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teaser-bildScreenshot aus dem Len­kungs­kreis: Ver­treter aus den Kom­munen, dem Netz­werk­büro Bil­dung Rhei­ni­sches Revier und der Zukunft­s­agentur Rhei­ni­sches Revier

16.02.2021

Bildung als Motor des regionalen Strukturwandels im Rheinischen Revier

Auf Einladung des „Netzwerkbüros Bildung Rheinisches Revier“ konstituierte sich am 10. Februar der „Lenkungskreis Bildung Rheinisches Revier“. Hier erfahren Sie unter anderem welche Pläne für die nächsten zwei Jahre vorgestellt wurden.

Neben den Bildungsdezernenten der Kreise im Revier war auch Dr. Dominic Larue vom Bundesministerium für Bildung und Forschung beteiligt, das die Transformationsprozesse in den drei Braunkohleregionen Deutschlands durch das „Kompetenzzentrum Bildung im Strukturwandel“ unterstützt.

Er sagt: „Mit diesem Projekt will das BMBF dazu beitragen, dass regional abgestimmte Bildungsstrategien der Kommunen den Strukturwandel lenken und voranbringen. Damit führt das BMBF auf regionaler Ebene fort, was durch die ‚Transferinitiative‘ bereits seit 2009 mit mittlerweile 200 Kreisen und kreisfreien Städte erprobt und erfolgreich praktiziert wird: durch die Zusammenarbeit der relevanten Bildungsakteure auf der Basis einer kontinuierlichen, datengestützten Beobachtung des Bildungsgeschehens eine an den Herausforderungen und strategischen Zielen orientierte Weiterentwicklung kommunaler Bildungslandschaften für das lebenslange Lernen zu ermöglichen.“

In der Sitzung stellte das Netzwerkbüro seine Pläne für die nächsten zwei Jahre vor: Es soll eine Bildungsdatenbank entstehen. Aus diesem Fundus werden Berichte zu Bildungsthemen erstellt, die für den Strukturwandel von zentraler Bedeutung sind. In diesem Jahr sollen zwei solcher Berichte entstehen: ein erster wird sich mit den strukturellen Rahmenbedingungen der Bildung in der Region befassen, ein zweiter fokussiert die berufliche Bildung und Weiterbildung.

„Der Lenkungskreis ist für uns der Ort, an dem wir mit den kommunalen Vertreterinnen und Vertretern die Fragestellungen abstimmen, die den Berichten zu Grunde liegen“ erläutert Johannes Schnurr, der Projektleiter des Netzwerkbüros. „Was wir mit Datenanalysen zeigen werden muss von den Verantwortlichen in den Kommunen und von den Bildungsakteuren diskutiert interpretiert werden. Erst dann können diese Informationen helfen, gut begründete Entscheidungen für künftige Entwicklungen zu treffen“. Dazu wird das Netzwerkbüro öffentliche Bildungskonferenzen und sogenannte „Themensalons“ veranstalten, in denen die Befunde des Bildungsmonitorings vorgestellt und debattiert werden.

Die Lenkungskreismitglieder aus den Kommunen zeigten sich erfreut darüber, dass das Thema Bildung im Strukturwandel-Prozess mehr in den Fokus gerückt werden soll. Gleichzeitig seien die Kreise, Städten und Gemeinden in vielfältiger Weise schon lange aktiv, um das komplexe Bildungsgeschehen zu formen und zu gestalten, sowohl in originärer Zuständigkeit als Schul- und Weiterbildungsträger als auch als Träger von Bildungsbüros und Moderator von Bildungsnetzwerken. Dabei spiele natürlich der Strukturwandel eine besondere Rolle. Eine breite Wissensgrundlage und ein regionaler Diskurs über Bildung im Strukturwandel könne dies gut ergänzen. „Als regionaler Akteur werden wir dazu beitragen, dass auch in den anstehenden Veränderungsprozessen eine chancengerechte Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger am lebenslangen Lernen ermöglicht wird“, so Schnurr abschließend.

Der Lenkungskreis wird voraussichtlich Anfang Juni ein weiteres Mal zusammenkommen. Dann wird das Netzwerkbüro Datenanalysen vorstellen, die in einen ersten Bericht einfließen sollen.

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