teaser-bildPlatt­form für den Dialog im Rhei­ni­schen Revier: 180 Gäste auf der Revier­kon­fe­renzFoto: IRR GmbH/Andreas Schmitter

12.12.2017

Revierkonferenz: Fördergeld vom Bund für das Rheinische Revier und neuer Geschäftsführer ab 2018

Das Bundeswirtschaftsministerium kündigte auf der Revierkonferenz am 8. Dezember an, dass regionale Projekte im Rheinischen Revier mit rund einer Million Euro gefördert werden. Eine erste Projektauswahl findet ab Anfang 2018 statt. Ralph Sterck wurde auf der Konferenz als neuer Geschäftsführer vorgestellt. Der 52-jährige tritt seine Stelle im Januar 2018 an.

Das Rheinische Revier profitiert von dem neuen Förderprogramm "Unternehmen Revier", das als Bundesmodellvorhaben zur Unterstützung der im Strukturwandel stehenden Braunkohleregionen aufgelegt worden ist. Finanziert wird das Programm aus dem Energie- und Klimafonds. Dr. Raphael L’Hoest, verantwortlich für Wettbewerbs- und Strukturpolitik beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, bestätigte auf der Revierkonferenz, dass das neue Förderprogramm "Unternehmen Revier" in den nächsten Jahren rund eine Million Euro pro Jahr an zusätzlichen Mitteln ins Revier bringen soll. "Wir steigen als Bund damit in die direkte Förderung der deutschen Braunkohlenreviere ein", erläuterte L’Hoest. Mit gezielten Ideenwettbewerben sollen Projekte ausgewählt werden, die dem Strukturwandel im Rheinischen Revier helfen.

Konzept der IRR GmbH ermöglicht Teilnahme am Förderprogramm

Einzelheiten regeln die Förderrichtlinie des Bundes und das Regionale Investitionskonzept für das Rheinische Revier, das die IRR GmbH jetzt vorgelegt hat. L´Hoest fand lobende Worte für dieses Konzept, das zur Grundlage einer direkten Verwaltungsvereinbarung zwischen dem Bund und dem Revier werden solle. Die IRR GmbH ist als Regionalpartner für die zusammenführende Projektbegleitung sowie die Koordination und Organisation der Projektaufrufe zuständig. Außerdem berät die IRR GmbH die Projektträger aus der Region bei der Entwicklung, der Umsetzung und mit Blick auf Fördermittel. Ein erster Aufruf ist für Anfang des Jahres 2018 geplant.

Eine Stimme für das Revier und neuer Geschäftsführer

Nordrhein-Westfalens Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart sagte auf der Revierkonferenz: "Der Strukturwandel im Rheinischen Revier kann gelingen, wenn die technologischen Potenziale der Region in Wertschöpfung umgesetzt werden. Der Streetscooter ist ein gutes Beispiel dafür, was möglich ist, wenn dieses Know-how auf die Straße gebracht wird." Dazu werde weiterhin ein Dreiklang des Engagements von Region, RWE und Land gebraucht. Der Minister betonte, das Revier könne und müsse seine Interessen gebündelt artikulieren. "Die IRR GmbH ist dafür die zentrale Institution. Besonders freut mich, dass sie nun mit der Bestellung von Ralph Sterck zum hauptamtlichen Geschäftsführer entscheidend verstärkt werden konnte."

Die Gesellschafterversammlung der "IRR - Innovationsregion Rheinisches Revier GmbH" hat Ralph Sterck als neuen Geschäftsführer bestellt. Der 52-jährige tritt am 1. Januar 2018 die Nachfolge von Heinz Weifels an, der als Teamleiter und Produktverantwortlicher für den Flächenpool bei der landeseigenen Entwicklungsgesellschaft NRW.URBAN Service GmbH gebraucht wird. Ralph Sterck arbeitet zurzeit als Hauptgeschäftsführer der FDP-Nordrhein-Westfalen. "Ralph Sterck verfügt über die nötige unternehmerische, politische und planerische Erfahrung für diese Aufgabe", freute sich der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung der IRR GmbH, Landrat Michael Kreuzberg. "Er ist in der Region vernetzt und wird neue Akzente setzen können", so Kreuzberg weiter. Gleichzeitig dankte Kreuzberg Heinz Weifels für seine hervorragende Arbeit.

Regionsweite Flächenkonzepte für das Revier

Das Rheinische Revier diskutierte auf der Revierkonferenz zudem Strategien für regionsweite Flächenkonzepte. Am Beispiel des Freiraums, also der nicht-bebauten Fläche wie Gewässer, Rekultivierung, Wälder und Landwirtschaft wurde gezeigt, wie ein regionaler Abstimmungsprozess durchgeführt werden kann. "Das Rheinische Revier braucht regional abgestimmte Planungen", sagte Heinz Weifels, Geschäftsführer der IRR GmbH. So kann gerade bei Freiraumflächen ein integriertes System entwickelt werden, das Grünkorridore mit durchgängigen Naherholungsbereichen entstehen lässt. Gleichzeitig arbeitet die Region an interkommunalen Konzepten für Gewerbe, Wohnen und Infrastruktur. "All diese Nutzungen dürfen nicht in Konkurrenz, sondern müssen aufeinander abgestimmt entwickelt werden", forderte Weifels.

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