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teaser-bild19 Pro­jekte des Sofort­pro­gramms PLUS haben einen zweiten Stern erhaltenFoto: Zukunftsagentur Rheinisches Revier / Andreas Schmitter

28.08.2020

19 Strukturwandelprojekte haben sich weiterentwickelt – Aufsichtsrat der Zukunftsagentur vergibt zweite Sterne

Auf seiner heutigen Sitzung in Elsdorf hat der Aufsichtsrat der Zukunftsagentur Rheinisches Revier 19 von insgesamt 83 Projekten aus dem »SofortprogrammPLUS« den zweiten von drei Sternen verliehen. Damit gelten sie nun als „tragfähige Vorhaben“. Sie stehen für ein maximales Fördervolumen von rund 300 Millionen Euro. Damit würden etwa zwei Prozent der bis 2038 für die Region zugesagten Strukturfördermittel des Bundes abgerufen.

Zu den 19 weiterqualifizierten Projekten gehören etwa der Brainergy Park in Jülich, der Aufbau eines Fraunhofer-Zentrums für Digitale Energie sowie eines Kompetenzzentrums zum Transfer der Land- und Ernährungswirtschaft im Rheinischen Revier oder auch die Finanzierung der Stadtbahn Köln-Niederaußem. Von den Fördermitteln entfallen etwa je ein Viertel auf die Revierknoten »Energie« sowie »Innovation und Bildung«. Je ein Fünftel geht an den Revierknoten »Industrie« und »Agrobusiness und Ressourcen« und ein Zehntel wird im ersten Schritt für Projekte aus dem Bereich »Infrastruktur und Mobilität« in Aussicht gestellt.

Als Gast an der Sitzung nahm der Chef der Staatskanzlei und Staatssekretär Nathanael Liminski teil. Er stellte den Vertretern der Region aus erster Hand die Ergebnisse der Sitzung des Bund-Länder-Koordinierungsgremiums am Donnerstag in Berlin vor: „Die Zeit der Vorbereitung ist vorbei, jetzt starten wir durch – im Rheinischen Revier, das beim Kohleausstieg vorangeht, können jetzt konkrete Vorhaben begonnen werden. Wir stellen die Weichen für neue Wertschöpfung und moderne Arbeitsplätze mit Zukunft. Das Land und die Region haben in den letzten Monaten engagiert gearbeitet – gemeinsam mit dem Bund werden wir die Aufbruchstimmung vor Ort nutzen, um das ‚Zukunftsrevier‘ zu gestalten. In der heutigen Sitzung, in der wir weitere vielversprechende Projekte erörtert haben, ist einmal mehr das enorme Potenzial des Reviers deutlich geworden. Darüber hinaus hat die Sitzung gezeigt, wie gut die regionale Zusammenarbeit hier bereits funktioniert.“

Wirtschaftsstaatssekretär Christoph Dammermann, Vorsitzender des Aufsichtsrats: „Die heute ausgezeichneten Projekte zeigen, dass der Strukturwandel zügig vorangeht. Der Prozess wird durch die konkreten Maßnahmen aus der Region weiter mit Leben gefüllt. Die Projekte leisten einen wichtigen Beitrag zur strategischen Weiterentwicklung unserer Zukunft, sind solide aufgestellt und werden dazu beitragen können, Wertschöpfung und Arbeitsplätze langfristig zu sichern.“


83 Projekte hatten bei der Aufsichtsratssitzung vom 26. Mai 2020 einen ersten Stern für eine „substanzielle Projektidee“ erhalten. Sie konnten bis zum 17. Juli 2020 bei der Zukunftsagentur weiterqualifizierte Skizzen einreichen. Diese Chance nutzten bislang 22 Projekte. Nach internen Bewertungen durch die Landesregierung Nordrhein-Westfalen unter Begleitung der Revierknoten der Zukunftsagentur wurden nun 19 Projekte ausgewählt, die bereits jetzt den zweiten Stern als „tragfähige Vorhaben“ erhalten. Das Verfahren wird kontinuierlich fortgeführt, mit dem Ziel, alle 83 Projekte in die Umsetzung zu bringen, die in der Sitzung des Aufsichtsrats im Mai 2020 den ersten Stern erhalten haben. Dafür wird der Aufsichtsrat die Frequenz seiner Sitzungen verdoppeln und sich alle sechs Wochen treffen, das nächste Mal am 2. Oktober.

Außerdem vergab der Aufsichtsrat bei seiner heutigen Sitzung den ersten Stern als »substanzielle Projektidee« an 21 Projekte aus dem »Starterpaket Kernrevier«. Mit dem Starterpaket unterstützt das Land die vom Strukturwandel betroffenen Anrainerkommunen sowie die Tagebauumfeldinitiativen. Dadurch könnte zum Beispiel Niederzier ein Tor zur Sophienhöhe errichten, Titz einen Co-Working-Space, Kerpen ein Ausbildungszentrum für die Bauindustrie und Frechen ein Innovationsnetzwerk Handwerk. Der Zweckverband LandFolge hat Planungsmittel für ein Grünes Band zur Gestaltung des Tagebauumfelds Garzweiler beantragt. Jede Kommune konnte für das Starterpaket ein Projekt vorschlagen, das nun weiter qualifiziert wird.

Hintergrund
Die Liste der Projekte, die im Rahmen des »SofortprogrammsPLUS« den zweiten Stern erhalten haben, finden Sie hier.

(Fotos: Zukunftsagentur Rheinisches Revier/Andreas Schmitter)

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