teaser-bildInno­va­ti­ons­netz­werk Tou­rismus: Len­kungs­kreis aus Ver­tre­tern der Pro­jekt­partner

31.01.2020

„Unternehmen Revier“ fördert im Indeland zwei Projekte

Gleich zwei Projekte fördert das Bundesmodellvorhaben „Unternehmen Revier“ mit dem „Expertennetzwerk für Ressourceneffizienz beim Bau“ und dem „Innovationsnetzwerk Tourismus im Rheinischen Revier“ im Indeland.

Expertennetzwerk für Ressourceneffizienz beim Bau

Das Projekt „ReNeReb“ wird die Expertise im Bereich des nachhaltigen Bauens bündeln und so neue allgemeine Standards im ressourceneffizienten und kreislaufgerechten Bauen setzen. Das Projekt wird als Kooperationsprojekt mit der RWTH Aachen und Aachen Building Experts e.V. durchgeführt.

Im Rahmen des aus Mitteln des Strukturförderprogramms "Unternehmen Revier" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie geförderten Projektes wird die Faktor X-Agentur der Entwicklungsgesellschaft indeland GmbH gemeinsam mit dem Institut der RWTH Aachen für Rezykliergerechtes Bauen von Prof. Dr. Linda Hildebrand und mit Aachen Building Experts e.V. ein regionales digitales Best-Practice-Netzwerk zu ressourceneffizientem und kreislaufgerechtem Bauen aufbauen. 

Leuchtturm für ressourceneffizientes Bauen

Nach dem Ende der Projektlaufzeit wird bis Ende 2022 ein Expertensystem entstehen, das es den Kommunen im Rheinischen Revier ermöglicht, ressourceneffizientes und kreislaufgerechtes Bauen als allgemeinen Standard zu etablieren, weil es Beispiele, Produkte und Experten zusammenbringt. Zugleich wird ein Baupreis ausgeschrieben, der erstmals innovatives ressourceneffizientes und kreislaufgerechtes Bauen im Rheinischen Revier prämiert.

Agenturleiter Klaus Dosch freut sich: "Mit diesen Projekten setzen wir unser Engagement für einen nachhaltigen Strukturwandel im indeland fort. Mit Aachen Building Experts und dem Institut der RWTH Aachen haben wir zwei regionale Top-Player ins Boot geholt und erneut ein Leuchtturmprojekt im Bereich Klimaschutz und Ressourceneffizienz auf den Weg gebracht. So können wir ressourceneffizientes und kreislaufgerechtes Bauen vom indeland aus zum Standard im Rheinischen Revier machen." 

Zukunftsthema des Strukturwandels 

Der Bausektor einer der großen CO2-Produzenten birgt zahlreiche Potenziale, durch eine intelligente Wahl von Rohstoffen und Baukonstruktionen mindestens sieben Millionen Tonnen CO2 jährlich einzusparen. Eine ganzheitliche energetische Betrachtung der Gebäude über den gesamten Lebenszyklus muss daher essentiell werden. Ressourceneffizientes Bauen (Faktor X-Bauweise) könnte einen wichtigen Beitrag zur Einhaltung der Klimaschutzziele des Bundes leisten. 

Die Verbesserung der Ressourceneffizienz beim Bau von Siedlungen ist wesentlicher Teil der Strategie des Masterplans indeland 2030 der Entwicklungsgesellschaft indeland GmbH sowie eines der zentralen Themen des Strukturwandels im Rheinischen Revier. Eine Reihe von Strategien führen zur Erreichung dieser Ziele und wurden in den Faktor X-Siedlungen in Eschweiler und Inden erprobt. Das indeland nimmt mit der Entwicklung von Strategien und Projekten für zukunftsfähiges Bauen und Wohnen längst eine Leuchtturmfunktion weit über die Region hinaus ein

Innovationsnetzwerk Tourismus im Rheinischen Revier

Tourismusnetzwerk für das Rheinische Revier hat im November 2019 die Arbeit aufgenommen: Das Förderprojekt „Innovationsnetzwerk Tourismus im Rheinischen Revier“ wird die touristischen Potentiale im Rheinischen Revier bündeln und erstmals eine touristische Gesamtstrategie für die Region aufstellen.

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Projektes haben sich nun erstmals Partner aus dem gesamten Rheinischen Revier in einem Tourismusnetzwerk zusammengeschlossen, um sich in den nächsten Jahren an der Gestaltung der Nachfolgenutzung der Tagebau- und weiterer Betriebsgelände richtungsweisend mit einbringen zu können.

Gesamtstrategie für das Rheinische Revier

Das Rheinische Revier hat die einmalige Gelegenheit, den gegenwärtigen Transformationsprozess auch als Chance für den Tourismus zu begreifen und zu nutzen. Dabei gilt es, das Erbe der Industriekultur im Rheinischen Revier zu erhalten, mit Leuchtturmprojekten zu inszenieren und zugänglich zu machen. Am Ende des bis 2022 andauernden Förderprojektes wird es erstmals eine touristische Gesamtstrategie für das Rheinische Revier geben, um die Gemeinsamkeiten der Teilregionen darzustellen und das Tourismuspotential des gesamten Reviers zu stärken. 

„Wir freuen uns, dass wir die Geschäftsstelle des Förderprojektes inzwischen beim Rhein-Erft Tourismus e.V. einrichten und Philipp Glasenapp als Förderprojektkoordinator einstellen konnten“, so Landrat Michael Kreuzberg, Vorsitzender des Rhein-Erft Tourismus e.V. Das Projekt wird gemeinsam mit Partnern aus dem Kreis Düren, dem Rhein-Kreis Neuss, dem Kreis Euskirchen, dem Kreis Heinsberg, dem Grünmetropole e.V., der StädteRegion Aachen, der Stadt Mönchengladbach, der Entwicklungsgesellschaft indeland, dem Zweckverband LandFolge Garzweiler sowie der Tagebauumfeldinitiative Hambach umgesetzt.

Hintergrund

Das Modellvorhaben "Unternehmen Revier" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gestaltet seit 2017 aktiv den Strukturwandel in den Braunkohleregionen Lausitzer Revier, dem Mitteldeutschen Revier, dem Rheinischen Revier und dem Helmstedter Revier. Hierzu erhalten die Reviere jährlich vier Millionen Euro. 25 Prozent der Summe geht in das Rheinische Revier. Das Modellvorhaben ist ein wichtiger Baustein der Strukturpolitik des Bundes. Die Bezirksregierung Köln als Abwicklungspartner und die Zukunftsagentur als Regionalpartner steuern das Förderprogramm im Rheinischen Revier gemeinsam. Voraussichtlich im März wird es einen neuen Projektaufruf geben.

Weitere Informationen

Nicole Monath

Ihr Ansprechpartner:
Nicole Monath

Telefon: +49 2461 690-186
nicole.monath@rheinisches-revier.de

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