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28.08.2020

Digitale Reviergespräche im Rahmen der Bürgerbeteiligung beendet – weitere Beteiligungsformate im September

Die Zukunftsagentur Rheinisches Revier hat im August junge Menschen im Alter von 16 bis 25 Jahren eingeladen, ihre Ideen zu den Themen Bildung und Ernährung aus dem Wirtschafts- und Strukturprogramm (WSP) 1.0 des Rheinischen Reviers zu nennen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben diskutiert, wie dezentrale Marktplätze für regional erzeugte Produkte mit einer Nähe zum Konsumenten eingerichtet werden können. Besprochen wurde auch, wie der Preis von produzierten Lebensmitteln so gestaltet werden könnte, dass sich viele Menschen im Rheinischen Revier diese Lebensmittel leisten könnten. Beim Thema Bildung äußerte die Gesprächsrunde den Wunsch nach einer guten – möglichst flächendeckenden – Breitbandinfrastruktur, damit mehr digitale Unterrichtsformate geschaffen werden können. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hielten es für vorteilhaft, mehr in die Fortbildung von Lehrpersonal zu investieren, vor allem bei der Digitalisierung. Die Zukunftsagentur Rheinisches Revier mit ihren Revierknoten „Innovation und Bildung“ sowie „Ressourcen und Agrobusiness“ hat die Gespräche begleitet.

Die Diskussion war sehr intensiv, und die Ideen und Anregungen der jungen Menschen waren sehr hilfreich. Das Thema "Regionale Ernährung" war ein Schwerpunkt bei den Teilnehmenden. Die Zukunftsagentur wird bei weiteren Beteiligungsprozessen versuchen, kontinuierlich junge Menschen für den Strukturwandel im Rheinischen Revier zu begeistern und einladen mitzumachen.

Online-Reviergespräch mit Arbeitnehmern

Das zweite Online-Reviergespräch am 27. August mit Experten aus den Revierkonten „Energie“ und „Industrie“ richtete sich an Beschäftigte aus Branchen im Rheinischen Revier, die besonders vom Strukturwandel betroffen sind. 16 Personen haben aus unterschiedlichen Branchen teilgenommen. Hier war unter anderem die Befürchtung, dass Unternehmen im Rheinischen Revier angesiedelt werden, die keine tariflich bezahlten Arbeitsplätze anbieten. Es wurde auch diskutiert, wie möglicherweise große, weltweit agierende, Unternehmen angesiedelt werden könnten, die qualitativ hochwertige Facharbeiterinnen und Facharbeiter benötigen. Weiterhin merkten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an, dass auch durch die Digitalisierung, zum Beispiel im Dienstleistungssektor oder bei Versicherungen, viele Arbeitsplätze verloren gehen könnten.

Insgesamt wurden Chancen im Strukturwandel gesehen, wenn es gelingt Produktionsketten nicht nur energieeffizient, sondern auch ressourceneffizient zu gestalten. Dabei sollten viele Branchen mit ihren Arbeiternehmerinnen und Arbeitnehmern berücksichtigt werden, vor allem sollen die Zulieferbetriebe der Energie- und Industrieunternehmen im Revier intensiver berücksichtigt werden.

Revier-Werkstätten in Inden und Mönchengladbach

Eine weitere Möglichkeit, sich als Bürgerin und Bürger einzubringen, gibt es am 5. und 26. September. Dann finden in Inden und Bergheim Revier-Werkstätten statt, bei der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vertieft an Stellungnahmen zu den Handlungsfeldern und Maßnahmen der Zukunftsfelder des WSP 1.0 mitarbeiten können.

Die Bürgerbeteiligung ist ein auf Dauer angelegter Prozess, dessen Regeln im November 2020 in einer Beteiligungscharta festgehalten werden. Die Meinungen der Bürgerinnen und Bürger des Rheinischen Reviers werden auf der Website www.unser-zukunftsrevier.de gesammelt. Alle Anregungen aus den unterschiedlichen Beteiligungsformaten wie zum Beispiel Revier-Touren und Reviergespräche werden gesammelt und sollen in den Revierwerkstätten steckbriefartig zu einer Stellungnahme zu den jeweiligen Zukunftsfeldern zusammengefasst werden. Danach werden diese Stellungnahmen, ebenso wie die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange, geprüft. Diese sollen anschließend in die weiterentwickelte Version 1.1. des WSP einfließen. Die Veröffentlichung des WSP 1.1 ist für den Juni 2021 vorgesehen.

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