen gemütlichen Jahresausklang und einen optimistischen, energiegeladenen Start in das Jahr 2022, das für uns alle viele Herausforderungen mit sich bringt.

Um es nicht bei diesem Festtagsgruß allein zu belassen, haben wir zwölf Tipps zusammengestellt, die helfen wollen, Nachhaltigkeit und achtsamen Umgang mit Ressourcen in den Alltag einzubauen – einen für jeden der kommenden Monate. Selbstverständlich ist allen selbst überlassen, wie sie damit umgehen, aber unsere Empfehlung lautet: Probieren Sie doch jeden Monat unvoreingenommen einen Tipp aus. Gefällt Ihnen die Veränderung, integrieren Sie die neu entstandene Gewohnheit einfach dauerhaft. Das ist vielleicht nachhaltiger als die meisten Neujahrsvorsätze. 😉

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Plastik? Kommt nicht in die Tüte!

Jutebeutel, Aufbewahrungsboxen oder Stoffnetze. Mindestens einen dieser Gegenstände besitzen die meisten Menschen sicherlich schon. Warum also nicht auch zum nächsten Einkauf mitnehmen und so Plastiktüten sparen? Mit eigenen Frischhaltedosen geht das – sofern geltende Corona-Vorschriften nicht dagegensprechen – auch beim Fleischer oder der Käserei für Aufschnitt. Und noch ein Extra-Tipp dazu: In Unverpackt-Läden ist sogar ausdrücklich erwünscht, in mitgebrachte Utensilien abzufüllen.

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Auf Tuchfühlung ohne Weichmacher

Was beim Einkauf gilt, gilt auch für das eigene zu Hause. Gerade in der Küche kommt oft Plastik (mit Weichmacher…) zum Einsatz: Das muss nicht sein. Frischhaltefolie ist nämlich nicht das einzige, was Lebensmittel schützen kann. Probieren Sie doch alternativ hierzu oder zu Alufolie einfach Frischhaltedosen – bevorzugt aus Glas - Bienenwachstücher oder erhältliche vegane Alternativen oder tatsächlich auch Textilien, um Teller oder Schüsseln abzudecken, Käse einzuwickeln und, und, und.

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Second Hand zur First Choice machen

Da freut sich nicht nur die Umwelt, sondern auch der Geldbeutel. Egal, ob Möbel oder Mode. Mit nur wenigen Klicks oder auch im Einzelhandel lassen sich tolle Schnäppchen in angesagter Retro-Optik finden – gebraucht, manchmal aber sogar neu, nur aus längst vergangenen Kollektionen. Laut Europäischem Parlament verursacht die Herstellung von Kleidung und Schuhen rund zehn Prozent der jährlichen Treibhausemissionen. An negativen Auswirkungen hinzu kommen oftmals untragbare Arbeitsbedingungen. Das sind doch gute Gründe, zu Gebrauchtem Ja zu sagen!

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Selbst zubereitete Getränke „to go“

Wasser ist Leben, trinken ist wichtig: Das weiß jedes Kind. Leitungswasser hat in den allermeisten Regionen eine nachgewiesene Top-Qualität: Kistenschleppen adé! Und auf Flüssiges unterwegs muss trotzdem keiner verzichten, Thermoflaschen und -bechern sei Dank. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie mit Homeoffice stellen viele fest, dass sie daheim ihren Traumkaffee oder -tee viel besser zubereiten können. Also einfach mitnehmen. Geht im Sommer natürlich auch mit selbst gemachten Limonaden, denn Thermoskannen halten nicht nur warm, sondern auch kalt.

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Umweltschutz ohne Schall und Rauch

Aufhören mit dem Rauchen: Das steht bei so einigen auf ihrer Liste von Vorhaben. Zu Recht, denn was schlägt man – wie so oft beim nachhaltigen Handeln – mehrere Fliegen mit einer Klappe, denn jetzt freuen sich die Gesundheit, der Geldbeutel und die Umwelt. Aus der Umwelt-Perspektive sind Zigarettenfilter das Hauptproblem. Nach dem Rauchen enthalten diese nämlich jede Menge Nikotin und andere Giftstoffe. Die Filter landen oft in der Natur und zersetzen sich erst nach 10 bis 15 Jahren. Besonders problematisch ist es, wenn diese ins Meer gelangen. Dort angekommen belasten sie das Wasser und vergiften Tiere, die sie für Futter halten.

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Sauber gefiltert

Sowohl Tee- als auch Kaffeetrinker können mit jeder Tasse zu einem besseren Klima beitragen. Und zwar mit verschiedenen Bausteinen, die schon beim Filter anfangen. Denn obschon Papierfilter für Heißgetränke mit und ohne Koffein schon mal guter erster Schritt sind, erzeugen sie immer noch mehr Müll als wiederverwendbare Metallfilter. Wer dann auch noch drauf achtet, dass die Produkte Bio-Qualität haben (reduziert Schadstoffe beim Anbau) und/oder fair gehandelt sind und/oder emissionsarm transportiert werden – Tipp: Es gibt mittlerweile sogar Segelkaffee! -, der setzt noch einen drauf.

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Wer einen Samen streut...

Artenvielfalt ist Grundlage dafür, dass unser Ökosystem noch lange existieren kann. Daher dürfen es alle gern zu ihrer persönlichen Aufgabe machen, die Artenvielfalt zu unterstützen, wo sie können. Im eigenen Garten erfreut eine Ecke mit Wildblumen Bienen, Hummeln und Schmetterlinge. Ideenreiche Guerilla-Gardener verstreuen Wildblumensamen aber auch gern mal auf Brachflächen oder wählen sie als Inspiration zum Gastgeschenk auf Hochzeiten und Jubiläen oder nehmen sie in das Portfolio geschäftlicher Give-aways auf.

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In Stoff schnäuzen

Die Dame lässt das Taschentuch mit ihren aufgestickten Initialen fallen, der Herr hebt es auf und trägt es schmachtend bei sich... Ein Accessoire aus solchen romantischen Szenen vergangener Zeiten ist in Vergessenheit geraten: das Stofftaschentuch. Dabei können Textilien helfen, jährlich tonnenweise Papierverbrauch zu sparen. Wer also Taschentücher und Küchenkrepp nachhaltig ersetzen will, schaut sich nach Stoffen um, die sich heiß waschen lassen, dann leidet auch die Hygiene nicht. Und mit einer kleinen handgemachten Stickerei versehen, wird’s auch noch zu einem Geschenk-Unikat – nicht nur für die Angebetete.

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Leihweise Müll vermeiden

Wie oft brauchen Sie ein Schleifgerät? Oder einen Gasgrill? Oder den Reifrock für das Ballkleid, das nur zum Opernball passt? Wenn wir genau hinschauen, gibt es Dutzende Dinge, die wir nur sehr selten benutzen – und das ist natürlich bei jedem individuell. Dass handwerklich Begabte mehr Geräte besitzen als Menschen, die gern kochen und backen, und die wiederum da besser ausgestattet sind als Personen, die ein Faible für Mode und volle Schränke haben, ist klar. Aber davon können wir alle profitieren, wenn wir unsere Kräfte bündeln. Zum Beispiel in Form eines “Leih-Schranks” im Büro oder einer “Leih-Liste” in der Nachbarschaft, wo alles hinterlegt oder vermerkt ist, was sich mal für ein paar Tage leihweise nutzen lässt. Spart Müll und Geld – und macht Freunde.

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Weniger Verbrauch, längere Nutzung

Rund um das Thema Strom und Technik bieten sich viele unkomplizierte Möglichkeiten, um Umwelt und Geldbeutel zu schonen. Simpel und effektiv zugleich: Geräte komplett ausschalten, wenn sie nicht laufen; auch Standby steigert den Verbrauch. Mehrfachsteckleisten mit An-Aus-Schalten vereinfachen das Prozedere. Und muss es jedes Jahr das neueste Modell des Laptops, Smartphones, Tablets sein? Für den Hausgebrauch sicher nicht. Wer Geräte möglichst lange verwendet, verbessert seinen ökologischen Fußabdruck.

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Naturgut von nebenan

Ob Stadt oder Land: Regionale Anbieter haben in den vergangenen Jahren viele gute Ideen entwickelt, wie Umweltbewusste sich vor Ort bestens versorgen können - ohne weite Transportwege. Sei es der Hühnerhof mit Eier-Abo aus Freilandhaltung, der Gemüsebauer, der Selbsternte anbietet, oder der Viehhof mit eigener Milchtankstelle, die täglich 24 Stunden geöffnet ist: Wer sich in seiner Umgebung umsieht und umhört, findet viele tolle Anlaufstellen. Und reitet die Familie auf dem Drahtesel zum Abholen und lässt das Auto stehen, freut das Klima sich noch mehr.

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Neues kosten

Selbst eingefleischte Grillliebhaber geben gerne zu, dass auch der Gemüsespieß lecker ist. Viele können sich ein fleischfreies Leben nicht vorstellen, weil sie viele Alternativen zu tierischen Produkten noch gar nicht probiert haben. Fleischfrei muss auch nicht zwingend sein, aber schon eine Reduktion des Fleischkonsums und die bewusste Entscheidung für regionale Produkte aus artgerechter Haltung helfen Tieren und Klima gleichermaßen. Das lässt sich durchaus spielerisch ausprobieren: An einem Tag in der Woche steht etwas bisher der eigenen Zunge Unbekanntes auf dem Speiseplan. Inspiration gefällig? Jackfruit, Amaranth, Morcheln (Foto), Lupinenprodukte, Cassava/Maniok, Yam... Nur auch da natürlich im Blick behalten, kurzen Transportwegen den Vorzug zu geben!

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