Mit der am 1. September 2025 eingereichten Bewerbung positioniert sich das Rheinische Revier als europäischer Vorreiterstandort im Rahmen des Net Zero Industry Act. Ziel ist der Aufbau eines leistungsfähigen Ökosystems für klimaneutrale Industrie, beschleunigte Genehmigungen und innovative Wertschöpfung. Die Region bündelt dafür ihre strategischen Flächen, starken Unternehmen und kommunalen Partnerschaften zu einem Modell für die industrielle Transformation in Europa.
Ein zentrales Argument für das entstehende Net Zero Valley: Europa braucht verlässliche Standorte, um die Produktion von Netto-Null-Technologien massiv auszuweiten. Dies verdeutlichte Daniel Gerber von der Europäischen Kommission: „Unser Ziel als Europäische Union ist es, bis zum Jahr 2030 rund 40 % des jährlichen Bedarfs an Netto-Null-Technologien in Europa zu produzieren. Genau dafür sind die Net Zero Valleys eine ideale Grundlage.“
Impulse aus Mönchengladbach: Kongress zeigt Wege zur Umsetzung
Beim NZIA-Kongress „Zukunft produzieren, Standort gestalten“ der Zukunftsagentur Rheinisches Revier kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Industrie zusammen, um über die Rolle des Reviers im europäischen Net Zero Industry Act zu diskutieren. Gastgeber war die SMS group in Mönchengladbach.
Schwerpunkt des Tages war die Planungs- und Genehmigungsbeschleunigung – ein Thema, das über die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts entscheidet. Der revierweite Pakt zur Planungsbeschleunigung zeigt bereits, dass die Region bereit ist, Verfahren zu standardisieren, Kommunikationswege zu verkürzen und Prozesse transparenter zu gestalten. Panels und Keynotes boten konkrete Einblicke, wie dies in der Praxis aussehen kann.
Dr. Martina Gikadi vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie betonte, dass effiziente Verfahren eine Grundvoraussetzung sind, um die europäischen Ziele tatsächlich zu erreichen. Praxisbeispiele aus dem Rheinischen Revier machten deutlich, dass beschleunigte Ansiedlungen möglich sind, wenn Verwaltung, Wirtschaft und Politik eng zusammenarbeiten. Gleichzeitig wurde klar, wie wichtig die internationale Sichtbarkeit der Region ist, um Investitionen und Industrieansiedlungen anzuziehen.
Die Veranstaltung am Niederrhein sendete ein klares Signal: Das Rheinische Revier nutzt die Transformation als Chance. Mit starken Kommunen, klaren Prozessen und einer Haltung, die auf Umsetzung statt auf Verzögerung setzt, hat das Rheinische Revier das Potenzial, europaweit Maßstäbe für eine klimaneutrale, resiliente und wettbewerbsfähige Industrie zu setzen. Die heute angestoßenen Impulse werden nun in die Umsetzung getragen damit das Net Zero Valley zu einem sichtbaren Erfolgsmodell wird.
Weitere Informationen zum Net Zero Valley Rheinisches Revier finden Sie unter: www.rheinisches-revier.de/net-zero-valley