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teaser-bildInter­es­sierte können sowohl die Dis­kus­si­ons­runden auf der Haupt­bühne als auch der Fach­foren per Live-Stream ver­folgen.Foto: Forschungszentrum Jülich/Kerstin Nagel

10.06.2021

Bundespräsident eröffnet die Woche der Umwelt

Moderne Pflanzenforschung, die Bioökonomie der Zukunft und der Strukturwandel: Das sind Themen der diesjährigen "Woche der Umwelt". Diese wird heute von Bundespräsident Steinmeier auf Schloß Bellevue eröffnet wird. Mit dabei ist auch die Strukturwandel-Initiative "BioökonomieREVIER", die von Jülicher Forschenden koordiniert wird.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier lädt dazu am 10. und 11. Juni in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt in seinen Berliner Amtssitz ein. Wegen der Corona-Pandemie findet die Veranstaltung teils in Präsenz im Park von Schloss Bellevue, teils digital statt. So bieten die von einer Fachjury ausgewählten rund 150 Ausstellenden auf speziellen Webseiten Bild-, Text- und Tonmaterial an, das zum Stöbern und zur Spurensuche nach Wegen in eine nachhaltige Zukunft einlädt.

Unter dem Dach des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und dem Titel "Mit innovativer Forschung Ressourcen nachhaltig nutzen – über und unter der Erde" gibt das Jülicher Institut für Pflanzenwissenschaften Einblick in die moderne Pflanzenforschung und ihre Rolle in der Bioökonomie. Der Klimawandel erfordert, dass sich Pflanzen als Quelle für Lebensmittel und andere Produkte an neue Umweltbedingungen anpassen. Eine Strategie, die landwirtschaftliche Produktion nachhaltig zu steigern und zu sichern, ist die Züchtung widerstandsfähiger Nutzpflanzen. In Jülich arbeiten Forschende an neuen Methoden, um Pflanzensorten zu identifizieren, die unter wechselnden Umweltbedingungen besonders robust sind und möglichst hohe Erträge erzielen.

Das Rheinische Revier als Modellregion für nachhaltiges, biobasiertes Wirtschaften – das ist die Idee hinter der Strukturwandel-Initiative "BioökonomieREVIER", die von Jülicher Forschenden koordiniert wird, ebenfalls aus dem Institut für Pflanzenwissenschaften. Gemeinsam mit den Unternehmen, der Landwirtschaft, Kommunen und der Zivilgesellschaft soll sich eine ganze Region wandeln: Statt Kohle dienen hier zukünftig biobasierte Rohstoffe, zum Beispiel aus Pflanzen oder Mikroorganismen, als nachhaltige und ressourcenschonende Basis für eine Kreislaufwirtschaft. Der von Jülich koordinierte Forschungsverbund Bioeconomy Science Center (BioSC) bündelt bereits wichtige Themenfelder aus Forschung, Technologie und Ausbildung und liefert u.a. die wissenschaftliche Basis für die Entwicklung und Einführung bioökonomischer Wertschöpfungskonzepte.

"Smart Urban Skin - Nachhaltige Gebäudehüllen aus dem Rheinischen Revier" ist der Name eines weiteren Forschungsprojekts mit Jülicher Beteiligung, das bei der "Woche der Umwelt" im Zeichen von "Green Deal Textil" vorgestellt wird. Dabei geht es um eine neue Generation von Gebäudefassaden: Fassaden, die den Energieverbrauch und CO2-Emissionen von Gebäuden massiv senken, die Luft von Schadstoffen befreien, zu einem gesünderen Leben beitragen und Strom aus Sonnenlicht regenerativ erzeugen können. Die wissenschaftliche Expertise für "Smart Urban Skin" kommt unter anderem aus dem Jülicher Institut für Energie- und Klimaforschung.

Programm

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eröffnet die "Woche der Umwelt" am Donnerstag, 10. Juni, um 11 Uhr; Grußworte sprechen anschließend EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der US-Klimaschutzbeauftragte und frühere US-Außenminister John Kerry. Gegen 12 Uhr startet das zweitägige Programm auf einer Hauptbühne im Park von Schloss Bellevue sowie in digitalen Fachforen. Sowohl die Diskussionsrunden auf der Hauptbühne als auch der Fachforen können hier live per Stream verfolgt werden.

Was ist "BioökonomieREVIER"?

Die aus dem Forschungszentrum Jülich, Institut für Pflanzenwissenschaften (IGB-2) heraus koordinierte Initiative BioökonomieREVIER Rheinland soll die Transformation der Region in ein Reallabor für nachhaltiges Wirtschaften gestalten – auf der Basis biobasierter Innovationen sollen neue, regionale Wertschöpfungsketten und Geschäftsmodelle etabliert werden. Das Rheinische Revier bietet dafür herausragende wissenschaftliche und wirtschaftliche Voraussetzungen. Die Initiative wird im Rahmen des Sofortprogramms „Strukturwandel“ vom Bundesforschungsministerium BMBF gefördert.

Kontakt

Erhard Zeiss: e.zeiss@fz-juelich.de, 02461-61-1841

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