teaser-bildDer Len­kungs­aus­schuss des Zweck­ver­bands Land­folge Garz­weiler um Ver­bands­vor­steher Dr. Gregor Bonin zu Besuch im Lau­sitzer Revier Foto: Stephan Muckel

07.10.2019

Zweckverband Landfolge Garzweiler zum Erfahrungsaustausch im Lausitzer Revier

Der Lenkungsausschuss des Zweckverbands Landfolge Garzweiler besuchte vom 21. bis 23. August das Lausitzer Revier. Dort entsteht in der Folge des Bergbaus das Lausitzer Seenland, Europas größte von Menschenhand geschaffene Wasserlandschaft zwischen Berlin und Dresden. Die durch den Strukturbruch in den 1990er-Jahren stark betroffene Region konnte inzwischen ein neues Image entwickeln und den wirtschaftlichen Abwärtstrend umkehren.

Verbandsvorsteher Dr. Gregor Bonin (Stadtdirektor der Stadt Mönchengladbach), die Bürgermeister Peter Jansen (Stadt Erkelenz), Harald Zillikens (Stadt Jüchen) und Jürgen Frantzen (Gemeinde Titz) sowie Mitarbeiter von RWE Power und der einzelnen Kommunalverwaltungen trafen sich am Senftenberger See mit dem dortigen Bürgermeister Andreas Fredrich. Er berichtete, dass der Tourismus nicht nur ein neuer wichtiger Wirtschaftsfaktor geworden sei, sondern die Stadt auch für Bürger und Unternehmen wieder attraktiv gemacht habe.

Auch der Besuch des zukünftigen Cottbusser Ostsees verdeutlichte dem Lenkungsausschuss, wie Stadtentwicklung und die Entwicklung des in etwa fünf Jahren gefluteten Sees strategisch miteinander verbunden werden müssen. Während der Station in Großräschen standen die Erfahrungen der Internationalen Bauausstellung (IBA) der Jahre 2000 bis 2010 im Fokus. Prof. Dr. Rolf Kuhn, ehemaliger Geschäftsführer der IBA, berichtete, wie mit den 30 in der Region verteilten Projekten positive Zeichen gesetzt wurden, die den Menschen in einer schwierigen Phase nach dem Zusammenbruch der Braunkohleindustrie in den 1990er Jahren Hoffnung gemacht haben. Wichtige Weichen für die Entwicklung der Region konnten gestellt werden.

„Dieses Format sollte auch im Rheinischen Revier für den anstehenden Strukturwandel genutzt werden, um einen qualitätsvollen Entwicklungsprozess zu gestalten“, ist sich Dr. Gregor Bonin sicher. Der Zweckverband setzt sich für die im Rheinischen Revier geplante Internationale Bau- und Technologieausstellung ein und sieht rings um den Tagebau Garzweiler viel Potenzial für anspruchsvolle Projekte.

Die Bürgermeister des Zweckverbands nutzten auch die Gelegenheit, sich mit den Bürgermeisterinnen der sogenannten „Lausitzrunde“ Christine Herntier (Stadt Spremberg) und Birgit Zuchold (Stadt Welzow) sowie dem Oberbürgermeister der Stadt Hoyerswerda, Stefan Skora zu treffen. Es bestand revierübergreifend Einigkeit, dass ein gelingender Strukturwandel zwingend mit einer Beteiligung der Kommunen einhergeht, da diese hauptbetroffen von den anstehenden Veränderungen sind. Die Zusammenarbeit solle weiter intensiviert werden, um das gemeinsame Anliegen – Verbindlichkeit von Bund und den Ländern in Form von gesetzlichen Regelungen und einem Staatsvertrag, der die Regionen langfristig verbindlich absichert – zu erreichen.

Volker Mielchen, Geschäftsführer des Zweckverbands, der zuletzt bis 2018 als Verbandsvorsteher im Lausitzer Seenland tätig war, zeigt sich zufrieden mit den Ergebnissen der Exkursion: „Wir konnten viele interessante Eindrücke sammeln. Die Gespräche mit politischen Vertretern machten deutlich, dass Strukturwandel trotz aller Herausforderung mit klaren Konzepten und mutigem Handeln gemeistert werden kann“.

Hintergrund: Zweckverband Landfolge Garzweiler

Im Jahr 2017 gründeten die Stadt Mönchengladbach, die Stadt Erkelenz, die Stadt Jüchen und die Gemeinde Titz den Verband. Das Unternehmen RWE Power AG und der Region Köln-Bonn e.V. gehören dem Zweckverband als beratendes Mitglied ohne Stimmrecht an. Das Verbandsgebiet liegt im Rheinischen Revier und umfasst rund 430 Quadratkilometer. Zentrale Aufgabe des Zweckverbandes ist die gemeinsame Entwicklung dieses Raumes unter Berücksichtigung des regionalen Strukturwandels. Dazu haben die Gründungsmitglieder im Jahr 2016 eine Perspektive für den Raums entwickeln lassen, das sogenannte „Drehbuch“. Der Zweckverband bearbeitet die Themenfelder Landschaft, Gesellschaft, Wirtschaft, Städtebau und Infrastruktur. Darüber hinaus führt er die Abstimmung der gemeinsamen Planungen, die gemeinsame Weiterentwicklung der Perspektiven, die Qualitätssicherung, die Wahrnehmung der Aufgaben als weiterer Träger öffentlicher Belange in den gesetzlichen Planungsverfahren und die gemeinsame Flächenentwicklung und -Bewirtschaftung durch. Verbandsvorsteher ist Dr. Gregor Bonin, Geschäftsführer ist Volker Mielchen.

Das von der Mediengestaltung der Stadt Mönchengladbach entwickelte Logo mit seinen vier in die Zukunft weisenden Pfeile symbolisiert die schrittweise Entwicklung der Landschaft in die Zukunft der Tagebauregion: Sand steht für die durch den Tagebau sichtbar gewordenen Erden, Grün für Umwelt, Natur und Erholung, Blau für zu entstehende Gewässer und Magenta für die Dynamik des wirtschaftlichen Wachstums der Region. In der Logo-Wortschöpfung „LANDFOLGE“ wird Folge als etwas definiert, das aus einem bestimmten Handeln oder Geschehen folgt. Interpretiert man Folge wie das englische Pendant Follower in den sozialen Medien, so ist das Wort auch positiv besetzt: Je mehr Follower, desto größer die positive Resonanz.

www.landfolge.de

Pressekontakt

Susanne Jordans
Presse Zweckverband LandFolge Garzweiler
Telefon: 02161 2475755
Mobil: 0173 8807064
E-Mail: sjordans@jordanstext.de

Kontakt Zweckverband LandFolge Garzweiler

Volker Mielchen
Geschäftsführer Zweckverband LandFolge Garzweiler
In Kuckum 68a
41812 Erkelenz
Telefon: 02164 9504423
E-Mail: info@landfolge.de

(Pressemitteilung Zweckverband LandFolge Garzweiler 02.09.2019)

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