Am 5. Dezember 2025 besuchte Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, die Kreisstadt Bergheim. Im Mittelpunkt ihres Besuchs stand das Projekt „Haus der Generationen“.
Im Kulturbahnhof Gleis11 überreichte die Ministerin einen Fördermittelbescheid über rund 17,5 Millionen Euro aus dem Programm zur „Förderung des Strukturwandels im Rheinischen Revier“. Diese Förderung versetzt die Stadt Bergheim in die Lage, die Fortschreibung des Integrierten Handlungskonzeptes für Quadrath-Ichendorf weiterzuführen und die zweite Phase des seit 2018 laufenden Stadtteilentwicklungsprozesses einzuleiten.
Ministerin Scharrenbach betonte die Bedeutung des Projekts für den Wandel im Rheinischen Revier:
„Rückbau schafft Zukunft: Die Kreisstadt Bergheim zeigt, wie moderner Stadtumbau gelingt. Wo einst eine Problemimmobilie das Ortsbild prägte, entsteht mit dem neuen ‚Haus der Generationen‘ ein starkes Zeichen für den Wandel. Mit Unterstützung von rund 17,5 Millionen Euro Förderung wächst in Quadrath-Ichendorf ein lebendiger Ort für Begegnung, Austausch und gemeinschaftliches Zusammenleben. So wird das Miteinander im Stadtteil nachhaltig gestärkt. Projekte wie dieses machen deutlich: Der Strukturwandel im Rheinischen Revier gelingt, wenn wir ihn gemeinsam gestalten.“
„Haus der Generationen“ – ein neuer Ort für Begegnung und Miteinander
Ein wesentlicher Bestandteil der Förderung ist die Umsetzung des „Hauses der Generationen“, das auf dem Gelände des zurückgebauten Hochhauses an der Frenser Straße 13–15 entsteht. Das neue Gebäude soll ein zentraler Ort des Austauschs, der Begegnung und des gemeinschaftlichen Zusammenlebens werden. Vorgesehen sind ein Jugendzentrum, ein Veranstaltungssaal mit Lehrküche, ein Repair-Café, ein kleiner Gastronomiebereich sowie Beratungs-, Vereins- und Ausstellungsräume. Ergänzend entstehen eine moderne Außenanlage sowie weitere Maßnahmen zur Aufwertung des öffentlichen Raums, darunter die Neugestaltung der Fußgängerunterführung. Auch das Quartiersmanagement im Gleis11 kann dank der Förderung fortgeführt werden.
Bürgermeister Volker Mießeler hob hervor, wie wichtig die Fördermittel für den Stadtteil sind:
„Diese Förderung zeigt, dass unser langer Atem und die enge Zusammenarbeit mit vielen Partnern Früchte getragen haben. Quadrath-Ichendorf wird davon dauerhaft profitieren.“
Er zeigte sich zudem überzeugt, dass das neue Gebäude zu einem wichtigen Identifikationspunkt werden wird:
„Ich bin sicher, dass dieses Gebäude für viele Jahre ein Ort des Miteinanders und ein starkes Symbol für den Wandel in Quadrath-Ichendorf sein wird.“
Mit der Umsetzung wurde die Entwicklungsgesellschaft Bergheim gGmbH beauftragt, die bereits den Rückbau der früheren Problemimmobilie verantwortet hat. Die Fertigstellung des Gesamtvorhabens ist für Ende 2029 vorgesehen.
Im Zuge des Besuchs der Ministerin wurde außerdem die neugestaltete „Grüne Lunge“ am Amtsgericht offiziell eröffnet – ein Mehrgenerationenpark, der seit März 2025 umfassend erneuert wurde und nun Natur, Bewegung, Barrierefreiheit und Umweltbildung miteinander verbindet.